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Bosch Rexroths Ctrlx Automation überzeugt mit Offenheit

Ökosystem für die Automation wächst: Appstore mit Drittanbietern
Die Offenheit überzeugt

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Mit Ctrlx Automation hat Bosch Rexroth ein offenes Ökosystem für die Automatisierung geschaffen. Die Offenheit kommt an bei Partnern und Kunden.

Mit der Automatisierungsplattform Ctrlx Automation bieten wir durchgängige Offenheit. Neben eigenen Apps stellen wir nun auch eine breite Palette bestehender Anwendungen von Third-Party-Anbietern bereit“, erklärt Steffen Winkler, Vertriebsleiter der Business Unit Automation & Electrification Solutions bei Bosch Rexroth. Daneben können Anwender aber auch selbst erstellte Apps in die Plattform integrieren.

Die Apps lassen sich für Ctrlx Automation über den neuen Ctrlx App Store herunterladen und einstellen. „So können Kunden beispielsweise KI-Apps für Produktions- und Prozessverbesserungen herunterladen oder intelligente Softwareerweiterungen für Mechaniken wie Getriebe, Greif- und Spannsysteme nutzen.“

In einem halben Tag zur App

Zu den Partnern gehören etwa der Greiftechnikspezialist Schunk und der Antriebshersteller Wittenstein. Wittenstein Alpha nutzt Ctrlx Automation, um seine smarten Getriebe, bei denen ein integriertes Sensormodul für Industrie-4.0-Konnektivität sorgt, einfach in übergreifende Applikationen zu integrieren. „Knapp eineinhalb Wochen hat das Einbinden und Umlernen auf Linux gedauert. Bei künftigen Anbindungen rechnet Wittenstein nur noch mit ungefähr einem halben Tag Anbindungszeit“, so Winkler.

Plattform ausgebaut

Schunk nutzt Ctrlx Automation in seiner Technologie-Fabrik in Lauffen, wo man an neuen Entwicklungen zur Optimierung und Flexibilisierung von z. B. Greifprozessen arbeitet. Im ersten Schritt hat Schunk mit Ctrlx Automation eine Anwendung für einen flexiblen Greifprozess realisiert. Martin May, Head of Schunk Innovation Center, lobt die Offenheit: „Unsere Software haben wir über die vergangenen Jahre im eigenen Haus entwickelt und hierbei verschiedene Programmiersprachen eingesetzt, z. B. C, C++ und Python. Wir haben es in kurzer Zeit geschafft, das System prototypisch auf Ctrlx Automation zu portieren und dort zu testen.“

Neben dem Aufbau des Ökosystems samt App Store sowie einer Ctrlx Automation Community (zum Informationsaustausch) und dem Ctrlx Device Portal (für die Verwaltung von Steuerungen über mehrere Standorte hinweg) hat Bosch Rexroth seine Plattform auch funktional weiterentwickelt, etwa mit dem neuen I/O-Programm Ctrlx I/O sowie der Sicherheitslösung Ctrlx Safety. Die Automatisierungsplattform umfasst Soft- und Hardware-Komponenten für vollständige Automatisierungslösungen: Steuerungen, Antriebe, Industrie-PCs, IoT-Connectivity, Safety-Lösungen, I/O-Module und HMIs.

Winkler berichtet: „Als wir das System 2019 gelauncht haben, dachten wir noch, dass die Plattform den Kunden erst dann gefallen wird, wenn sie mit allen möglichen Features ausgestattet ist. Wir sind aber völlig vom Gegenteil überrascht worden. Bei den heute über 200 Kunden haben wir die Erfahrung gemacht: Sie wollen gar nicht jedes einzelne Feature. Sie wollen die Plattform sofort nutzen und selbst damit arbeiten.“ Das liege auch an einem Generationswechsel auf der Anwenderseite. „Junge Softwareentwickler erwarten, genauso zu arbeiten, und erstellen beispielsweise schnell mal selbst eine Motion-Funktion – zumal es einen Trend bei Anwendern gibt, sich stärker in puncto Software zu differenzieren.“

Robotik und Handling im Fokus

Aktuell beschäftigen sich bereits über 200 Kunden weltweit mit der Implementierung von Ctrlx Automation. Der Bereich Robotik und Handling gehört dabei zu den von Anfang an adressierten Marktsegmenten, berichtet Winkler, beispielsweise in Form von kartesischen Dreiachs- und Vierachs-Handlings. „Robotik und Handling ist für uns eine Querschnittsapplikation, weil es in der Werkzeugmaschine genauso stattfindet wie in der Verpackungs- oder Spritzgießmaschine. Darüber kommen wir mit Ctrlx Automation in verschiedenste Anwendungen“, so Winkler.

Um sich in Sachen Robotik gut aufzustellen, unterstützt Bosch Rexroth auch das quelloffene Robot Operating System ROS. „Und es gibt schon auch den ein oder anderen Partner, bei dem es um kollaborative Robotik geht“, verrät Winkler. Hier werde die Ctrlx Core (also die leistungsfähige Multicore-CPU, auf der alle Anwendungen und Funktionen laufen) ganz ohne eigenes Gehäuse direkt in den Roboter eingebaut.

Bosch Rexroth AG

www.boschrexroth.de


Bild: Schunk

Flexibler Greifer sendet Daten

Schunk hat mit Ctrlx Automation eine Anwendung für einen flexiblen Greifprozess realisiert. Dr. Martin May, Head of Schunk Innovation Center: „Flexibel bedeutet für uns: nicht nur Öffnen und Schließen, sondern dass wir zwischen verschiedenen Greifmechanismen eine Bahn berechnen, wohin sich die Greiferfinger bewegen müssen – zum Beispiel für komplexe Bauteile mit verschiedenen Greifpunkten. Ctrlx Automation bietet mit ihrer Steuerungssoftware die Möglichkeit, auch solche komplexen Systeme anzusteuern.“

Die Daten des Greifers, der auf einem mobilen Roboter befestigt ist, werden hierbei erfasst und an eine Cloud-Plattform weitergeleitet. Die Steuerung, Visualisierung und Bedienung des Greifers erfolgt über Ctrlx Core. Die Software-Komponente Ctrlx PLC ermöglicht die schnelle Ansteuerung der Greifer und Ctrlx IOT sorgt für die notwendige Konnektivität bzw. die schnelle Anbindung an das Cloud-System, in diesem Fall das Bosch Nexeed Industrial Application System. Für die Bilderkennung soll weiterhin ROS (Open-Source Robotik-Software) auf der Ctrlx CORE als App verwendet werden.

Martin May lobt: „Ein zentraler Vorteil liegt darin, dass mehrere Funktionen in einem Gerät vereint werden können, u. a. SPS, IoT Gateway und eine Bilderkennung. Alle benötigten Funktionalitäten sind sehr praktisch in Form von Apps integriert. Auch Systemerweiterungen können einfach eingebunden werden.“


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