Demonstratoren im Applikationszentrum Industrie 4.0

Fabrikdaten verarbeiten – diese Apps helfen

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Insideout verknüpft Maschinensteuerungsdaten mit dem CAD-Modell der Maschine. Der Nutzer erhält ein Live-Bild, mit dem er interagieren kann. Bild: Fraunhofer IPA, Rainer Bez
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Apps wie Insideout und Flexnote helfen, Produktionsdaten auszuwerten und intelligent weiterzuverarbeiten. Für beide Tools sucht das Fraunhofer IPA nach Firmen für eine Pilotanwendung.

Schon seit einigen Jahren beforscht das Fraunhofer IPA das Konzept des Digitalen Schattens. Ziel ist, Produktionsmittel wie Maschinen, Werkstückträger oder Bauteile an ein übergeordnetes IT-System anzubinden und damit eine durchgängige, echtzeitnahe Datenbasis zu generieren. Dafür braucht es auch Anwendungen, die die heterogenen Datenmengen verarbeiten und verständlich aufbereiten – beispielsweise die IT-Tools Insideout zur Visualisierung von komplexen Maschinendaten und Flexnote zur Kommunikation von Beobachtungen.

Bei Insideout greift ein hochperformanter Konnektor die Daten aus der Maschinensteuerung ab und stellt sie der Anwendung direkt oder über eine Cloud zur Verfügung. Im nächsten Schritt werden die Steuerungsdaten mit dem CAD-Modell der Maschine verknüpft. Auf dem nachfolgenden dreidimensionalen Bild erkennt der Betrachter, wie sich die Maschine echtzeitnah bewegt. Zudem kann er mit dem Modell interagieren und Zusatzinformationen abrufen.

Bei einem 3D-Drucker kann man zum Beispiel auf das Heizbett klicken und sich die Temperatur anzeigen lassen. Das Gleiche gilt für den Füllstand oder die Koordinaten des Druckkopfs. Visualisiert wird das Maschinenmodell auf einem beliebigen Endgerät wie einem Touchmonitor oder einem Smartphone. Außerdem ist es möglich, Informationen zu filtern und bedarfsgerecht anzuzeigen. Das Überschreiten von bestimmten Grenzwerten können mit Hilfe eines Alarms signalisiert und kommuniziert werden.

Maschinenfehler mobil aufnehmen und in der Cloud speichern

Ein weiterer digitaler Helfer ist Flexnote, eine Kombination aus mobiler Anwendung und Cloud-Anbindung. Sobald ein Mitarbeiter in der Produktion eine Schwachstelle wie eine Leckage oder ein fehlerhaftes Bauteil entdeckt, macht er mit seinem Smartphone oder Tablet ein Bild davon. Zusätzlich kann er den Fehler in der Aufnahme markieren, schriftlich oder mündlich eine Nachricht dazu verfassen und die Priorität festlegen. Da er sich zuvor mit dem Endgerät an der Maschine anmelden muss, wird auch deren Position exakt ermittelt. Anwender, Bild, Nachricht und Standpunkt werden gebündelt und automatisiert an den Maschinenverantwortlichen weitergegeben.

Seit 2017 kann Flexnote über den Konnektor ebenfalls auf Daten der Maschinensteuerung zugreifen und in der Notiz abspeichern. Da die Meldungen im IT-System hinterlegt sind, lassen sich Fehlerzusammenhänge über einen längeren Zeitraum hinweg noch präziser ermitteln und standortunabhängig Erfahrungen von einer Anlage auf eine andere übertragen.

Im Applikationszentrum Industrie 4.0 haben die Forscher die IT-Tools als Demonstratoren realisiert. Jetzt werden Industriepartner gesucht, die an einer Pilotimplementierung interessiert sind.

Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik
und Automatisierung IPA

www.ipa.fraunhofer.de

https://automationspraxis.industrie.de/industrie-40/IPA


Industrie 4.0 Serie des Fraunhofer IPA

Tipps und Trends aus Wissenschaft und Praxis: In einer exklusiven Serie beleuchten Experten des Fraunhofer IPA seit 2016 für die Automationspraxis verschiedene Aspekte der Megatrends Industrie 4.0 und Digitalisierung. Die bereits erschienenen Beiträge finden Sie unter:

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