Nester können bei Formatwechsel via Schnellverschluss in weniger als einer Minute ausgetauscht werden

Cleverer Antrieb für Fächerkette erhöht Flexibilität

Als zweizügige Taktkette verfügt der Racetrack über zwei Antriebssysteme. Sie arbeiten unabhängig voneinander, so dass pro Minute bis zu 300 Stück kontinuierlich ankommender Produkte gruppiert und einem Sammelpacker zugeführt werden können
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Zusammen mit dem langjährigen Antriebstechnik-Partner Lenze hat Bedo Verpackungstechnik den Racetrack entwickelt. Das Highlight der Maschine zum Aufstellen und Gruppieren von Verpackungen: Bei der Formatumstellung entfallen die sonst üblichen umfangreichen Umbaumaßnahmen.

Bestehende Maschinen, mit denen sich Verpackungen wie Schokoladentafeln, Fertigsuppentüten oder Keksschachteln gruppieren lassen, haben einen klaren Nachteil: Ein Formatwechsel führt entweder zu einem mühseligen Wechsel der Fächer, von denen die ankommenden Produkte aufgenommen werden, oder erfordert den Tausch des kompletten Fächerkranzes.

„Meist ist bei den bisherigen Systemen die Mechanik inklusive der anhängenden Fächer seitlich an den Antrieb adaptiert. Sie muss bei der Umstellung auf ein neues Format als Ganzes entfernt werden. Stattdessen arbeiten wir mit einem Antrieb in Verbindung mit einem Mitnehmer. Letzterer zieht einen auf einem Schienensystem laufenden Zug aus mehreren Wagons, die mit den Fächern – bei Bedarf sogar in unterschiedlichen Formaten – bestückt sind“, erklärt der geschäftsführende Gesellschafter Dieter Kundt.
Zum Wechseln der Fächer müssen nur die Wagons mit den anderen Fächern eingehängt werden. Das Antriebssystem samt Mitnehmer bleibt unangetastet. Die Fächer werden werkzeuglos in die beiden Schienensysteme eingesetzt und mittels Schnellverschluss befestigt. Der Austausch dauert kaum eine Minute.
Als zweizügige Taktkette verfügt der Racetrack über zwei dieser Antriebssysteme. Sie arbeiten unabhängig voneinander, so dass pro Minute bis zu 300 Stück kontinuierlich ankommender Produkte gruppiert und einem Sammelpacker zugeführt werden können.
Dafür mussten sich die Ingenieure von Bedo allerdings Einiges einfallen lassen. Kundt: „Bei konventionellen Systemen sind Antrieb und Fächer über die gleiche Vorschubkonstante mechanisch fest gekoppelt. Beim Racetrack müssen wir berücksichtigen, auf welcher Position sich der Mitnehmer gerade befindet, um das als nächstes zu befüllende Fach richtig positionieren zu können.“
Zusammen mit den Antriebsexperten wurde eine ebenso clevere wie einfache Lösung gefunden: Die Positionen werden im Teach-in-Verfahren einmal erfasst und dann im Normalbetrieb vom eingesetzten Getriebemotor in Kombination mit einem Servo-Umrichter Servo Drives 9400 automatisch angefahren. Der Servo-Umrichter dient gleichzeitig als Hardware-Plattform für die Applikationssoftware des Racetrack und kommuniziert via Profibus-Modul mit der Steuerung des Sammelpackers.
Dabei war die Bewältigung der Aufgabenstellung wesentlich komplexer, als dies auf den ersten Blick erscheinen mag: „Wir hatten uns zum Ziel gesetzt, 12 Takte in zwei Sekunden und das ganze Bewegungsprofil in 3,5 Sekunden abzuarbeiten. Dabei waren einige Hürden zu nehmen, wie die Tatsache, dass sich mit jedem Beladungsvorgang das Gewicht des Zuges ändert. Es ist uns aber gelungen – auch wegen des zulässigen hohen Überstroms der Lenze-Antriebe.“
Neben dem Produktportfolio hat Kundt auch die kompetente technische Unterstützung überzeugt: So konnte der im Grobkonzept eingeplante Getriebemotor ohne Leistungseinbußen durch eine kleinere Variante ersetzt werden. Auf Herz und Nieren geprüft wurde diese Lösung von Lenze-Mitarbeitern schon vor der Inbetriebnahme: mittels einer Simulation der Last-, Geschwindigkeits- und Stromprofile mit der Antriebsauslegungssoftware Drive Solution Designer (DSD).
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