Bearbeitungszentrum mit Roboterbeladung und FTS-Teilelogistik

Werkzeugmaschine flexibel automatisiert

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Für eine automatisierte, aber hoch flexible Fertigung kombiniert die FFG-Marke MAG ihre Bearbeitungszentren mit FTS-Logistikautomation, Roboterbeladung und automatischem Werkzeugwechsel.

„Unsere Kunden können bedienerlos zum einen hochproduktiv Bauteile in Serien produzieren, zum anderen aber auch äußerst flexibel Einzelstücke fertigen und somit besonders wirtschaftlich arbeiten“, betont Gerald Mies, President Milling & Factory Automation. Denn je nach Auftragssituation produziert die Anlage in schneller Folge gleiche Bauteile in Serien oder – dank automatisierter Umrüstvorgänge – Einzelstücke wechselnder Werkstücke. Dies gelingt über viele Stunden völlig ohne Bediener. Fertigungsbetriebe können also Nacht- und Wochenendschichten als sogenannte Geisterschichten produktiv nutzen.

Dafür sorgt die ausgeklügelte Kombination aus einem Bearbeitungszentrum Specht 600 mit Palettenwechsler von MAG, einem hängend an einem Portal angeordneten Industrieroboter von Kuka, einem Greiferwechsel- und einem Vero-S Nullpunktspannsystem von Schunk, ein fahrerloses Transportsystem (FTS) KMP1500 von Kuka sowie einer Cloud-fähigen Sinumerik-Steuerung von Siemens (mit Integration der Robotersteuerung in die CNC-Steuerung).

Vorteilhaft ist, dass die modular aufgebaute Anlage auf die Produktionsflächen abgestimmt und bei Bedarf sogar in unterschiedlichen Konstellationen erneut aufgebaut werden kann. Außerdem können zusätzliche Bearbeitungsschritte, wie Entgraten, Reinigen und Konservieren, oder Mess- und Prüfstationen zur Qualitätssicherung in den Arbeitsbereich des Roboters integriert werden.

FTS bringt die Rohlinge

Wie funktioniert nun die Anlage? Ein FTS, das sich autonom im Raum bewegt, bringt die Rohlinge in den Arbeitsraum des Roboters. Kameras erkennen die Bauteile und deren Lage, damit der Roboter sie sicher und lagerichtig greift. Letzterer wählt passende Greifer und be- und entlädt anschließend die Paletten auf dem Wechseltisch des Bearbeitungszentrums.

Der automatische Greiferwechsel ermöglicht zudem, mit dem Roboter beispielsweise Werkzeuge aus einem externen Magazin in das Magazin des Bearbeitungszentrums einzuwechseln – optional auch Blaseinrichtungen zum Reinigen von Vorrichtungen und Werkstücken. Das trägt dazu bei, dass das Fertigungssystem über viele Stunden auch unterschiedlichste Bauteile als Einzelstücke völlig bedienerlos fertigen kann.

Gesteuert wird die Fertigungsanlage von einer CNC-Steuerung Sinumerik. Diese kann Daten mit einer Cloud kommunizieren. Besonders komfortabel ist, dass – dank der Software Runmyrobot – die Arbeitsbewegungen des Roboters direkt am Bearbeitungszentrum programmiert werden. Ermöglicht wird diese Integration durch die Kommunikationsschnittstelle Kuka PLC mx-Automation. Die Kommunikation mit dem KMP1500 läuft drahtlos. In den Fleetmanager können jederzeit weitere FTS eingebunden werden.

3D-Simulation prüft Prozesse vorab

Für höchste Prozesssicherheit sorgt die integrierte 3D-Simulation in Verbindung mit einem digitalen Zwilling der Anlage. Somit lassen sich sämtliche Produktionsabläufe vorab programmieren und prüfen. Dies betrifft zum einen die Funktionen von Bearbeitungszentrum, Roboter sowie wahlweise integrierten Nachbearbeitungen sowie Mess- und Prüfstationen. Zum anderen können aber auch die wirtschaftlichen Daten zur geforderten Produktivität und zur Verfügbarkeit vor der physischen Inbetriebnahme getestet und verifiziert werden. Das verkürzt erheblich die Zeiten von der Planung dieser automatisierten Fertigungsanlagen bis zum Produktionsanlauf.

FFG Europe & Americas

www.ffg-werke.com



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