Individuelle Komplettlösung aus dem Baukasten Kompetente Verbindung

Individuelle Komplettlösung aus dem Baukasten

Kompetente Verbindung

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Zur Fertigung eines Gehäuses für Gas-Brennwertgebläse holte sich Ebm-Papst Unterstützung bei Tox Pressotechnik. Dort entwickelte man eine individuelle Komplettlösung aus dem Tox-Baukasten.

Mit dem Tox-Rund-Punkt-Verfahren lassen sich gleich oder unterschiedlich dicke sowie auch beschichtete Bleche durch einfache Kaltumformung unlösbar miteinander verbinden. Entwickelt von Tox Pressotechnik in Weingarten hat sich dieses Clinch-Verfahren mit den Jahren in vielen blechverarbeitenden Bereichen durchgesetzt und so manches konventionelle Verfahren substituiert.

Als es beim Lüfter- und Gebläse-Spezialisten Ebm-Papst um die Entwicklung eines Gehäuses für Gas-Brennwertgebläse ging, stand auch die Wahl eines effizienten Verfahrens zum Verbinden der beiden Bauelemente Motorträger und Seitenteil des Gerätegehäuses zur Debatte. Die Entwicklungsingenieure von Ebm-Papst in Landshut holten sich Unterstützung aus Weingarten, um eine Produktionslösung aus einer Hand zu erhalten.

Komplettlösung

So offerierten die Fügtechnik-Experten eine Komplettlösung – inklusive Mehrpunkt-Werkzeugsystem, mit dem in einem Pressenhub gleich mehrere Tox-Rund-Punkt-Verbindungen gesetzt werden können. Da das Portfolio der Weingartener sowohl einen durchgängigen Baukasten an Pressensystemen, Antrieben, Steuerungen und Monitoring-/Prozessüberwachungs-Komponenten enthält, als auch geballte Kompetenz für Stanz-, Umform- und Clinch-Bearbeitungen sowie umfassendes Prozess-Knowhow vorhanden ist, erteilten die Verantwortlichen von Ebm-Papst Landshut den Auftrag zur Realisierung der besagten Produktionseinrichtung.

Bis auf das Mehrpunkt-Werkzeugsystem und die Rundtischeinheit mit Werkstück-Aufnahme konnten dabei standardisierte Baukasten-Komponenten verwendet werden. Basis bildet eine C-Gestell-Tischpresse vom Typ CMB in massiver, verwindungs- und aufbiegungsarmer Stahlkonstruktion, ausgelegt für Presskräfte bis 300 kN.

Als Presskraftantrieb fungiert ein pneumohydraulisches Tox-Kraftpaket vom Typ X-K für maximal 320 kN Presskraft und mit einem Hub von 200 mm (Krafthub 12 mm). Das Pressensystem ist auf das Universaluntergestell UMM 1-50 aufgebaut. Der Clou dabei ist, dass das gesamte Pressensystem mittels Hubeinheiten um 200 mm angehoben und somit ergonomisch auf die Größe der jeweiligen Bedienperson eingestellt werden kann.

Mehrpunkt-Werkzeug

Die Presse ist mit einem Mehrpunkt-Werkzeug ausgerüstet: Mit diesem werden in einem Pressenhub sechs Tox-Rund-Punkte gesetzt. Das Mehrpunkt-Werkzeugsystem ist in das Pressensystem integriert und wird an der C-Bügel-Konstruktion über Führungswagen geführt. Der Pressentisch ist mit einem frei programmierbaren Rundtisch und dieser wiederum mit einer Werkstückaufnahme bestückt. Zur Ausrüstung zählen außerdem die Tox-Steuerung STE, die Prozessüberwachung CEP und die Schutzverkleidung mit bedienseitigem Lichtvorhang (1-Hand-Start) am Pressen-Untergestell sowie einer zusätzlichen Schutzverkleidung am C-Bügel.

Mittels dem 6-fach-Mehrpunkt-Werkzeugsystem werden Motorträger (matrizenseitig) und Seitenteil (stempelseitig) zur Gehäuse-Baugruppe verbunden. Die Bedienung gestaltet sich einfach: die Bedienperson liest zum Start der Chargenfertigung zunächst per Handscanner den in den Auftragspapieren aufgedruckten Barcode ein. Der Rundtisch positioniert die Werkstückaufnahme in die entsprechende Arbeitsstellung für die per Handscanner identifizierte Teilevariante.

Nach dem Auflegen der beiden Bauteile Motorträger und Seitenblech erfolgt der Pressenstart, und in einem Hub werden die beiden Bauteile durch sechs Tox-Rund-Punkte miteinander verbunden. Mit der Tox-Prozessüberwachung wird jeder einzelne Fügeprozess kontrolliert und bei Bedarf dokumentiert. Das sorgt für hohe Prozesssicherheit und eine lückenlose Qualitätssicherung.

Tox Pressotechnik
GmbH & Co. KG

www.tox-de.com;
Motek Halle 4, Stand 4215



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