VDI-Umfrage zur CeBIT: Steigende Nachfrage nach IT-Fachkräften Industrie 4.0: Geschäftsmodelle und digitale Vordenker fehlen

VDI-Umfrage zur CeBIT: Steigende Nachfrage nach IT-Fachkräften

Industrie 4.0: Geschäftsmodelle und digitale Vordenker fehlen

Nur 10 Prozent der Unternehmen sind intensiv mit der Entwicklung neuer digitaler Geschäftsmodelle beschäftigt, so die VDI-Studie. Bild: VDI
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Für viele deutsche Unternehmen hat die digitale Transformation zwar höchste Priorität, allerdings hakt es bei der Umsetzung. Zu diesem Ergebnis kommt eine VDI-Umfrage zur Cebit 2017. Das Problem ist dabei oft nicht, digitale Technologien und Prozesse rein technologisch zu beherrschen, sondern geeignete Geschäftsmodelle zu konzipieren und umzusetzen.
Nur 10 Prozent der Unternehmen sind intensiv mit der Entwicklung neuer digitaler Geschäftsmodelle beschäftigt, so die VDI-Studie. Mehr als die Hälfte befasst sich kaum oder sogar gar nicht damit, die eigenen Produkte mit datenbasierten oder Online-Dienstleistungen zu verknüpfen. „Wir müssen viel mehr in digitalen Geschäftsmodellen denken“, fordert VDI-Direktor Ralph Appel. „Denn dies ist der Schlüssel, um auch in Zukunft Geld zu verdienen.“
Dafür benötigen Firmen aber auch neue Rollen, ergänzt Dr. Consuela Utsch, Geschäftsführerin des Beratungshauses Acuroc. Neben dem Data Scientist und dem Data Compliance Officer, zählt sie dazu insbesondere den Chief Digital Officer, kurz CDO. Utsch: „Gerade die Rolle des Chief Digital Officer ist unverzichtbar, denn dieser ist quasi das Gesicht der Digitalisierung, verantwortet die strategische Transformation und koordiniert und forciert gleichzeitig die Vernetzung zwischen Fachbereichen und IT.“
Das Gesicht der Digitalisierung
Zudem sollte der CDO als Motivator im Unternehmen wirken und mit dem CIO auf Augenhöhe zusammenarbeiten, empfiehlt Utsch. „Während der CIO den IT-Betrieb mit seinen Anforderungen verantwortet, treibt der CDO neue Geschäftsmodelle und deren Realisierung unter Einbeziehung der Mitarbeiter voran“, so die Geschäftsführerin.
Für die erfolgreiche Integration eines Chief Digital Officers benötigen die Firmen aber eine passende Person mit den entsprechenden Kompetenzen und Fähigkeiten. „Der Job benötigt vor allem Businessverständnis und Überzeugungskraft. Insbesondere der Schritt, langjährige Prozesse neu zu beleuchten und in Frage zu stellen, stellt eine große Herausforderung dar. Es kann eben auch passieren, dass ein Unternehmen sich vollständig neu strukturieren muss. Deshalb fehlen in vielen Vorständen häufig noch diese Führungskräfte“, so Utsch.
Nachfrage nach IT-Fachkräften steigt
Aber nicht nur auf Führungsebene fehlen die Köpfe. Für das Gelingen der digitalen Transformation ganz entscheidend sind außerdem ausreichend viele IT-Fachkräfte – und diese sind Mangelware, zeigt die VDI-Umfrage. „Die Nachfrage nach Fachkräften in der Informationstechnik steigt kontinuierlich immer weiter“, schildert Dieter Westerkamp, Bereichsleiter Technik und Wissenschaft im VDI. „Die Zahl der offenen Stellen steigt – auf einen arbeitslos gemeldeten Informatiker kommen heute 3,5 Stellen.“ 2016 gab es für Informatiker im Durchschnitt 23 Prozent mehr offene Stellen als im Vorjahr.
Und nicht nur kleine Unternehmen tun sich schwer, IT-Fachkräfte zu finden, sondern inzwischen auch große. Als Hauptgrund wird angegeben, zu wenige Bewerbungen zur erhalten. Problematisch ist, dass die Unternehmen zunehmend IT-Entwicklungsleistungen ins Ausland verlagern oder ganz aus dem Unternehmen herausgeben. „Als Konsequenz daraus wird das für die digitale Transformation notwendige Know-how nicht im eigenen Unternehmen aufgebaut – und auch nicht am Standort Deutschland“, warnt der VDI. ↓
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