Tonnenschweres Handhaben von Stahlhülsen: Fahrachse steigert Roboter-Aktionsradius

Schwerlastroboter wird beweglich dank Achse

Fanuc-Schwerlastroboter M-2000iA montiert auf Fahrachse von IPR. Bild: IPR
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Ein Aluminiumhersteller bewegt seine schweren Stahlhülsen mit einem Schwergewichtsroboter von Fanuc. Eine extrem belastbare Verfahrachse von IPR steigert dessen Reichweite.

Er ist einer der stärksten seiner Art: Der M-2000iA wiegt knapp 9 Tonnen und hantiert Lasten bis 1,3 Tonnen an seinem bis zu vier Meter ausgestreckten Arm. Als zentraler Bestandteil einer automatisierten Beladelösung ist er bei einem Hersteller von Aluminium-Grundprodukten im Einsatz. Gabelstapler stellen Stahlhülsen auf speziellen Transportwagen bereit, die vom Roboter auf Haspeln gestülpt und im Anschluss zu lieferfertigen Aluminiumcoils gewickelt werden.

Das hat aufgrund der enormen Gewichte bis zu 1000 kg sowie unterschiedlichen Durchmessern bis zu 650 mm durchaus seine Tücken. Noch bis vor kurzem erledigte diesen Job ein Mitarbeiter mit einem Hebekran. Rund 4 bis 5 Minuten nahm der Beladevorgang pro Hülse in Anspruch, das Unternehmen erkannte hier ein erhebliches Optimierungspotenzial.
Der Systemintegrator BS-Automatisierung erhielt daher den Auftrag, eine sowohl wirtschaftliche wie einfach handhabbare Robotiklösung zu entwickeln. Mittels einer magnetischen Greifeinheit sollte der Roboter sämtliche Formate handhaben können. Darüber hinaus, so die Anforderung, musste der Roboter mit den je nach Größe und Gewicht unterschiedlich gestapelten Hülsen zurechtkommen. Zusätzlich musste hierfür ein sehr genaues System zum Vermessen der Hülsen integriert werden.
Dennoch wurde deutlich, dass in einigen Fällen der Schwergewichtsroboter an seine Grenzen stoßen könnte. Um sämtliche definierten Lastfälle hantieren zu können, mussten sich die Projektpartner entscheiden, ob in bestimmten Fällen weniger Hülsen auf den Wagen gestapelt, ein noch größerer Roboter oder gar eine weitere Automatisierungseinheit vorgesehen werden sollte. Letzteres schied aus Platzgründen aus.
BS-Automatisierung fand einen Ausweg: Reicht der Arm des Roboters nicht bis an den gewünschten Ort, muss eben der Roboter insgesamt bewegt werden. „IPR war uns als Hersteller robuster Fahrachsen bereits ein Begriff“, sagt Corrado Coin, Vertrieb und Projektierung beim Systemintegrator aus Rosenfeld. „Nach einer ersten Konsultation haben wir die Kollegen mit ins Boot geholt.“
Die Verfahrachsen der Roboterperipherie-Spezialisten sind modular aufgebaut. Das Grundmodul misst zwei Meter mit einem Verfahrweg von einem Meter. Der Roboter kann entlang der Fahrachse eine beliebige Zahl unterschiedlicher Stationen anfahren. Führungsleisten, formschlüssige Verbindungen und Laufwagen mit Rollenführung garantieren einen präzisen Lauf. Die Geschwindigkeit des Laufwagens erreicht 3 m/sec, die Beschleunigung beträgt bis zu 4 m/sec.
Um Schwergewichte von bis zu 10 Tonnen bewegen und die Lastmomente zuverlässig beherrschen zu können, kommt in der Beladestation des Aluminiumherstellers die extrem belastbare Fahrachse IP 400 RA mit einem speziellen Profilschienen-/Rollenumlaufsystem zum Einsatz. „Diese erhöht den Aktionsraum der Beladestation um 1750 Millimeter. Damit können sämtliche Last- und Lageoptionen bei der Materialzuführung zuverlässig und sicher realisiert werden“, sagt Peter Jaeschke, Vertriebsleiter bei IPR.
Von der ersten Projektanfrage bis zur finalen Inbetriebnahme der automatisierten Beladestation verging ein dreiviertel Jahr. „Will man als hoch spezialisiertes, aber eher kleines Unternehmen derartige Projekte stemmen, ist man auf zuverlässige Partner mit entsprechendem Knowhow mit einem hochwertigen Produkt- und Leistungsportfolio angewiesen“, so Coins Fazit. „Mit IPR verlief die Zusammenarbeit auf Augenhöhe, zielorientiert und reibungslos.“ ↓
IPR-Intelligente Peripherien für Roboter GmbH
www.iprworldwide.com; Motek Halle 5, Stand 5320


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