Bildverarbeitungsmodule inspizieren diverse Merkmale von Etiketten

Labelkontrolle bei 350 Metern pro Minute

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Um Etiketten oder andere bedruckte Bahnwaren bei Geschwindigkeiten von bis zu 350 Metern pro Minute zu inspizieren, nutzt der Maschinenbauer AB Graphic Bildverarbeitung von Stemmer Imaging.

Die Hauptaufgabe der Omega SRI Etiketten-Verarbeitungssysteme besteht darin, die ankommenden Stränge zu schneiden und auf einzelne Rollen umzuwickeln. Je nach Kundenanforderung könne man die Basisfunktionalität des Umwickelns aber auch um diverse Funktionen erweitern, sagt Ralf Wirtz, Vertriebsleiter der britischen Firmengruppe AB Graphic International. Dazu gehört die Integration von Druckern ebenso wie ergänzende Bildverarbeitungsmodule zur Inspektion der Etiketten.

Diese Fleyevision-Bildverarbeitungsmodule sind das Spezialgebiet der deutschen AB Graphic-Niederlassung in Baesweiler bei Aachen. „Schätzungsweise 80 Prozent der hier bei uns gefertigten Etikettenanlagen werden mit einem oder sogar zwei Bildverarbeitungsmodulen ausgestattet. Für in Großbritannien produzierte Maschinen mit Vision-System bereiten wir die Bildverarbeitungsmodule hier vor und schicken sie unseren britischen Kollegen zum Einbau.“

Um die Qualität jedes einzelnen Etiketts sicherzustellen, werden während des Verarbeitungsprozesses diverse Merkmale der Etiketten überprüft, unter anderem Spleißstellen, Matrixreste, Etikettenbeschädigungen, Farbreste und Verunreinigungen. „Ganz gleich, ob ein Kunde die Qualität von Grafiken, Texten, Barcodes oder Farben sicherstellen oder variable Daten auf ihre Richtigkeit überprüfen will: Mit Fleyevision haben wir für jede Aufgabe die richtige Lösung“, verweist Wirtz auf eine Vielzahl an modularen Erweiterungsmöglichkeiten für das Fleyevision-System.

Sensorlose Erkennung

Einen Großteil der Bildverarbeitungshardware (Kameras, Bilderfassungskarten, Optiken, Beleuchtungen und Kabel) bezieht AB Graphic schon seit 2004 von Stemmer Imaging. Diese Zusammenarbeit hat inzwischen zu über 1000 realisierten Bildverarbeitungssystemen geführt. Besonders wertvoll ist für Wirtz die Unterstützung durch den Support der Puchheimer, der bei der neuesten Fleyevision-Anlagengeneration dazu beigetragen hat, die Erkennung der Etiketten sensorlos, also ohne zusätzlichen Trigger zu realisieren. „Diese Funktion vereinfacht und beschleunigt die Einrichtung neuer Etiketten insbesondere bei höheren Bandbreiten, macht mechanische Anpassungen unnötig und erlaubt das automatische Antrainieren neuer Etiketten innerhalb weniger Minuten.“

Entwickelt wurde die sensorlose Erkennung in enger Zusammenarbeit auf Basis des FPGA-Entwicklungstools Visual Applets von Silicon Software. Diese verarbeitet die Bilder der eingesetzten Zeilenkameras. „Die Anforderungen an Geschwindigkeit, Auflösung und damit auch Datendurchsatz sind bei der Etikettenkontrolle sehr hoch. Mit Zeilenkameras können wir sämtliche Varianten abdecken, die wir unseren Kunden als Option anbieten“, betont Wirtz.

Die Auswahl reicht dabei von Anlagen mit Zeilenkameras mit 1k-Auflösung über 2k-Varianten bis hin zu Modellen mit 8k-Auflösung in monochrom oder Farbe. Je nach Breite des zu inspizierenden Bandes sind damit Geschwindigkeiten bis 350 Meter pro Minute und die Erkennung von Fehlern bis hinunter auf 0,02 mm² Größe möglich.

Hilfe bei der Auslegung

Als Option können auch zwei Kamerasysteme in den Fleyevision-Anlagen zum Einsatz kommen, um entweder die Vorder- und Rückseiten von Etikettenbändern zu prüfen, oder um bei großen Bandbreiten die Auflösung zu steigern. Auch hier werden die Daten beider Kameras nur von einem einzigen Silicon Software-Frame Grabber erfasst und verarbeitet.

Komplettiert werden die Bildverarbeitungssysteme durch geeignete Zeilenbeleuchtungen, die bei der Inspektion von Folien auch als UV-Beleuchtungen ausgeführt sein können, sowie die passenden Optiken und Kabel. Die Bediensoftware, die eine schnelle automatische oder bei Bedarf manuelle Einrichtung neuer Labels ermöglicht und die Ergebnisse der Bildverarbeitung darstellt, hat AB Graphic selbst entwickelt.

„Bei der Systemauslegung und der Auswahl der Bildverarbeitungskomponenten für diese anspruchsvolle Aufgabe unterstützt uns Stemmer Imaging hervorragend“, lobt Wirtz. „Dass wir die vorgeschlagenen Komponenten für neue Varianten testen und uns so davon überzeugen können, dass ein System wirklich funktioniert, halte ich für extrem hilfreich.“

Stemmer Imaging AG

www.stemmer-imaging.de; Vision Halle 1, Stand 1E52



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