Goldgrube Brownfield: Datenanalysesystem einfach nachrüsten

Box sammelt Daten von Bestandsmaschinen

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Mit der Orange Box von B&R kann Continental auch Datenschätze von Bestandsmaschinen heben. In Minuten nachgerüstet, verschafft das Datenanalyse-System einen Überblick über wichtige Kennzahlen.

„Bisher lag der Fokus der Betriebsdatenerfassung vor allem auf der Erfassung und Auswertung der produktbezogenen Auftrags- und Materialdaten und zwar unabhängig vom Automatisierungsgrad einer Fertigungsanlage“, sagt Manuel Krebs, Leiter der Abteilung Central Control & Production IT Systems im Geschäftsbereich Vehicle Dynamics von Continental. „Mit den ständig wachsenden technischen Möglichkeiten der Datenanbindung moderner Steuerungssysteme ist es möglich, den Fokus deutlich weiter zu fassen und wesentlich schneller und zielgerichteter auf Anlagenstillstände oder andere Einschränkungen der Verfügbarkeit zu reagieren.“

Nur: Ältere Anlagen verfügen in der Regel nicht über die technischen Voraussetzungen, um ausreichend Daten ohne Eingriff in die Anlagensoftware zu sammeln und auszuwerten. Sollen Bestandsanlagen noch längere Zeit weiterproduzieren, ist diese Lücke auf Dauer nicht hinnehmbar. Mit der Orange Box lässt sich dieses Problem einfach und mit minimalem Aufwand lösen. Dies zeigt das Beispiel einer Bestandsanlage von Continental Teves, auf der am Stammsitz in Hannover seit vielen Jahren Luftfederbälge für Automotive-Anwendungen hergestellt werden.

Die Randbedingungen waren klar: Erstens musste die Anlage unangetastet bleiben. Zweitens durfte während der Installation und Inbetriebnahme der Orange Box die Produktion nicht unterbrochen werden. Drittens musste der Aufwand für vorbereitende Arbeiten und Schulungen bei Continental auf ein Minimum beschränkt sein. Alle drei Bedingungen erfüllte die Orange Box problemlos.

Drei Möglichkeiten

Für die Kommunikation der Bestandsanlage mit der Orange Box sind drei Möglichkeiten vorgesehen: Zum einen kann eine Feldbus-Schnittstelle verwendet werden, falls die Anlagensteuerung über eine solche verfügt. Es stehen Datenschnittstellen zu allen üblichen Steuerungen bereit.

Wird die Steuerung nicht direkt unterstützt oder besitzt die Anlage keine Feldbus-Schnittstelle, kann die Orange Box vorhandene I/O-Hardware nutzen. Kommt auch dies nicht in Frage, können die Daten über eine Parallelverdrahtung und zusätzliche Sensoren aus der Anlage extrahiert werden. Da die Produktionsanlage bei Continental über eine modernere Liniensteuerung verfügte, die von der Orange Box unterstützt wird, wählten die Verantwortlichen die besonders einfache Anbindungsvariante über die vorhandene Feldbus-Schnittstelle.

Nach dem Einbau der Orange Box im Schaltschrank wurde das System bei laufender Produktion im Juli 2017 live geschaltet. Bereits wenige Minuten später konnten die ersten Daten abgerufen werden. „Auf unserer Seite beschränkten sich die Vorarbeiten auf die Selektion der Datenpunkte, an denen wir interessiert sind“, sagt Krebs. „Die Verdichtung und Analyse der Daten übernimmt die Software.“

Konfiguration, Auswertung und Visualisierung der Daten sind mit der Bedienoberfläche der Orange Box denkbar einfach. Ganz ohne Programmieren lassen sich zum Beispiel die einzelnen Datenpunkte über eine grafische Zuweisung verknüpfen und Grafiken zu OEE und anderen KPIs erzeugen. „Konfigurieren und nicht Programmieren – das macht die Orange Box aus“, bestätigt Krebs.

Möglich ist das, weil die Bedienoberfläche der Orange Box mit Mapp View erstellt wurde. Dieser Baustein setzt zu 100 % auf Web-Standards und erlaubt nicht nur eine optimale Anzeige via Browser, sondern auch die Umsetzung von Smartphone-ähnlichen Bedienkonzepten: Ein Einstiegsbildschirm erlaubt über Symbole einen schnellen Zugriff auf die wichtigsten Funktionen. Darunter findet sich eine Dashbord-Darstellung der wichtigsten Effizienzkennwerte.

Schnelle OEE Daten

Mit Hilfe des ständig erweiterten Portfolios an Mapp-Bausteinen können sich Anwender mit minimalem Engineering-Aufwand den Funktionsumfang modular erweitern. Zum Beispiel können sich Anlagenbetreiber mit Mapp Tweet, Alarme oder andere wichtige Meldungen an ihr Smartphone senden lassen oder mittels Mapp Data Daten an übergeordnete Speichersysteme via OPC UA übermitteln und auf diese Weise Back-ups erzeugen.

Bei Continental stand bei der Einführung der Orange Box der Zugriff auf die Faktoren im Fokus, die die Verfügbarkeit der Produktionsanlage maßgeblich beeinflussen. Dazu zählen insbesondere die ungeplanten Stillstände der Anlage. „Die Orange Box liefert OEE-Kenndaten schnell und unkompliziert“, so Krebs. „Genauso, wie wir uns das vorgestellt haben.“

B&R Industrie-Elektronik GmbH

www.br-automation.com


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