Roboter in der CFK-Tankproduktion: vom Spritzen bis zum Fräsen und Sägen

Traditionelle Handarbeit trifft Roboterautomation

Anzeige
Mit Robotertechnik von Kawasaki optimiert der sächsische Tankhersteller Haase seine Produktion. Die Sicherheitssoftware Cubic-S sorgt dabei für ein sicheres Miteinander von Mensch und Roboter.

Mit ihren doppelwandigen Keller- und Erdtanks aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) ist die Haase Gruppe seit mehr als 50 Jahren ein Marktführer der Tankbranche und setzt dabei auf eine gezielte Verbindung traditioneller Handarbeit und moderner Automatisierungstechnik. Haase setzte frühzeitig auf den Einsatz von Robotern in der Produktion. In den vergangenen Jahren nutzte Haase vor allem gebraucht erworbene Roboter zweier anderer Hersteller für Spritzapplikationen und die mechanische Bearbeitung. Diese Roboter stammten allerdings bereits aus dem Jahr 1989, so dass sich Wartung und Instandhaltung der Maschinen zunehmend schwieriger gestalteten sowie langfristig keine zuverlässige Beschaffung von Ersatzteilen mehr zu gewährleisten war.

Um die alternde Roboterausstattung auszutauschen, besuchte Jürgen Krell, technischer Leiter bei Haase, 2010 die Automatica in München und kam dort neben anderen Herstellern unter anderem mit Kawasaki Robotics ins Gespräch – die Entscheidung war schnell getroffen. Krell: „Für uns waren der attraktive Preis, das robuste Design und das schlanke, aber genau passende Anforderungsprofil des Roboters entscheidend. Mit einem bewährten Kawasaki Partner im Nachbarort war auch der verfügbare Service für uns optimal. Und auch der technische Support seitens Kawasaki selbst hat sich schnell als besonders zuverlässig und flexibel bewährt.“

Alle Spritzplätze automatisiert

Die Wahl fiel auf einen ZT130S für das Spritzen des GFK: Der Konsolroboter trägt bis zu 130 kg und verbindet mit einer horizontalen/vertikalen Reichweite von 3230 mm/4571 mm einen großen Arbeitsbereich mit hoher Präzision. Einige Zeit später kam ein BX100L hinzu, welcher auch für das Aufbringen von Harz und Glasfasern auf eine Form eingesetzt wird. Im Winter 2010 wurde das alte Robotermodell entfernt, die Anlage entkernt, und in weniger als drei Monaten war die Integration des neuen Roboters abgeschlossen. Mittlerweile wurden alle Spritzplätze in der Produktion erfolgreich automatisiert.

Im Winter 2013 kam ein ZT130L zur Bearbeitung von Deckeln und Boden mit automatischem Werkzeugwechsel dazu – im Vergleich zum ZT130S mit einer erhöhten Reichweite von 3530 mm. Die größten Haase-Tanks mit bis zu 4 Meter Durchmesser waren zuvor nur manuell bearbeitbar, doch durch den ZT130L ist die Produktion nun deutlich flexibler und schneller. „Im direkten Vergleich zu 2011 konnten wir unseren Output mehr als verdoppeln“, so Krell.

Automatischer Werkzeugwechsel

Der ZX130L nimmt die nötigen Werkzeuge nach Bedarf selbst auf: Ein entsprechender Wechselbahnhof wurde von Haase eigens entwickelt. Besonders praktisch: Der Roboter ist nicht auf Spezialwerkzeug angewiesen, sondern nutzt handelsübliche Maschinen. Ein Fräswerkzeug wird für die Vorbereitung des Mannlochs im Tank eingesetzt, während ein Winkelschleifer die zu laminierende Fläche für die weitere Bearbeitung vorbereitet. Zwei Sägen ermöglichen zum einen das präzise Zuschneiden des Werkstückes sowie das Schleifen des Tankaußenbereichs. Ein Saugaufsatz erlaubt eine gründliche und punktgenaue Endreinigung der Deckel und Böden.

Eine Lichtschranke sichert den Arbeitsbereich des Roboters in Kombination mit dem Sicherheitssystem Cubic-S effektiv ab. Die Software ermöglicht die Einrichtung besonders platzsparender Applikationen und Sicherheitsbereiche ohne aufwändige externe Sicherheitsmaßnahmen. Kawasakis Cubic-S vereinigt acht Sicherheitsfunktionen – unter anderem eine individuelle Definition und genaue Begrenzung des verfügbaren Arbeitsraums.

So sind platzsparende Applikationszellen realisierbar. Der Roboter kann die Grenzen des Arbeitsbereichs nicht überschreiten. Auch die einzelnen Achsen des Roboters werden überwacht: Vorab definierte Achswerte bilden die Grenzen der möglichen Bewegungen. Werden zudem eine vorab definierte Geschwindigkeit überschritten, zuvor gestoppte Achsen bewegt oder Werkzeuge ihre vorgesehene Orientierung verlassen, schaltet Cubic-S den Roboter automatisch ab. Krell: „Bei uns sind Handarbeit und Automatisierung eng miteinander verwoben. Daher optimieren wir Cubic-S und unser Sicherheitssetup laufend weiter, um die gemeinsame Arbeit von Mensch und Roboter noch einfacher, effektiver und sicherer zu gestalten.“

Kawasaki Robotics GmbH

www.kawasakirobot.de


Mehr zum Thema Robotik aus Odense
Anzeige

Aktuelle Ausgabe

Schlagzeilen

KUKA: Smarte Automatisierung

KUKA Roboter Hochschule Karlsruhe

Smarte Automatisierung mit KUKA im Überblick

Newsletter

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

Themenseite Cobot

Erläuternde Beiträge, Neuigkeiten, Anwendungsbeispiele und Hintergrundinfos rund um das Thema kollaborative Robotik

Messevideo


Greiferintegration leicht gemacht: Die Zimmer Group zeigt, wie es geht.

Kalender

Aktuelle Termine für die Automatisierungsbranche

Whitepaper

Whitepaper aller unserer Industrieseiten

Alle Webinare & Webcasts

Webinare aller unserer Industrieseiten

Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice

Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de