Steuerungsunabhängige Roboter in Windeseile in die Maschine integriert Roboterintegration 4.0

Steuerungsunabhängige Roboter in Windeseile in die Maschine integriert

Roboterintegration 4.0

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Vom Delta- bis zum Knickarm-Roboter: Majatronic stellt Robotermechaniken her, die Maschinenbauer leicht in ihre Maschinensteuerung integrieren können. Besonders einfach geht das dank Mapp-Technology bei B&R-Steuerungen.

Benötigt ein Maschinenbauer einen Roboter für ein neues Anlagenkonzept, führt ihn sein erster Weg in der Regel zu einem der Großen der Roboterbranche. Üblicherweise kann die Robotermechanik dabei aber nicht getrennt von der Robotersteuerung bezogen werden. Doch immer mehr Maschinen- und Anlagenbauer wollen Robotermechanik und Robotersteuerung nicht im Bundle kaufen: Sie wollen neben ihrer Maschinensteuerung keine zusätzliche Robotersteuerung einsetzen, da diese mehr Aufwand für Engineering, Inbetriebnahme und Wartung bedeutet. Zudem erschweren die Latenzzeiten der Schnittstelle zwischen Roboter- und Maschinensteuerung die Synchronisation der Roboterbewegungen mit Maschinenprozessen, etwa der Bewegung eines Förderbands.

In diese Marktlücke stoßen Anbieter wie Majatronic. Die Tochter des deutschen Lebensmittel-Maschinenbauers Maja hat seit 2010 etwa 150 verschiedene Delta- und Duopod-Roboterkinematiken entwickelt. Diese decken Traglasten von 0,5 bis 350 kg ab – darunter ein Deltaroboter mit 50 kg Traglast. Das Besondere: Die robusten Robotermechaniken werden ohne Steuerung und Antrieb oder sonstiges Zubehör unter dem Markennamen Autonox 24 angeboten.

Über 700 Roboter im Einsatz

Damit die Käufer die Robotermechaniken leicht in ihre Maschinen und Anlagen integrieren können, arbeitet Majatronic eng mit Steuerungsanbietern wie B&R zusammen. Dieses Angebot hat schon viele Maschinenbauer überzeugt, wie Hartmut Ilch, geschäftsführender Gesellschafter der Majatronic, stolz berichtet: „Über 700 Roboter aus unserer Produktion arbeiten heute in Kundenmaschinen.“ Zu einem guten Teil sind das Verpackungsmaschinen, die in der Lebensmittelindustrie eingesetzt werden.

Dort liegen auch die Anfänge von Autonox 24. Der erste Roboter von Majatronic war ein Deltaroboter im Hygienedesign. „Schnell hat sich aber gezeigt, dass sich die Maschinenbauer für unser steuerungsunabhängiges Konzept begeisterten und sich auch Roboter fürs Verpacken und Sortieren in Umgebungen wünschten, die kein Hygienic-Design erfordern“, erzählt Ilch. Dazu zählen seit kurzem auch Knickarmroboter, um Operationen wie das Palettieren im Rahmen der Maschinensteuerung abdecken zu können.

Majatronic hat diese 6-Achs-Knickarmroboter mit Unterstützung von vier namhaften Pilotkunden entwickelt, die bislang Roboter mit separater Robotersteuerung im Einsatz hatten. Die ersten beiden Mitglieder der so entstandenen Articc-Familie sind ein 6-Achs-Roboter mit 20 kg Traglast und einem Arbeitsbereich von 4 m sowie eine kleinere Variante mit 8 kg Traglast und einem Arbeitsbereich von 2 m.

Kern der Anwendung: Mapp-Robotics

Von Anfang an war bei den Neuentwicklungen B&R mit an Bord. Mit Hilfe der Engineering-Umgebung Automation Studio programmierte man einen Dauertest für den ersten Prototyp des 20-kg-Roboters sowie einen Messe-Showcase. Der Kern der Anwendung wurde mit Mapp-Robotics abgebildet, das modulare Funktionsblöcke für die Roboterprogrammierung sowie vordefinierte Kinematikmodelle umfasst. Kernfunktionen der Roboteranwendung müssen vom Anwender also nicht mehr ausprogrammiert werden.

Als der Prototyp bei Majatronic dann stand, schloss sich im zweiten Schritt die Inbetriebnahme des Roboters an. „Schon nach vier Stunden lief der Roboter. Das war der absolute Knüller“, sagt Ilch. „Die kurze Inbetriebnahmezeit und die Qualität der Bahnführung haben uns sofort begeistert. B&R nimmt damit eindeutig eine Spitzenposition unter den Steuerungsherstellern ein.“

Performance steigt um 50 %

Weiterer Vorteil: Der modulare Aufbau von Mapp-Technology erlaubt es zudem, die Anwendung bei Bedarf einfach zu erweitern und beispielsweise Förderbänder oder andere Maschinenkomponenten auf der gleichen Steuerungsplattform zu integrieren. „Diese enge Integration von Roboter und Maschinenkomponenten bietet beste Voraussetzung für die Umsetzung von Industrie-4.0-Konzepten. Sie wirkt sich zudem positiv auf die Leistungsfähigkeit der Gesamtmaschine aus“, schwärmt Ilch. „Wir konnten in einem Benchmark zeigen, dass der Anwender mit unserem Konzept die Performance einer bestehenden Anlage auf einen Schlag um gut 50 Prozent steigern kann.“

Die Folge: Sowohl der Standardsteuerungshersteller als auch der Standardroboterhersteller kamen nicht mehr zum Zug. Ilch: „Wegen der bestechenden Vorteile eines steuerungsunabhängigen Roboters werden wir diese Entwicklung zukünftig bei immer mehr Maschinen- und Anlagenbauern sehen.“

B&R Industrie-Elektronik GmbH

www.br-automation.com; Motek Halle 7, Stand 7101



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