Teile lassen sich autonom mit einem hohen Qualitätsstandard kontinuierlich über drei Schichten fertigen

Roboter-Duo automatisiert Druckguss

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Um Strukturleichtbauteile über drei Schichten produzieren zu können, hat BDW Technologies seine Fertigung automatisiert. Heute arbeiten ein Sprühroboter und ein Entnahmeroboter von Motoman rund um die Uhr an einer Bühler-Druckgussmaschine.

BDW Technologies ist ein mittelständisches Unternehmen, das Entwicklungspartner von Kunden wie Audi, Daimler, Porsche, Jaguar, VW oder ZF ist. Aluminiumdruckgussteile als Strukturbauteile sind das Kerngeschäft des Unternehmens mit Sitz in Markt Schwaben bei München.

Mit über 320 Mitarbeitern fertigt BDW mit einem stetig wachsenden Automationsgrad. „Wir haben selten so einen Kunden gesehen, der in wenigen Jahren so konsequent in innovative Fertigungs- und Montageprozesse investiert“, erklärt Alexander Steiger, Vertriebsingenieur bei der Motoman Robotec GmbH.
So führte Motoman bereits mehrere Projekte durch, bei denen es um die Einheit Sprüh- und Entnahmeroboter an einer Druckgussanlage ging. Bei dem Neuprojekt handelte es sich um Strukturleichtbauteile für einen bayerischen Automobilhersteller. Dabei sollte die Teile-Produktion rund um die Uhr stattfinden. Für das Vorhaben wurde eigens in den Bau einer neuen Halle investiert. Der Aushub des Maschinenfundamentes im Inneren glich einem Bauvorhaben wie für ein Schwimmbad. Nun steht auf diesem Fundament eine Bühler-Druckgussmaschine EVO 3200. Diese Maschine mit einer Schließkraft von 3200 Tonnen bildet das Kernstück der Anlage.
Auf der Maschine befindet sich der Shelftype-Konsol-Roboter Motoman-ES200RN-120. Dieser hat mit seiner Ausladung von 4004 mm das Attribut „weltgrößte Reichweite“. Nach der Entnahme der Teile führt der Roboter den Sprühkopf um die Form, um diese mit einem Luft-/Wassergemisch zu reinigen. Um den Arbeitsprozess zwischen den Säulen auch in Verbindung mit dem Entnahmeroboter zu prüfen, simulierte BDW diesen Bereich mit der Motoman-Software Motosim EG. Damit konnte BDW zum einen die Störkonturen in dem Prozess so in Verbindung setzen, dass möglichst wenig Stillstandszeit entsteht. Zum anderen kann bereits im Vorfeld die Zugänglichkeit und Reichweite der Roboter bewertet werden. So dient das Programm auch als Gerüst für die spätere Programmierung.
Als Entnahmeroboter ist ein am Boden montierter Motoman-ES165N in das Anlagensystem integriert. Zu Beginn entnimmt er die Werkstücke aus der Druckgussmaschine. Anschließend führt der Roboter die 450 Grad warmen Teile unter eine Dusche, um sie handwarm in eine Stanze einzulegen und um den Anguss abzutrennen. Bei NIO-Teilen legt der Motoman-ES165N diese in den Schrottabwurf.
Im weiteren Prozess ist ein Werkzeugwechsel erforderlich, um das Werkstück aus der Presse zu entnehmen und auf das nächste Transportband abzulegen. Um den hohen Qualitätsstandard zu halten, werden Teile ausgeschleust und dann einer Zugprobe unterzogen. Oder die Teile werden poliert, um die Porenzellen über dem Mikroskop sichten zu können.
Werkstücke von dieser Größe machen die Diskussion über die Sinnhaftigkeit von Automation überflüssig. Das installierte Anlagensystem zeigt, dass gerade Teile von dieser Größe und Stückzahl autonom mit einem hohen Qualitätsstandard kontinuierlich über drei Schichten produziert werden können.
Motoman Robotec GmbH www.motoman.eu
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