Mehrere Bearbeitungsprozesse in eine Roboterzelle integriert Roboter: Freiräume an der Fräsmaschine

Mehrere Bearbeitungsprozesse in eine Roboterzelle integriert

Roboter: Freiräume an der Fräsmaschine

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Der Werkzeughersteller Famag automatisiert seine Maschinen effizient mit Robotern von Nachi – und das schon seit 18 Jahren. So schaffen die Remscheider Freiräume für Innovationen.

Die Famag Werkzeugfabrik in Remscheid entwickelt und produziert seit über 152 Jahren Bohr- und Fräswerkzeuge zur Holzbearbeitung. Dabei punktet man nicht nur mit innovativen Produkten wie dem Bormax, sondern auch mit cleveren Strategien zum Automatisieren der Produktion. „Wir nutzen die durch Automation frei werdende Kapazität, um unsere Produkte und unsere Fertigung fortlaufend zu optimieren“, sagt Thomas Pomp, geschäftsführender Gesellschafter.

Der Einsatz von Robotern entlastet seine Fachkräfte von ermüdenden, wiederholten Tätigkeiten. So kann das Personal seine Qualifikation kreativ für Innovationen nutzen und sich darauf konzentrieren, Fertigungsabläufe und Produkte zu optimieren.

Prozesse integriert

So haben die Remscheider beispielsweise an einer Fräsmaschine mehrere Bearbeitungsprozesse in eine Roboterzelle integriert. Der Roboter legt die Rohlinge in die Vorrichtungen der Fräsmaschine ein, entnimmt parallel mit seinem Doppelgreifer ein bearbeitetes Werkstück und bringt es zu einer Härtestation. Dort werden Teilbereiche des Bohrwerkzeugs induktiv erwärmt und zum Härten vom Roboter unverzüglich in ein Wasser- oder Ölbad getaucht.

Anschließend legt der Roboter die Werkzeuge in eine Palette oder in Transportbehälter und holt von dort einen weiteren Rohling. „Diese Kombination und Integration mehrerer Bearbeitungsprozesse verkürzt deutlich die Durchlaufzeiten und erhöht unsere Flexibilität für kleinere Losgrößen“, erläutert Pomp. Zudem gewährleistet die Roboterautomation, dass jedes Werkstück exakt bei gleichen Bedingungen gefertigt und wärmebehandelt wird.

Bedienerlos fertigen

In ähnlicher Art und Weise be- und entladen Roboter in Remscheid auch einige Schleifmaschinen, die nur jeweils einen Arbeitsprozess wie das Planschleifen einer Fläche oder das Scharfschleifen einer Schneide ausführen. Die Roboterautomation sorgt dafür, dass seit vielen Jahren bewährte Werkzeugmaschinen deutlich produktiver arbeiten, so Pomp. Durch die Automation können die Maschinen bedienerlos in unbeaufsichtigten Schichten produzieren.

Dabei bevorzugt Pomp seit vielen Jahren Roboter aus Japan: „Den ersten Roboter von Nachi haben wir vor 18 Jahren zum Automatisieren einer Schleifmaschine installiert. Er arbeitet bis heute zuverlässig und prozesssicher.“ 45 Mitarbeiter sind bei Famag aktuell zweischichtig mit der Fertigung der Holzbearbeitungswerkzeuge beschäftigt. In der ersten Schicht fertigen die Fachkräfte überwiegend kleinere und mittlere Serien sowie arbeitsintensive Bauteile. Zudem rüsten sie die mit Roboterzellen automatisierten Fräs- und Schleifmaschinen, damit diese in der zweiten Schicht weitgehend unbeaufsichtigt produzieren.

Beim Einrichten profitiert das Personal von der besonders komfortablen Programmierung der Roboter. Laut Pomp reichen wenige Tage Einweisung bei der Inbetriebnahme der Roboterzellen aus. Zumal einheitliche Programmier- und Bedienoberflächen Training und Einarbeitung in die Roboterautomation deutlich vereinfachen. Pomp hebt zudem die große Variantenvielfalt bei Robotern von Nachi hervor. „Im breitgefächerten Programm finden wir zu jeder Werkzeugmaschine und passend zum Prozess die beste Lösung.“

Jüngst haben die Remscheider ein vertikales Bohr-Fräszentrum mit einem sechsachsigen Kompaktroboter MZ07 automatisiert. Dieser gilt derzeit als der schnellste Industrieroboter der Kategorie bis 7 kg Tragkraft. Beim Werkzeughersteller bringt der Roboter vorgedrehte Rohlinge in die Spannvorrichtungen auf dem Arbeitstisch des vertikalen Bearbeitungszentrums und transportiert fertig bearbeitete Bohrwerkzeuge mit seinem Doppelgreifer zum Pufferspeicher.

Passende Zellen

Doch Famag automatisiert nicht nur seine eigene Fertigung. Bereits seit 18 Jahren konzipieren die Remscheider individuell abgestimmte Roboterzellen zum Be- und Entladen von Werkzeugmaschinen. Dabei profitiert man auch von den Ausstattungsmerkmalen der Nachi-Roboter. Zum Beispiel werden bei den Robotern der Baureihe MZ sämtliche Leitungen durch das Innere der Arme und Gelenke geführt. Zudem können die Roboter wahlweise auf dem Boden, auf einem Sockel stehend, an einer Wand oder auch an der Decke hängend installiert werden. „In Verbindung mit dem sehr breit gefächerten Programm finden wir immer die passende Lösung“, sagt Pomp.

Nachi Europe GmbH

www.nachi.de

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