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Robot-Start-up Coboworx gibt Gas mit 4,5 Mio. Seed-Finanzierung für eigene Roboter und Online-Plattform

Robotik für den Mittelstand
Robot-Start-up Coboworx gibt Gas mit 4,5 Mio. Seed-Finanzierung für eigene Roboter und Online-Plattform

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Das Coboworx-Gründerteam bringt über 100 Jahre Erfahrung aus der Robotik mit und entwickelt prozessfertige Roboterlösungen für KMUs. Bild: Coboworx
Das Start-up Coboworx um Robotik-Pioniere wie Olaf Gehrels sammelt in einer Seed-Finanzierungsrunde 4,5 Millionen Euro ein. Coboworx will damit seine eigene neue Cobot- und Robotertechnik für den Einsatz bei kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMUs) weiterentwickeln und seine einfach nutzbare Online-Plattform vorantreiben.

„Mit dem Investment von Picus, Team Global und Paua Ventures bekräftigen wir unsere Entschlossenheit, mit unserem einzigartigen Roboter-Ökosystem die Produktionsprozesse in KMU für immer zu verändern. Denn wir machen Robotik bezahlbar und easy to use,” sagt Olaf Gehrels, Co-Founder von Coboworx. „Wir sind begeistert, dass wir eine so erfahrene Investorengruppe von uns überzeugen konnten.” Denn investiert haben neben Picus Capital, Team Global und dem bestehenden Investor Paua Ventures auch eine Reihe prominenter Business Angels wie Florian Huber (united-domains.de, neubaukompass.de), Robert Maier (Ladenzeile.de), Rubin Ritter (Zalando), Florian Seubert (Zooplus.de, Zalando.de), Christian Vollmann (Nebenan.de) und Michael Wax (Forto.de).

Von der Beratung zu eigenen Robotern

Coboworx wurde 2019 in Osann-Monzel von einem Experten-Quartett gegründet, in dem sich zusammen mehr als 100 Jahre Erfahrung aus der Roboterindustrie konzentrieren. Ihre Vision: Robotik für alle Unternehmen zu einem attraktiven und profitablen Tool in der Produktion zu machen. Klaus Wagner (Matheus Service GmbH und ehemals Fanuc), Georg Matheus (Matheus Industrie-Automation GmbH), Olaf Gehrels (ehemals Midea und Fanuc) und Ralf Zeisberger (ehemals Fanuc) bieten mit Coboworx prozessfertige Roboterzellen als Plug-and-Play-Lösungen für Mittelständler an.

Coboworx startete ursprünglich als Plattform zur Beratung mittelständischer Unternehmen und bildet gleichzeitig ein Netzwerk von Partnern, die zum Thema Cobots etwas beitragen können. Schon bald nach dem Start ergänzte Coboworx sein Geschäftsmodell um ein weiteres Standbein und ist nun dabei, eigene Roboter zu entwickeln. Gerade im Entstehen ist eine Palettierlösung, die flexibel in bestehende Intralogistikabläufe integriert werden kann. Ein eigenes Cobot-Modell ist konzeptionell fertig und wird den nächsten Schritt bedeuten. Das Team hat neben der Hardware auch die Software-Plattform entwickelt, die auch Spielräume für externe Software-Entwickler lässt und in einen App-Store für die moderne Robotik münden wird.

Online-Plattform mit Chat-Bot und ROI-Rechner

Die Coboworx Online-Plattform bietet noch ein weiteres neues Feature, mit dem Nutzer für ihr Automatisierungspotenzial einfach und schnell zu einem Ergebnis kommen – den Coboworx Chatbot. Dabei werden Mechanismen und standardisierte Eingabemasken genutzt, die beispielsweise aus dem Alltag bei der Nutzung Sozialer Medien bekannt sind. Der Vorgang ist nicht schwerer als ein Video per Whatsapp zu verschicken.

Ein Interessent gibt die Eckdaten der zu automatisierenden Aufgabe ein, beschreibt seine Aufgabenstellung in eigenen Worten und schickt zusätzliche Fotos oder Videos von der bisherigen Lösung an den Coboworx Wizzard. Eine solche Anfrage kann rund um die Uhr gestellt werden, da der erste Kontakt über den Chatbot läuft. Man ist also nicht auf die Anwesenheit eines Ansprechpartners oder feste Bürozeiten angewiesen.

