Mannloser Betrieb von sechs bis acht Stunden möglich Immer genug Rohteile für eine hohe Maschinenauslastung im Speicher

Mannloser Betrieb von sechs bis acht Stunden möglich

Immer genug Rohteile für eine hohe Maschinenauslastung im Speicher

Das MLS-XXHD verkettet gleich zwei Maschinen mit unterschiedlichen Palettengrößen in einer Anlage
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Um die Fertigung kubischer Teile zu automatisieren, haben die Index-Werke 2005 zwei neue Heller-Bearbeitungszentren mit einem flexiblen Fertigungssystem von Fastems verkettet. 2007 wurde dann in zwei Großbearbeitungszentren inklusive einem weiteren Multi-Level-System investiert. Eine lohnende Investition, obwohl der Start direkt in der Krise erfolgte.

„Bereits seit Mitte der 80er Jahre verfügen alle Maschinen in der Fertigung von Deizisau über einen Palettenspeicher mit mindestens sechs Maschinenpaletten“, berichtet Dieter Grözinger, Leiter Teilefertigung im Werk Deizisau, in dem die kubischen Teile für die CNC-Drehmaschinen gefertigt werden. Zwar bietet das Werk eine Produktionsfläche von rund 13 000 m2. Dennoch ist ausreichend Platz eigentlich immer Mangelware.

Grözinger: „Das Konzept mit den Palettenspeichern weiterzuentwickeln und gleichzeitig Materialpaletten mit in das System zu holen, war daher ein logischer Schritt, den wir mit der für 2005 geplanten Anschaffung von zwei Heller-Bearbeitungszentren MCi16 zur Fertigung kleinerer kubischer Teile wie Mehrspindler-Schlittenbauteile, Vorschubgehäuse und Stützarme ins Auge fassten.“
Die Wahl fiel auf das Multi-Level-System (MLS) MD von Fastems. „Am meisten überzeugt hat uns das modulare Konzept. Die Module lassen sich bedarfsgerecht aufbauen und flexibel erweitern“, betont Joachim Fink, Werksleiter Deizisau. Das 2005 von Fastems installierte MLS-MD bietet auf einer Länge von zirka 28 m, einer Höhe von rund sechs Metern und mit einer Tragkraft von 1000 Kg Platz für über 60 Maschinenpaletten und 116 Holz-Euro-Materialpaletten.
„Bei einer durchschnittlichen Maschinenlaufzeit von rund 15 Minuten pro Werkstück haben wir somit immer genügend Rohteile für eine hohe Maschinenauslastung im Speicher, vorausgesetzt, wir laden das System in zwei Schichten permanent nach“, so Fink: „Bei einem System mit sechs bis acht Maschinenpaletten würden wir bei einem mannlosen Betrieb der beiden MCi16 höchstens ein bis zwei Stunden Produktionszeit erreichen, wenn es der Auftragsmix zulässt.“
Aufgrund der hohen Produktivität und Verfügbarkeit wurde das System 2007 um ein weiteres Heller MCi16 BAZ erweitert. Im gleichen Jahr entschloss man sich, in ein BAZ von Burkhardt+Weber zur Fertigung großer kubischer Teile wie Maschinenbetten zu investieren. Die Entscheidung zur Automatisierung der BAZ fiel auf das MLS-XXHD.
Mehr-Ebenen-System
Es wurde für Index auf eine Länge von 37,5 m und einer Höhe von 7,8 m ausgelegt, an dem eine Burkhardt+Weber MCX1400 sowie eine MCX1200 angebunden sind. Für jede Maschine stehen jeweils acht Palettenplätze mit 2500 x 1600 mm, respektive 1600 x 1250 mm zur Verfügung. „Wir haben damit ein Mehr-Ebenen-System, das gleich zwei Maschinen mit unterschiedlichen Palettengrößen in einer Anlage verkettet, denn der Transportwagen kann aufgrund einstellbarer Gabeln beide Palettengrößen handhaben, wobei sich die einzelnen Paletten in beiden Rüstplätzen ablegen lassen“, beschreibt Grözinger eine Besonderheit.
Aufgrund der langen Lieferzeiten für große BAZ konnte die Gesamtanlage erst 2009 in Betrieb gehen – eine Punktlandung direkt in die Krise. Dennoch bereut der Werksleiter die Investitionen nicht: „Die Auftragslage hat sich stark verbessert. Wir sind deshalb heute froh, dass uns die neue Anlage für die Bewältigung des hohen Fertigungsvolumens zur Verfügung steht.“
Fastems GmbH www.fastems.com
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