Mehr Erfolg in Asien und Afrika mit passgenauen und kostengünstigen Maschinen

Frugale Maschinen: Weniger ist mehr

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Frugale Produktion und Digitalisierung beflügeln sich, denn es ist einfacher, Maschinen miteinander zu vernetzen, die auf ihre Kernfunktionen fokussiert sind. Bild: Rainer Bez/Universität Stuttgart IFF, Fraunhofer IPA
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Hightech-Maschinen aus Deutschland sind in Asien und Afrika zwar gefragt, den meisten Abnehmern dort aber zu teuer. Es ist deshalb ratsam, frugale Produkte ins Sortiment aufzunehmen. IPA-Experten helfen bei der strategischen Umsetzung.

Keine Frage: Deutsche Maschinen- und Anlagenbauer sind im High-End-Bereich sehr gut aufgestellt. Doch die Premium-Strategie geht in Entwicklungs- und Schwellenländern noch nicht oder nur in Teilen auf. Denn die hochpreisigen Maschinen aus der Bundesrepublik sind für die meisten Abnehmer dort zu komplex und vor allem auch zu teuer. Gefragt sind in Asien und Afrika hingegen passgenaue Lösungen in guter Qualität zu niedrigen Preisen.

Das ist insofern relevant, als laut den Unternehmensberatern von Roland Berger 95 Prozent des kumulierten Bevölkerungswachstums und 70 Prozent des realen kumulierten BIP-Wachstums bis 2030 in Schwellenländern stattfinden. Wenn die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer ihre Strategie also nicht ändern, werden sie noch weiter in das Spitzensegment abgedrängt und müssen das übrige breite Feld Konkurrenten, größtenteils aus Asien, überlassen.

Doch es gibt einen Ausweg: frugale Maschinen. „Sie sind passgenau auf die Bedürfnisse in Entwicklungs- und Schwellenländern zugeschnitten, konsequent auf ihre Kernfunktion ausgerichtet und dementsprechend kostengünstig“, sagt Uwe Schleinkofer vom Fraunhofer IPA, der Unternehmen dabei hilft, frugale Produktionssysteme auf den Markt zu bringen.

Sind frugale Maschinen und Anlagen also gewissermaßen der Gegentrend zu Industrie 4.0? Bei dieser Frage winkt Schleinkofer ab. „Frugal und digital bedingen sich gegenseitig“, sagt er: „Je komplexer die Maschinen, desto schwieriger deren Vernetzung und desto größer die Datenflut, die man bewältigen muss. Bei frugalen Maschinen ist das aufgrund der Fokussierung auf eindeutigere Produktstrukturen deutlich einfacher.“ Umgekehrt kann die Digitalisierung die Bedienung einer Produktionsanlage wesentlich erleichtern, weil komplexe Zusammenhänge vereinfacht dargestellt werden können.

Wie sehr eine frugale Produktpalette den wirtschaftlichen Erfolg beflügeln kann, zeigt das Beispiel Voith Paper. 2010 begann Voith Paper, sein Produktportfolio für die Stoffaufbereitung radikal umzubauen. Die Konstrukteure nahmen die teuersten Maschinentypen unter die Lupe und schauten, wie man sie passgenau machen kann – die Geburtsstunde der frugalen Serie Blueline. In der Folge stieg der Absatz zwischen 2012 und 2017 von 500 verkauften Maschinen auf den Rekordwert von 1000 Stück. Hans-Ludwig Schubert, Senior Vice President Global Product Management bei Voith Paper, setzt nun auf weitere frugale Produktlinien und treibt zugleich die Digitalisierung voran.

Tipp: Mehr zur Voith-Strategie und zum Thema frugale Maschinen erfahren Sie am 8./9. November beim Stuttgarter Forum Frugale Maschinen, Anlagen und Geräte am Fraunhofer IPA.

www.ipa.fraunhofer.de


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