Roboter-Anlage produziert Schließsysteme

Schlüsselrolle beim Messing-Schleifen

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Für die Bearbeitung von Profilzylindern und Hangschlössern aus Messing entwickelte SHL eine maßgeschneiderte Roboter-Schleifanlage, die die Durchlaufzeit von einer Woche auf einen Tag verkürzt.

Der Sicherheitstechnik-Hersteller EVVA fertigt zwei Millionen Sicherheitszylinder und 600 Millionen Einzelteile pro Jahr. Dabei steigen die Kundenanforderungen deutlich. „Die Ansprüche an die Qualität sind enorm gewachsen. Unsere Schließsysteme müssen absolut zuverlässig sein und ein makelloses Erscheinungsbild aufweisen. Dies bedeutet, dass wir sehr gute Oberflächen benötigen“, schildert Rudi Reidl, Abteilungsleiter Oberflächentechnik.

Das Schleifen von Profilzylindern und Hangschlössern bereitete ihm dabei Kopfzerbrechen. Die Werkstücke wurden von Hand in diversen Arbeitsschritten an unterschiedlichen Maschinen bearbeitet. „Das hat zu lange gedauert, und mit der Oberflächenqualität waren wir nicht immer zufrieden“, sagt Reidl. Eine automatisierte Lösung sollte Abhilfe schaffen.

Im Rahmen ihrer Recherche stießen die Wiener schon bald auf SHL in Böttingen. Die Spezialisten für robotergestützte Anlagen zum Schleifen, Polieren und Entgraten machten sich umgehend ans Werk, nahmen die Prozesse unter die Lupe, entwarfen erste Konzepte und führten Schleifversuche durch. So entstand ein halbes Jahr nach den ersten Gesprächen eine Schleifanlage mit sechsachsigem Industrieroboter zum automatischen Führen profilierter Werkstücke samt Sicherheitsumgebung, Paternoster, Schleifaggregaten und Schutzeinhausung.

Seit Sommer 2017 hat EVVA bereits über 175 000 Werkstücke erfolgreich bearbeitet. Zunächst öffnet der Bediener die Beladeseite des Paternostersystems und schiebt die Werkstückträger mit den Rohteilen ein. Anschließend betätigt er die Beladung, und der Paternoster führt den ersten Träger in die oberste Position. Dort wird er fixiert. Daraufhin greift sich der Roboter das Werkstück und startet den Prozess an den Bearbeitungsmaschinen.

Für den perfekten Schliff sorgt zunächst eine SHL-Doppelfreiband- und Kontaktrollenschleifmaschine vom Typ DKS 250/450 ROB. An einem Schleifaggregat P550/100 ROB erfolgt der Bürstvorgang. Eine einfache Bedienung ermöglicht die intuitive Mensch-Maschine-Schnittstelle von SHL mit integrierter Datenbank für Prozess-, Maschinen- und Einrichtdaten.

Bearbeitung ohne
Unterbrechung

Nach der Bearbeitung legt der Roboter das Werkstück auf der Trägerposition ab, an der er es zuvor geholt hat. Eine weitere Komponente kann geschliffen und gebürstet werden. Ist der Träger abgearbeitet, schiebt ihn die Anlage automatisch auf die Entnahmeseite des Paternosters und führt einen weiteren mit Rohteilen nach. Der Bediener entnimmt die fertigen Teile aus dem System und führt mit Rohlingen bestückte Träger in freie Plätze ein. So erfolgt die Be- und Entladung ohne Unterbrechung und Stillstandzeiten.

Die SHL-Anlage erfüllt die Erwartungen der Sicherheitsexperten auf ganzer Linie. Die Taktzeiten liegen zwischen 40 und 120 Sekunden. In einem Arbeitszyklus schleift und bürstet die Anlage 20 Paletten mit insgesamt 1440 Werkstücken. Bislang waren dafür bis zu fünf Fertigungsschritte erforderlich. „Dies verkürzt die Durchlaufzeit von einer Woche auf einen Tag“, freut sich der Abteilungsleiter Oberflächentechnik. Jedes Teil wird zur Endabnahme von einem Mitarbeiter lediglich kurz kontrolliert.

Dank robuster Einhausung arbeitet die Anlage besonders leise und sauber. Jede Woche fallen beim Schleifen rund zehn Kilogramm Messingstaub an. Dieser wird von der integrierten Absauganlage gesammelt und fürs Recycling bereitgestellt. Daher steht Reidl einer weiteren Kooperation positiv entgegen. „Insbesondere dann, wenn Wachstum mit intelligenten Automatisierungslösungen zu bewältigen ist.“

SHL AG

www.shl.ag

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