Digital Leadership 2017: Lernbereitschaft lässt zu wünschen übrig

Digitalisierung: Top-Manager informieren sich zu wenig

Unter Vorständen und Geschäftsführern ist die Lernbereitschaft vergleichsweise höher: Der Studie zufolge investieren fünf Prozent von ihnen mehr als einen Tag pro Woche in das Thema Digitalisierung, 17 Prozent mindestens fünf Stunden und 40 Prozent zwei bis fünf Stunden. Bild: Rochus Mummert
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In vielen deutschen Führungsetagen fehlt es an Bereitschaft, sich mit der Digitalisierung auseinanderzusetzen. Das zeigt die Studie Digital Leadership 2017, die im Auftrag der Personalberatung Rochus Mummert mehr als 100 Top Manager aus deutschen Unternehmen befragt hat: Danach nehmen sich 51 Prozent der deutschen Top-Führungskräfte – während und außerhalb ihrer Arbeitszeit zusammengerechnet – höchstens zwei Stunden wöchentlich Zeit, um ihr eigenes Wissen und die Fähigkeiten ihres Unternehmens in Sachen Digitalisierung zu verbessern.

22 Prozent der Manager nehmen sich sogar weniger als eine Stunde wöchentlich dafür Zeit. Nur 15 Prozent der Manager pflegen das Thema mindestens fünf Stunden wöchentlich. „Die geringe Bereitschaft, sich on- oder off-the-Job mit der Digitalisierung auseinanderzusetzen, wird oft damit entschuldigt, dass der operative Alltag einem zu wenig zeitliche Spielräume lasse“, hat Peter Schoppe, Associate Partner bei Rochus Mummert, beobachtet. „Dabei müsste das Thema doch längst fester Bestandteil des Berufslebens einer Führungskraft sein. Denn nur wer ständig über Neuerungen in Sachen Digitalisierung und Industrie 4.0 auf dem Laufenden bleibt, kann auf die disruptiven Veränderungen der Märkte reagieren, sie nutzen oder sogar vorantreiben.“
Immerhin: Ganz oben, unter Vorständen und Geschäftsführern, ist die Lernbereitschaft vergleichsweise höher: Der Studie zufolge investieren fünf Prozent von ihnen mehr als einen Tag pro Woche in das Thema Digitalisierung, 17 Prozent mindestens fünf Stunden und 40 Prozent zwei bis fünf Stunden. Schoppe: „Die Studienergebnisse bestätigen den Eindruck aus der Praxis, dass die erste Ebene in den Unternehmen die Digitalisierung forciert – oder eben forcieren muss. Dennoch tut das Top Management insgesamt zu wenig. Seine Bereitschaft, sich auch außerhalb des Geschäftsalltags mit der digitalen Transformation zu beschäftigen, sollte daher dringend steigen.“
Ein weiterer Grund für den begrenzten Lerneinsatz vieler Manager könnte laut der Rochus-Mummert-Studie eine andere Selbstwahrnehmung in digitalen Belangen sein. Zählen sich doch zwei von drei Befragten bereits zu den Digital Leadern ihres Unternehmens. „Leider überschätzen nicht wenige Spitzenkräfte ihre digitalen Fähigkeiten, da sie sich meist nur mit ihren direkten Kollegen und Mitarbeitern vergleichen statt den Austausch außerhalb der eigenen Organisation zu suchen“, so Schoppe.
Seine Mahnung: „Die digitale Reise eines Unternehmens ist immer ein Führungsthema. Nur wer seiner Belegschaft die Begeisterung für die Digitalisierung und das Verlassen gewohnter Pfade vorlebt, wird letztlich den Funken auf die Mitarbeiter übertragen können.“ ↓
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