Konferenz beleuchtet Potenziale und Umbrüche durch maschinelles Lernen

Künstliche Intelligenz für die Produktion

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Maschinen sind lernfähig. Mit jedem Greifversuch schulen Roboter ihre neuronalen Netze und können mit der Zeit auf den Erfahrungsschatz zurückgreifen. Bild: IPA
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Was künstliche Intelligenz heute schon leistet, welche Chancen und Risiken sie für die Industrie birgt – das zeigt am 15. Mai die Konferenz Künstliche Intelligenz in der Produktion beim Fraunhofer IPA.

Der Versuchsaufbau war aufsehenerregend und das Ergebnis beschäftigt die Fachwelt bis heute: 2016 ließen Google und die Universität Berkeley zwei Monate lang 14 Roboter über 800 000 Greifversuche an verschiedenen Alltagsgegenständen durchführen. Auf Vorwissen wie 3D-Modelle oder CAD-Daten konnten die Roboter dabei nicht zugreifen. Sie mussten sich mit den Informationen begnügen, die ihre Kameras lieferten, und einfach so lange probieren, bis sie den richtigen Griff gefunden hatten. Trotz des mangelnden Vorwissens war die Fehlerquote letztlich verblüffend niedrig: Sie lag bei zehn bis 20 Prozent.

Das zeigt: Auch Maschinen sind lernfähig. Mit jedem Greifversuch schulen Roboter ihre neuronalen Netze und können mit der Zeit auf den gewonnenen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Dieses maschinelle Lernen, eine Form der künstlichen Intelligenz, hält derzeit verstärkt Einzug in die Robotik und bringt eine neue Generation kognitiver Roboter hervor, die ihre Umgebung wahrnehmen, ihre Handlungen planen und eng mit Menschen zusammenarbeiten können.

Künstliche Intelligenz wird die Produktion verändern. Entscheider sollten sich deshalb mit den Nutzungspotenzialen und bevorstehenden Umbrüchen auseinandersetzen: Was kann die künstliche Intelligenz heute schon leisten und was wird in zehn bis 20 Jahren alles möglich sein? Welche konkreten Auswirkungen hat die Technologie auf das produzierende Gewerbe? Welche Chancen und Risiken ergeben sich?

Antworten gibt am 15. Mai 2018 die Konferenz „Künstliche Intelligenz in der Produktion“, die dasFraunhofer IPA und die Konradin Mediengruppe organisieren. Dabei kommen Vertreter aus Forschung und Industrie zu Wort: Was automatisierte Produktionssysteme und Roboter heute schon können und in Zukunft können werden, umreißt Professor Thomas Bauernhansl, Leiter des Fraunhofer IPA. Dr. Wolfgang Hildesheim, Leiter von IBM Watson & Artificial Intelligence, gibt danach Einblicke in die intelligente Wissensverarbeitung auf der Grundlage natürlicher Sprache.

Wieland Holfelder, der dem Google-Entwicklungszentrum in München vorsteht, und Professor Torsten Kröger vom Karlsruher Institut für Technologie, sprechen über Verfahren des maschinellen Lernens und der Mensch-Roboter-Interaktion. Michael May von Siemens Corporate Technology gibt anschließend einen Überblick über die Gewinnung und Analyse großer Datenmengen. Der Nachmittag dient der vertiefenden Diskussion in thematisch fokussierten Sessions über den Stand der Technik, die Nutzungsmöglichkeiten, aktuelle Forschungsinitiativen sowie die Reflexion über Chancen und Risiken, die die künstliche Intelligenz birgt.

Programm und Anmedung unter:

www.industrie.de/kuenstliche-intelligenz


Auf einen Blick

Was? Konferenz Künstliche Intelligenz
in der Produktion

Wann? Dienstag, 15. Mai 2018

Wo? Fraunhofer IPA, Nobelstraße 12,

70569 Stuttgart

Wie? Anmeldung bis 25. April 2018:

www.industrie.de/kuenstliche-intelligenz


Künstliche Intelligence @ automatica 2018

Das Thema künstliche Intelligenz wird auch auf dem Automatica Forum eine große Rolle spielen – vor allem am Donnerstag, dem 21. Juni 2018: Neben einer Podiumsdiskussion („Wie intelligent können Maschinen werden?“) gibt es spannende Vorträge – unter anderem von Professor Dr. Sabina Jeschke, Vorstand der Deutschen Bahn für Digitalisierung und Technik („Vom Internet of Production zu Bahn 4.0“), oder von Günter Kruth, Abteilungsleiter Industrie 4.0 Smart Operations, Daimler AG („KI in der Automobilproduktion“).

Den Trend zu intelligenten, lernfähigen Robotern beleuchten zudem
Prof. Torsten Kröger, KIT („Robotik im Silicon Valley“, Dienstag 19. Juni) sowie Prof. Dr.-Ing. Sami Haddadin, TUM („Roboterassistenten mit maschineller Intelligenz als Kollegen und Helfer des Menschen, Mittwoch,
20. Juni.)

https://automatica-munich.com/rahmenprogramm/foren/automatica-forum/
index.html


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