Hochautomatisierte Bearbeitungszentren verkürzen Produktionszeiten drastisch Komplexe Auto-Teile in 50 Minuten bearbeitet

Hochautomatisierte Bearbeitungszentren verkürzen Produktionszeiten drastisch

Komplexe Auto-Teile in 50 Minuten bearbeitet

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Am chinesischen Fertigungsstandort des Automobilzulieferers Schlote verkürzen 48 hochautomatisierte Bearbeitungszentren der Schwäbische Werkzeugmaschinen (SW) die Produktionszeit.

Um auf dem weltweit größten Automobilmarkt expandieren zu können, eröffnete die Schlote Gruppe, die komplexe Motor-, Fahrwerks- und Getriebekomponenten für renommierte Autoherstellern wie VW, BMW, Audi oder Porsche herstellt, 2013 im Norden Chinas eine eigene Fertigung. Der zu erwartende Anstieg des Auftragsvolumens durch Bestands- sowie chinesische Neukunden – allein VW bezieht jährlich circa 900 000 Getriebe – erforderte dabei besonders hohe Bearbeitungskapazitäten, denen unter anderem mit Hilfe einer hochautomatisierten Bearbeitungs- und Produktionslinie begegnet wurde.

„Wir nutzen in Tianjin insgesamt 48 Bearbeitungszentren von SW“, so Heiko Thuene, Projektleiter von Schlote Automobile Parts (Tianjin). Konkret sind zwei Typen im Einsatz, die BA W06-22 und die BAone6. Die BA W06-22 gehört als Typ Zweispindel + Zweiplatz zu den mehrspindligen Bearbeitungszentren und ist mit einem schnellen Vorschub bis zu 100 m/min und einer Beschleunigung von 2 G derzeit die schnellste Maschine dieser Größe am Markt.

„Die zweispindligen Maschinen verbessern die Effizienz beträchtlich: Wo eine herkömmliche Maschine ein Werkstück in 5 Minuten produziert, braucht die von SW nur 2,5 Minuten“, erläutert Thuene. Die BA one6, das hochgenaue neue einspindlige Bearbeitungszentrum von SW, wurde eigens an die Anforderungen von Schlote angepasst und wird als Ergänzung zu den BA W06-22 eingesetzt. Da der Aufbau der beiden Maschinentypen identisch ist, eignet sich die BA one6 bestens für gemeinsame Verkettungen.

SW unterstützt Schlote darüber hinaus auch bei der Planung der Produktion: „In der Branche wird es zunehmend wichtiger, die Vorteile kurzer Zykluszeiten zu nutzen und dadurch große Projekte an Land zu ziehen. Gleichzeitig muss jedoch der Preis pro Werkstück gesenkt werden“, erklärt Jiangang Gao, Leiter von Schlote Automobile Parts (Tianjin). Der Maschinenlieferant arbeitet daher auch im Bereich der Kostenkalkulation für Teile eng mit Schlote zusammen.

So wird die Produktionszeit bereits in dem Moment berechnet, in dem der Kunde die Menge an Teilen mitteilt, die für ein Jahr benötigt wird. Müssen beispielsweise 10 000 Teile für ein Jahr hergestellt werden, wird berechnet, wie viele Tage dies dauern wird und wie viele Minuten pro Tag erforderlich sind. Um die Produktionsaufgabe gemäß dieser Kalkulation durchführen zu können, müssen die Abläufe durchgängig als automatisierte Fertigung angelegt sein.

„Wir entwickeln daher in Kooperation mit unserem Tochterunternehmen SW Automation für unsere Auftraggeber ein umfassendes Programm für Produktionsverfahren bis hin zum fertigen Produkt“, erklärt Thomas Mäntele, Key Account Manager bei SW und Projektverantwortlicher. So kann beispielsweise die Beladetür geschlossen bleiben und das Roboterportal kann auf der hochgelegenen siebten Achse die Maschine von oben be- und entladen. Dies hat den Vorteil, dass die gesamte Maschine frei zugänglich bleibt.

Die spezielle Greiftechnik, die für dieses Projekt entwickelt worden ist, kann die Teile ebenfalls über die Zwischenablage ablegen und drehen. Zur Durchführung der Aufgaben Entgraten, Montieren, auf Dichtigkeit Prüfen und Feinwaschen wurde noch eine separate Linie eingerichtet, so dass am Ende komplett fertige Bauteile zur Verfügung stehen.

Insgesamt umfasst die installierte Lösung acht hoch-automatisierte Produktionseinheiten vom Aufgreifen des Rohlings bis zur abschließenden optischen Erkennung des fertigen Teils. Derzeit ist nur an zwei Stationen entlang der gesamten Produktionslinie ein Mitarbeiter erforderlich. Und die Produktionseffizienz soll weiter kontinuierlich verbessert werden. Thuene: „Unser Plan für das nächste Projekt ist eine Verkürzung des Produktionszyklus um 15 Prozent.“

Schwäbische Werkzeugmaschinen GmbH

www.sw-machines.de; automatica Halle B4, Stand 208

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