Kennzeichnungstechnik als Wegbereiter der vierten industriellen Revolution Auto-ID für dieintelligente Fabrik

Kennzeichnungstechnik als Wegbereiter der vierten industriellen Revolution

Auto-ID für dieintelligente Fabrik

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Ziel der Industrie 4.0 ist Losgröße 1 zu Bedingungen und Kosten der Massenproduktion. Technologischer Wegbereiter dafür ist die Kennzeichnungstechnik in all ihren Varianten.

In der intelligenten Fabrik sind alle Einheiten einschließlich der Produkte jederzeit adressierbar und identifizierbar, sind miteinander verbunden, stimmen sich miteinander ab und lernen voneinander. Daten über physische Objekte sind in Echtzeit verfügbar. Alles ist durchgängig rückverfolgbar und transparent.

Basis dafür sind entsprechende Kennzeichnungstechnologien. Mit deren Hilfe lassen sich Produkte individualisieren, Informationen speichern, Prozesse dokumentieren und sogar Maschinen steuern. Damit wird die Kennzeichnungstechnik zum technologischen Wegbereiter für Industrie 4.0. Alle verfügbaren Datenträger werden hierfür eingesetzt: Barcodes, Dotcodes (Datamatrix, QR-Code) und die RFID-Technik haben jeweils ihre eigene Berechtigung. Die Wahl der richtigen Technik ergibt sich aus der Anwendung.

Identifizierbar und rückverfolgbar

Neben der Personalisierung von Produkten ermöglicht Kennzeichnung auch die Selbstkonfiguration und Selbstoptimierung der Produktion. Das Produkt identifiziert sich und sorgt so für die richtige Konfiguration der Verarbeitungsmaschine. Wie bei einem Müsli-Hersteller: Dessen Kunden geben online ihre aus 80 Zutaten selbst kreierte Müsli-Mischung in Auftrag. Bei der Zusammenstellung der Müslis helfen individuelle Datamatrix-Codes, die zu Beginn auf die Müslidosen gedruckt werden. An jeder einzelnen Füllstation wird dieser Code ausgelesen. Die Maschine füllt daraufhin genau die Zutaten-Menge ein, die die Kunden zuvor bestimmt haben.

Und auch im Automobil-Bereich steuert Kennzeichnung die Produktionsanlagen. Der Automobilzulieferer Rehau nutzt dafür RFID-Technik: Hier erhält jeder Stoßfänger zu Beginn der Produktion ein RFID-Etikett mit einer eindeutigen Teile-Nummer. Bei jedem Produktionsschritt werden die Daten auf dem Produkt ausgelesen, mit dem ERP-System abgeglichen und anschließend aktualisiert. Das Etikett steuert so den gesamten Prozess – von der Herstellung über die Lackierung bis hin zur Qualitätskontrolle und dem Versand. Da gleichzeitig alles dokumentiert wird, ist zudem später bei fehlerhaften Teilen eine Rückverfolgung bis zur ersten Produktionsstufe möglich.

Kennzeichnung hilft aber auch im Kampf gegen Fälscher: Die Pharmaindustrie muss gemäß EU-Verordnung 2016/161 ab 2019 verschreibungspflichtige Arzneimittel mit einem serialisierten Datamatrix-Code kennzeichnen. Und auch in der Medizintechnik-Branche schreibt die EU-Verordnung 2017/745 vor, dass jedes Produkt eindeutig gekennzeichnet sein muss, damit es identifiziert und zurückverfolgt werden kann. Der europäische Verband der Kfz-Zulieferanten Clepa verfolgt mit dem System MAPP („Manufacturers against Product Piracy“) einen ähnlichen Ansatz.

Schwachstellen aufzeigen

Aber wie kommen Barcode, Datamatrix-Code und RFID-Etikett auf die Produkte? Hierfür gibt es Kennzeichnungssysteme wie Laser, Thermotransfer-Direkt-drucker, Tintenstrahldrucker oder Etikettendrucker und -spender. Die direkte Anbindung der Anlagen an ERP-Systeme garantiert, dass die Produkte korrekt gekennzeichnet werden.

Da die Kennzeichnungssysteme meist an neuralgischen Punkten der Produktion sitzen, haben sie einen Zusatznutzen: Sie können Schwachstellen und Potenziale in der Produktion aufzeigen und so den Fertigungsprozess verbessern. Programme wie Bluhmware Cockpit erstellen detaillierte Analysen der Rüstvorgänge, des Produktionsablaufs und der Ausschusszahlen und liefern damit wichtige Ansätze zur Verbesserung der Anlagen-Leistung. Frühwarnsysteme melden via SMS oder E-Mail unvorhergesehene Ereignisse in der Produktion.

Bluhm Systeme GmbH

www.bluhmsysteme.com



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