Sonderpalettierer für die Montage pharmazeutischer Produkte

Sauber und gezielt zugeführt

Die Schublade mit den Leertrays: Erst wenn diese geschlossen ist, kann der Sonderpalettierer starten
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Um pharmazeutische Produkte automatisiert zu montieren, setzt Gerresheimer auf einen Sonderpalettierer von IEF-Werner. Dieser erreicht kurze Taktzeiten, lässt sich unter Reinraumbedingungen betreiben und wurde reibungslos in die Produktionslinie integriert.

Gerresheimer produziert mit rund 11 000 Mitarbeitern in mehr als 40 Werken ein breites Angebot an pharmazeutischen Verpackungen sowie Produkte zur Verabreichung von Medikamenten. In Millionenauflagen produziert das Unternehmen hoch automatisiert sieben Tage pro Woche rund um die Uhr die verschiedenen kundenspezifischen Kunststoffsysteme. „Die komplette Fertigungskette vom Spritzgießen über die Montage und Prüfung bis zur Verpackung erfolgt in Reinräumen der ISO-Klasse 8“, sagt Eduard Maier, Projektleiter am Standort Wackersdorf.

„Gerresheimer hat bereits mehrere unserer Sonderanlagen erfolgreich im Einsatz“, erklärt Stefan Deck, Produktmanager für Transfer- und Palettiersysteme bei IEF-Werner in Furtwangen. „Dabei handelt es sich um autarke Zuführ-, Montage- und Palettiersysteme.“ Für den Zusammenbau der Produkte mussten die Spezialisten bei der Palettierlösung noch einen Schritt weitergehen. Denn die Anlage sollte sich nahtlos in die bereits geplante Montagelinie einfügen und dabei an einen Rundschalttisch integrieren lassen. Der Palettierer soll Komponenten zeilenweise in Trays mit den Maßen 350 x 470 Millimeter einsetzen.
„Für diese Anwendung werden spezielle Einmal-Trays gewählt“, betont Deck. Diese sind extrem dünn und nicht sehr formstabil, müssen aber trotzdem automatisch prozesssicher verarbeitet werden. „Das stellte eine Herausforderung in Bezug auf Stapelverhalten, Greifmöglichkeiten, Stabilität und auch Vereinzelbarkeit dar“, erklärt der Produktmanager. Weiterhin musste ein schonendes Handling der medizinischen Komponenten gewährleistet sein – und das unter Reinraumbedingungen (Klasse 8).
Die Schublade des Palettierers fasst 50 Leertrays und wird von einem Mitarbeiter bestückt. Aus dieser entnimmt eine servogesteuerte Entstapeleinheit das erste Tray, verfährt damit auf der Y-Achse und platziert es über ein Shuttle, wo es mit einer Abstreifeinheit gelöst wird.
Das Shuttle positioniert es nun direkt unter einen Vierfach-Sauggreifer mit Dreheinheit. Dieser entnimmt vier Baugruppen aus dem Übergabenest, dreht diese um 90 Grad und setzt sie in das leere Tray zeilenweise ab – insgesamt werden so elf Zeilen mit je acht Baugruppen gefüllt.
Währenddessen wird ein weiteres Tray vereinzelt und einem zweiten Shuttle übergeben, der dieses in eine Stapelposition fährt. Dort wird das leere Tray als Deckel auf die bestückte Palette gesetzt. Dann wird das noch leere Tray ebenfalls befüllt und mit einem weiteren leeren Tray als Deckel versehen. Der Stapel, der nun aus einem leeren und zwei befüllten Trays besteht, wird auf eine Pufferbandstrecke gesetzt und direkt zur Verpackungsstation befördert.
„Dafür haben wir unser Transfersystem Posyart gewählt“, erklärt Deck. Denn mit diesem flexiblen und präzisen Baukastensystem lassen sich so gut wie alle Aufgaben im Transfer-, Montage- und Logistikbereich lösen. „Für den Sonderpalettierer haben wir auf Kundenwunsch eine Siemens S7-Steuerung gewählt, die mit einem Bediengerät vom Typ TP700 ausgestattet ist“, erklärt Deck. Zudem kommt ein modularer Servoantrieb Sinamics S120 zum Einsatz. Zur Kommunikation mit der Anlage ist der Palettierer mit einer Profinet-Schnittstelle ausgerüstet.
IEF-Werner GmbH www.ief-werner.de
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