Kollaborativer Schweißroboter senkt Produktionszeiten

Flexible und platzsparende Schweißautomation für kleine und mittlere Betriebe

40 Prozent Zeit gespart: Cobot schweißt Bootsteile

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Mit dem kollaborativen Schweißroboter Cowelder von Migatronic schafft Kuhz Metallbau freie Kapazitäten für Fachkräfte und senkt die Produktionszeiten um rund 40 Prozent.

2011 gegründet, stellt Kuhz neben allgemeinem Metallbau eigene Bootstrailer her. Heute sind neben dem Inhaber Roland Kuhz sieben Mitarbeiter in der Produktion beschäftigt, wovon ein Mitarbeiter gleichzeitig für die Arbeitsvorbereitung verantwortlich ist. Die Suche nach weiteren Mitarbeitern gestaltete sich zuletzt schwierig, da es kaum qualifizierte Bewerber gab.

Schon in den Planungen der neuen Fertigungshalle, die 2016 bezogen wurde, spielten daher Überlegungen hinsichtlich einer Roboterzelle eine Rolle. Zunächst aber hielten Bedenken bezüglich des Zeitaufwands bei der Mitarbeiterqualifikation, mangelnde Flexibilität sowie der Platzbedarf einer solchen Zelle von einer Anschaffung ab. Beim Cowelder machte es aber sofort Klick. Denn der kollaborative Schweißroboter, der sich durch intuitive Bedienung und geringen Platzbedarf auszeichnet, ist gerade für kleine Unternehmen mit Seriengrößen von 20 bis 300 Stück eine flexible und wirtschaftliche Lösung.

Der Cowelder bei Kuhz kommt gerade im wachstumsstarken Bereich der Trailer für Motor-, Segel- und Schlauchboote zum Einsatz. Ein typisches Beispiel ist die Produktion der Bugstützen, die in ähnlicher Form und Größe an allen Bootstrailern verbaut werden. Aktuell werden davon ca. 130 Stück im Jahr produziert.

Da die Bugstützen auf Jahre immer wiederkehrende Teile sein werden, hat man hier auf eine einfach zu bedienende Vorrichtung Wert gelegt. Beim manuellen Schweißen betrug die Bearbeitungszeit 8 bis 10 Minuten pro Bauteil. Heute beträgt die Gesamt-Bearbeitungszeit inklusive Wechselprozess sowie Vor- und Nachbereitungen etwas über 3 Minuten pro Bauteil.

Die aus der geringeren Produktionszeit resultierenden Kostenvorteile werden zwar als positiver Nebeneffekt sehr begrüßt – Roland Kuhz will mit dem Cowelder vor allem aber freie Kapazitäten bei seinen Fachkräften schaffen. „Zudem haben wir nun einen Auftrag in Fertigung, welcher im Vorfeld gar nicht zu Debatte gestanden hätte. Das sind 1200 Schweißpositionen an 600 Bauteilen. Durch den Cowelder haben wir uns an den Auftrag für eine Schiffsbauwerft gewagt. Es ist ansonsten schwer, einen Mitarbeiter zu motivieren, 700 Stunden das Gleiche zu fertigen“, lobt Roland Kuhz den Roboter-Kollegen.

Nur noch 30 statt 70 Minuten

In Summe entstehen an jedem Bauteil ca. 10 m Schweißnaht als Rundnaht. Bei der manuellen Fertigung beträgt die Herstellzeit 70 Minuten pro Bauteil. Mit dem Cowelder dauert der Prozess nur 30 Minuten. Zudem ist der Mitarbeiter in Zusammenarbeit mit dem Cowelder nur noch wenige Minuten mit dem Einlegen in die Vorrichtung und dem Wenden des Bauteils beschäftigt, so dass er den Großteil der Zeit mit anderen Tätigkeiten verbringen kann.

Weiterer Vorteil ist die konstante Schweißnaht-Qualität, da der Cowelder die Rundnaht in einem Prozess ohne Absetzen gleichmäßig durchschweißen kann. Dazu kommt die Kontinuität eines Roboters. „Der Cowelder, egal ob er in der Frühschicht oder der Spätschicht arbeitet, hat konstant gleichbleibende Qualität, was man von einem Mitarbeiter gar nicht verlangen kann“, erläutert Kuhz. Darüber hinaus werden noch andere Trailerteile wie Knotenbleche und Rollenböcke auf dem Cowelder produziert.

Seit Anfang des Jahres ist der Roboter im 1-Schicht-Betrieb bereits voll ausgelastet. Schritt für Schritt werden Vorrichtungen und Programme für weitere Bauteile erstellt, um den Cowelder noch mehr auszulasten. Über 15 verschiedene Trailerbauteile gesehen, kalkuliert Roland Kuhz eine Zeitreduktion auf etwa 40 Prozent. Zudem kann nun der Schweißer den überwiegenden Teil dieser Zeit mit anderen Tätigkeiten verbringen. Kuhz: „Die Investition hat sich gelohnt. Wir bereuen nichts.“

Migatronic Schweißmaschinen GmbH

www.migatronic.de

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