Maschinendatenerfassung behält den Überblick

MDE-System findet freie Kapazitäten

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Mit Wermas einfachem funkbasierte Smartmonitor-System zur Maschinendatenerfassung hat der Ventiltechnik-Spezialist Vetec seine Produktion optimiert.

Vetec Ventiltechnik, eine Tochtergesellschaft des Samson-Konzerns, produziert Drehkegelventile und pneumatische Antriebe sowie Sonderventile für industrielle Anwendungen. Das Unternehmen, das am Standort in Speyer rund 120 Mitarbeiter beschäftigt, ist stolz auf seinen großen und modernen Maschinenpark. Im Bereich der NC-Fertigung finden sich hier neben drei großen Horizontalfräsmaschinen zahlreiche zyklengesteuerte NC-Drehmaschinen, Bearbeitungszentren, CNC-Drehmaschinen und Bandsägen. Fachkräfte stellen hier im 2-Schichtbetrieb Gehäuse sowie Innen- und Antriebsteile für die Ventile her.

Sven Donner ist seit knapp zwei Jahren als Produktionsleiter in Speyer tätig und hatte von Beginn an die Produktivität des Maschinenparks im Blick. Für den 34-Jährigen war es von großer Bedeutung, die Prozesse auf Knopfdruck auswerten und vor allem in Echtzeit überwachen zu können: „Wir fertigen meist in der Losgröße 1 – da ist es elementar, die Rüstzeiten im Griff zu haben.“ Bislang gab es bei Vetec allerdings kein Maschinendatenerfassungssystem (MDE). „Daher musste rasch eine Lösung gefunden werden.“

Funksender einfach nachrüsten

Fündig wurde der Ventilspezialist bei Werma Signaltechnik in Rietheim-Weilheim: Der Hersteller von Signalgeräten bietet mit Smartmonitor ein einfaches, funkbasiertes und kostengünstiges MDE-System an, das sich schnell und einfach nachrüsten lässt. Die einfache Maschinendatenerfassung mit Smartmonitor braucht nur Werma-Signalsäulen, an die die Funksender WIN slave einfach integriert werden. Von dort übertragen diese die Daten per Funk an WIN master, der an den USB-Anschluss eines zentralen Rechners angekoppelt ist und so die Daten aller Funksender sammelt und speichert.

Sven Donner: „Die Installation war selbsterklärend und in wenigen Minuten erledigt. In Zusammenarbeit mit unserer IT-Abteilung und dem eigenen Elektriker war das System inklusive Software sofort einsatzbereit.“ Er startete die Maschinendatenerfassung bei einer CNC-Drehmaschine, die schon länger im Verdacht stand, unproduktiv zu arbeiten. „Das Tolle: Man sah schon nach einem Tag erste Ergebnisse. Wir stellten fest, wie unglaublich hoch der Anteil unserer Rüstzeit ist! Dank Smartmonitor war es erstmals möglich, produktive und nicht produktive Zeiten zu erfassen, deutlich zu trennen und zu visualisieren.“

Visualisierung am großen Bildschirm

Sven Donner weiter: „Noch während der 30-tägigen Testphase entschieden wir uns dafür, das Projekt auf die gesamte mechanische Fertigung am Standort Speyer auszurollen.“ Die teils verwinkelte Gebäudestruktur des Produktionsstandortes sowie die großen Distanzen stellten für das Smartmonitor-System keine Herausforderung dar: Da jeder Slave gleichzeitig als Repeater fungiert und das Funksignal verstärkt, war eine durchgängige Funkverbindung gewährleistet.

„Uns war es sehr wichtig, alle Mitarbeiter in das Projekt zu integrieren“, erläutert Sven Donner. „Aus diesem Grund haben wir an einer zentralen Stelle einen riesigen Bildschirm angebracht.“ Dieser zeigt auf einen Blick den Status aller ins Netzwerk eingebundenen Maschinen an. „Auch Kunden und Auditoren sind begeistert und freuen sich, dass wir unsere Prozesse im Griff haben – das macht Eindruck!“

Nach der Einführung von Smartmonitor zeigte sich bei Vetec sehr schnell noch weiterer Optimierungsbedarf: Die Analyse der Daten ergab an vielen Maschinen eine große Anzahl freier Kapazitäten. Diese konnten dank der Software exakt ermittelt und nun für andere Aufträge verplant werden. Sven Donner: „Beispielsweise stellen wir unsere Erodiermaschine nun für die externe Lohnfertigung bereit und übernehmen in unserer Lackiererei auch Arbeiten für den Mutterkonzern oder Schwestergesellschaften.“

Sven Donner war so begeistert, dass er sich auf die Suche nach weiteren Optimierungsmöglichkeiten machte. Fündig wurde er im Bereich der innerbetrieblichen Prozesse, welche teilweise nicht klar voneinander getrennt waren. „So kam es vor, dass ein Mitarbeiter nach Beendigung eines Auftrages seinen Arbeitsplatz verließ, um die Ware entsprechend dem Produktionsauftrag zum nächsten Arbeitsschritt zu bringen. Dies musste unbedingt abgestellt werden, um die unproduktiven und nicht wertschöpfenden Tätigkeiten auf ein Minimum zu reduzieren.“

Auch hier stellte Smartmonitor für Vetec eine einfache Lösung dar: Jede Signalsäule (bislang rot-gelb-grün) wurde um ein blaues Leuchtelement ergänzt, mit dem das innerbetriebliche Transportwesen angefordert werden kann. Von nun an kann jeder Mitarbeiter mittels einfachem Drehschalter den Itrans anfordern, sobald sich ein Auftrag dem Ende entgegenneigt. Sven Donner schmunzelt: „Das ist wie mit dem Schwesternknopf im Krankenzimmer – wenn ein Mitarbeiter Hilfe benötigt, drückt er den Knopf und die angeforderte Unterstützung kommt sofort, ohne dass der Mitarbeiter seinen Arbeitsplatz verlassen muss.“

Der Produktionsleiter ist daher absolut zufrieden mit Smartmonitor und hat das System im Rahmen des Samson-Produktionsverbundes vorgestellt. In der Zwischenzeit wurde das System auf einen weiteren Standort in Nord-Württemberg übertragen. Sven Donner: „Das Einfache hat Erfolg.“

Werma Signaltechnik GmbH + Co. KG

www.werma.com;

Motek Halle 4, Stand 4428



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