Zusätzlich hat Coboworx einen ROI-Rechner entwickelt, mit dessen Hilfe ein Interessent prüfen kann, in welchem Zeitraum sich eine Investition in eine Roboterautomation rechnet. Olaf Gehrels: „Es gehört zu unserem grundsätzlichen Ansatz, dass wir unseren Kunden ein sehr transparentes Angebot machen und ihn auch einbeziehen. Wir geben ihm die Chance, auch Nein zu sagen.“

Robotik-Industrie im Umbruch

Hohe Preise, aufwändige Programmierung und lange Realisierungszeiten haben bislang eine größere Verbreitung von Robotern in kleinen- und mittelständischen Unternehmen verhindert. „KMU sind das Rückgrat unserer Wirtschaft – aufgrund der komplexen Integration in Bestandssysteme und der hohen Kosten, ist die Robotik für sie bisher allerdings weitestgehend unzugänglich gewesen. Die Automatisierung für KMU einfach und rentabel zu gestalten, wird aus unserer Sicht der Robotik Industrie entscheidend zum Wachstum verhelfen”, sagt Georg Stockinger, Partner bei Paua Ventures.

Das Coboworx-Team befindet sich für Georg Stockinger in einer idealen Position, um hierbei eine führende Rolle einzunehmen, da das Team langjährige Erfahrung gepaart mit komplementären Fähigkeiten auf sich vereint

Erstens bringen sie umfangreiche Erfahrungen aus vorherigen Führungspositionen bei weltweit führenden Roboterherstellern, wie Fanuc, und führenden Systemintegratoren, wie Matheus, mit.

Zweitens verfügen sie über Know-how in Bezug auf moderne Software und Vermarktungsansätze, da sie als enge Berater einem der wachstumsstärksten Robotik-Startups in Europa (Wandelbots) zur Seite stehen.

Auch Google, Amazon und Tesla in der Robotik aktiv

Hinzu kommt: Die Covid-19-Pandemie hat globale Lieferketten vielerorts unterbrochen und in vielen KMU Diskussionen über „Reshoring“, also die Rückholung der Produktion ins eigene Land, angeheizt. Der Druck zu automatisieren rührt darüber hinaus ebenso vom gleichbleibend hohen Fachkräftemangel – vor allem in der verarbeitenden Industrie. Dass der Robotikmarkt im Aufbruch ist und in neue Dimensionen vorstoßen wird, zeigt auch das Engagement von Google, Amazon und Tesla, die eigene Roboterpläne vorantreiben.

Ein Blick auf die Zahlen der International Federation of Robotics (IFR) zeigt, dass der Robotermarkt weltweit boomt: Bis 2050 sollen mehr als 50 Millionen Roboter installiert sein, ausgehend von der heutigen Basis von global 2,7 Millionen Einheiten. Zudem rechnet die IFR bei den kollaborativen Robotern mit einem jährlichen zweistelligen Wachstum.

Hardware ist die Basis: Ohne iPhone kein App Store

Coboworx hat bereits innerhalb kürzester Zeit eine Reihe von bekannten Mittelständlern von ihrer Plattform überzeugen können. Das Gründerteam hat von Beginn an Hardware und Software-Entwicklung zusammengebracht und eine Hardware-Plattform mitsamt Steuerungsmodulen entwickelt, die über ein modernes und offenes Systemdesign verfügt. „Aus unserer Sicht kann ein modernes Software-Ökosystem, sei es noch so gut, allein niemals dermaßen erfolgreich werden, wie mit einem passenden Hardware-Fundament“, erklärt Olaf Gehrels. „Das wäre so, als würde es den App Store geben, aber kein iPhone.”

„Genau dieser End-to-End-Ansatz, der es KMU mit geringem Aufwand erlaubt, ihren Industriebetrieb mit Hilfe einer innovativen Roboter-Plattform zu automatisieren, und die tiefe Robotik Expertise der Gründer hat uns schnell davon überzeugt, dass sich Coboworx als führender Tech-Akteur in einem stark wachsenden Markt behaupten wird“, sagt Robin Godenrath, Geschäftsführer und Partner bei Picus Capital. „Wir freuen uns sehr, mit Coboworx unser erstes Robotik-Investment zu tätigen.”

„Coboworx bringt Robotik und industrielle Automatisierung ins Internet-Zeitalter. Sie verbinden Hardware, Software und Services zu einem einzigartigen Roboter-Ökosystem. Wir sind überzeugt davon, dass die erfahrenen Gründer das riesige Potential realisieren werden. Gemeinsam wollen wir ein großes unabhängiges Unternehmen schaffen”, sagt Lukasz Gadowski, Gründer und CEO von Team Global.

Coboworx GmbH

Forstweg 1

54518 Osann-Monzel

Mai: info@Coboworx.com

www.coboworx.com


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