Roboter, Schleifmaschine, Bildverarbeitung und Förderband arbeiten Hand in Hand Roboter automatisiert Blech-Schleifanlage

Roboter, Schleifmaschine, Bildverarbeitung und Förderband arbeiten Hand in Hand

Roboter automatisiert Blech-Schleifanlage

Anzeige
Alles aus einer Hand: Bei einem Küchengerätehersteller automatisiert ein KR Quantec-Roboter von Kuka das Entgraten von Blechteilen an einer Schleifmaschine. Dabei kommen weitere Kuka-Produkte wie Visiontech, Conveyortech oder Safeoperations zum Einsatz.

Bei dem süddeutschen Küchengerätehersteller führt ein Roboter vom Typ KR 120 R3900 ultra K eigenständig Blechteile zum Entgraten einer Schleifmaschine zu. Nach dem Bearbeitungsprozess entnimmt der Roboter das Blech vom Auslaufband auf und legt es auf einer Palette ab. Realisiert hat die Roboteranlage die Kirchner Solutions. „Wir beziehen von Kuka alles aus einer Hand. Dadurch konnten viele Probleme in der Umsetzung von vornherein umgangen werden“, betont David Hess, Projektleiter bei der Kirchner Konstruktionen. Die Anlage ist seit September 2016 erfolgreich in Betrieb.

Für die intuitive und effiziente Bedienung der Anlagen und des Roboters griffen Hess und sein Team auf die Visualisierungssoftware Kuka HMI zenon zurück. Damit ist eine einfache Erstellung von Bedienoberflächen mit integrierter Rezeptverwaltung, die Einbindung anderer Bediengeräte und Plattformen sowie der Zugriff auf vordefinierte Funktionen wie beispielsweise Alarmfenster, Ereignislisten oder Reports auch ohne spezielle Programmierkenntnisse möglich. Des weiteren konnte durch die Konfiguration auf eine SPS als Anlagensteuerung verzichtet werden, womit Zeit und Kosten für die Inbetriebnahme reduziert wurden.

Kamera überprüft Position

Im ersten von sechs Arbeitsschritten gibt der Werker über das HMI in die Steuerung ein, um welches Blechteil es sich handelt. Im nächsten Schritt prüft das Kamerasystem Kuka Visiontech, ob das Bauteil in der richtigen Position in die Anlage gebracht wurde. Wenn alles in Ordnung ist, greift der Roboter mit einem Sauggreifer das Bauteil vom Stapel.

Dann legt der KR Quantec ultra das Blechteil auf das Einlaufband der Werkzeugmaschine. Die Software Kuka Conveyortech gewährleistet die reibungslose Ablage auf dem Förderband. Das Programm passt die Roboter-Aktionen automatisch an die Bewegung von Fließ- und Förderbändern an.

Nachdem die Maschine das Blechteil entgratet hat, beginnt für den Roboter der fünfte Arbeitsschritt. Ein zweites Kamerasystem erkennt, wenn auf dem Auslaufband das Bauteil ausgefahren wird. Der Roboter verfährt zur dortigen Ausgabestation und greift das Bauteil auf. Auch hier unterstützen die Technologiepakete Visiontech und Conveyortech. Im sechsten und letzten Arbeitsschritt stapelt der Roboter für hohe Traglasten das Bauteil auf einer Palette. Die Ablageposition ist dabei frei programmierbar.

Einige Herausforderungen im Vorfeld

„Der gesamte Aufbau der Anlage musste innerhalb von vier Wochen erfolgen“, blickt Hess auf die Umsetzung zurück. Der rasche Aufbau war unter anderem durch Vorabtests einzelner Teilbereiche, wie die Integration von Visiontech in Augsburg möglich. Zudem sparte die Offline-Programmierung wertvolle Zeit.

Eine weitere Herausforderung lag in der Anforderung, 300 unterschiedliche Bleche zu erkennen. Um das zu gewährleisten, wurde ein Einlernprogramm entwickelt. Dabei wird jedes neue Blech per Handbetrieb des Roboters eingeteacht und gespeichert. Um zu vermeiden, dass Bleche aneinander haften, hebt der Sauger des Roboters die Bleche speziell an, er schält sie sozusagen ab. Zusätzlich wird während jedes Greifvorgangs eine Doppelblechkontrolle durchgeführt.

Schließlich war es der Wunsch, die Anlage in drei Betriebsarten zu fahren: Vollautomatisch und noch in zwei Varianten halbautomatisch, bei der der Werker entweder das Blechteil der Werkzeugmaschine zuführt, oder es nach der Bearbeitung stapelt. Da der Werker dabei den Arbeitsraum des Roboters betritt, mussten entsprechende Sicherheitsvorrichtungen etabliert werden. Zum einen durch die ständige Abgleichung der Koordinaten, zum anderen durch die Integration von Kuka Safeoperations. Die Sicherheitssoftware ermöglicht sicheres und effizientes Zusammenarbeiten zwischen Mensch und Roboter.

„Die Automatisierung hat die Erwartungen erfüllt“, fasst Hess zusammen. Aufgrund der erfolgreichen Umsetzung sind bereits weitere Anfragen nach einer identischen Anlage bei der Kirchner Konstruktionen eingegangen.

Kuka Deutschland GmbH

www.kuka.com; Euroblech Halle 13, Stand C174



Hier finden Sie mehr über:
Anzeige

Aktuelle Ausgabe

Titelbild Automationspraxis 12
Ausgabe
12.2018
LESEN
ARCHIV
ABO

Newsletter

Unsere Dosis Wissensvorsprung für Sie. Jetzt kostenlos abonnieren!

Stellenanzeige

Whitepaper

Hier finden Sie aktuelle Whitepaper

Alle Webinare & Webcasts

Hier finden sie alle Webinare unserer Industrieseiten

Kalender

Aktuelle Termine für die Automatisierungsbranche

Anzeige

Industrie.de Infoservice

Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de