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Energiesparen mit KI

Vernetzung und künstliche Intelligenz optimieren den Energieverbrauch
Energiesparen mit KI

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Karl-Heinz Land: „Keine Frage: Künstliche Intelligenz wird den Unternehmen helfen, den Energieverbrauch zu optimieren, die Stromkosten zu senken – und einen Beitrag zu leisten, um das Klima zu retten.“ Bild: Neuland_©Nathan Ishar
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Die Digitalisierung verschärft zwar zunächst die ökologische Krise. Dennoch ist sie der entscheidende Hebel, um die Energie- und Klimakatastrophe zu vermeiden. Insbesondere die künstliche Intelligenz eröffnet neue Möglichkeiten.

Autor: Karl-Heinz Land

Die Digitalisierung durchzieht als Matrixfunktion das Leben, die Wirtschaft und das gesellschaftliche Miteinander. Die digital optimierte und dicht vernetzte Welt wirft allerdings ein Problem auf: Durch ihren immensen Energiehunger forcieren die Systeme und Netze den Ausstoß klimaschädlicher Gase, bevor sie dazu beitragen, den Energieverbrauch drastisch zu senken.

Anders gesagt: Die Digitalisierung verschärft zunächst die ökologische Krise. Dennoch stellt sie den entscheidenden Hebel dar, um die Energie- und Klimakatastrophe zu vermeiden. Der Digitalphilosoph Luciano Floridi spricht in diesem Kontext von einem Gambit, einer Strategie im Schachspiel, bei der man einen Bauern opfert, um später einen Vorteil zu erreichen.

Denn das Potenzial der Digitalisierung, das Energie-dilemma zu lösen, ist enorm. Die Global e-Sustainability-Initiative geht in ihrer Studie Smarter2030 davon aus, dass die CO2-Emissionen durch den strategischen Einsatz der Informations- und Kommunikationstechnologien (ITK) bis zum Ende des kommenden Jahrzehnts um 20 Prozent und damit auf das Niveau von 2015 gesenkt werden könnten.

Für Unternehmen stellen sich damit zwei Aufgaben. Sie müssen die Frage beantworten, wie sie an dem Markt der globalen Energiewende teilhaben wollen. Smart Grids, das Internet der Dinge und durch die Blockchain organisierte, dezentrale Versorgungssysteme werden darin ebenso eine Rolle spielen wie der forcierte Ausbau erneuerbarer Energien. Gleichzeitig sind die Unternehmen aufgerufen, ihren eigenen Energieverbrauch immer weiter zu optimieren. Künstliche Intelligenz eröffnet dafür neue Möglichkeiten.

Google spart im Data Center

Google hat schon vor zwei Jahren begonnen, die Energieeffizienz seiner Datencenter mithilfe der KI seiner Schwesterfirma Deepmind zu verbessern. Die KI sorgte dafür, dass die Server nicht rund um die Uhr voll gekühlt werden, sondern nur gemäß ihrer zu erwartenden Auslastung. Dahinter steckt eine Analyse- und Prognoseleistung, die nur KI sichern kann. Allerdings setzte die KI lediglich von den Google-Experten vorgegebene Steuerungsroutinen in Gang.

Diesen menschlichen Faktor hat Google mittlerweile ausgeschaltet. Seit diesem Jahr optimiert die KI den Stromverbrauch der Datencenter voll automatisch, macht sich ihren eigenen Reim auf Auslastung, zu erwartenden Datenverkehr, Stromeinsatz, Kühlung und Wetter. Im Schnitt sei der Stromverbrauch der Google-Datencenter nach wenigen Monaten um 30 Prozent gesunken.


Zum Autor

Karl-Heinz Land ist Investor, Redner und Autor (neues Buch „Erde 5.0 – Die Zukunft provozieren“). In einer exklusiven Serie kommentiert er die Auswirkungen der digitalen Transformation.


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