Sicherheit und Stabilität der Getränkestapel gewährleistet – Logistik- und Reklamationskosten reduziert

Verpackungsanlage umwickelt stündlich 100 Sektkarton-Paletten mit Stretchhaubenfolie

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Um palettierte Getränkekartons sicher in die Zentrallager und Verteilzentren transportieren zu können, entschied sich die Sektkellerei Rotkäppchen-Mumm an zwei Produktionsstandorten für den Einsatz der Hochleistungsverpackungssysteme Beumer Stretch hood M. Diese umwickeln die palettierten Kartons schnell und flexibel mit einer Stretchhaubenfolie. Damit kann die Sektkellerei ihre Logistik- und die Reklamationskosten mittelfristig erheblich reduzieren.

In Eltville in der Nähe von Mainz stellt das Traditionshaus die bekannten Sekt-Marken Mumm, MM Extra und Jules Mumm her. Nach der automatischen Abfüllung und Etikettierung werden die Getränke in Kartons verpackt. Ein Palettierer stapelt diese dann auf bereitstehende Paletten. Bisher wurde die oberste Schicht der Kartons verleimt und zu einem Bindeautomaten transportiert, der die palettierten Getränkekartons umschnürte, bevor sie im Warenausgang für die Lkws des Logistikdienstleisters bereitgestellt werden.

Pro Jahr verlassen so etwa 300 000 Paletten den Standort. In der Vergangenheit lösten sich aber während des Transports durch scharfes Bremsen immer wieder Kartons aus dem Verbund auf den Ladeflächen und Flaschen gingen zu Bruch. Auch für die automatische Be- und Entladesysteme der Abnehmer muss die Ware ausreichend gesichert sein.
Daher suchten die Verantwortlichen nach einer Lösung, die mehr Sicherheit und Stabilität der Getränkestapel gewährleistet. Die Wahl fiel auf die Stretch hood M. „Die Hochleistungsverpackungsanlage überzieht die palettierten Getränkekartons mit einer 40 Mikrometer dünnen Folienhaube. Damit gelangen diese unbeschadet zu den Abnehmern“, freut sich Joachim Engler, Technischer Leiter bei Rotkäppchen-Mumm. „Außerdem können wir mit der Mehrformatanlage zwei verschiedene Palettengrößen verpacken. Der Wechsel erfolgt halbautomatisch ohne Nachrüstungen.“
Für die speziellen Anforderungen bei Rotkäppchen-Mumm entwickelten die Spezialisten gemeinsam mit den Folienherstellern eine angepasste Lösung. Um beispielsweise zu verhindern, dass beim Transport durch Wärme (Sonneneinstrahlung) Kondensat entsteht, kommt in diesen Fällen eine gelochte Folie zum Einsatz, durch die der Wasserdampf entweichen kann.
„Um die gelochten Folien besser verarbeiten zu können, haben wir eine spezielle Vorrichtung entwickelt “, erläutert Klaus-Dieter Enzenbach, Gebietsverkaufsleiter bei Beumer. Diese sorgt dafür, dass die Folien störungsfrei vom Greifsystem oder der Saugvorrichtung aufgenommen werden können. Denn gerade bei gelochten Folien, die zudem sehr dünn sind, besteht die Gefahr, dass die Löcher durch den Stanzvorgang an den Schnittkanten verblocken.
Verändert wurde auch die Fördertechnik, die jetzt unterschiedliche Palettengrößen transportieren kann. Die Steuerungstechnik erkennt unterschiedliche Stapelhöhen automatisch und stellt sich flexibel darauf ein. Ein Ultraschallsensor ermittelt die erforderliche Folienlänge. Die Folie wird anschließend zugeschnitten und an der Schnittkante verschweißt. Die so gebildete Haube wird wie eine zweite Haut über den Stapel gezogen und dabei bis zum Palettenfuß geführt. Bis zu 100 Ladeeinheiten pro Stunde lassen sich so verpacken. Über eine Förderanlage gelangt die Palette dann in den Versandbereich.
Eine Herausforderung für die Beckumer war der Zeitrahmen, in dem die Anlage installiert und in Betrieb genommen werden sollte. „Uns standen genau drei Wochen zur Verfügung“, erinnert sich Enzenbach. Der Standort schließt nur einmal jährlich im Sommer den Betrieb. „Wir mussten in dieser Zeit den Stretch hood passgenau in die Linie einfügen“, sagt Enzenbach. Auch dieser Teil des Projekts verlief reibungslos. Seit August 2013 ist die neue Verpackungsanlage nun in Betrieb.
Beumer Group GmbH & Co. KG www.beumergroup.com
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