Kunststoffproduktion: Anlage analysiert umspritzte Stahlbuchsen

Roboter prüfen im Fünf-Sekunden-Takt

mmpruefung.jpg
Sechs Varianten der ummantelten Stahlbuchsen können in der Anlage geprüft werden. Bild: Martin Mechanic
Anzeige
Eine Anlage von Martin Mechanic prüft und beschriftet auf einem Rundschalttisch die Kunststoff-Ummantelung von Stahlbuchsen.

Zur Produktion von Gleitlagern werden Stahlbuchsen mit Kunststoff umspritzt. Hierzu legt der Werker die Rohteile in bereit gestellte Magazine ein. Zwei Omron-Roboter, die dank ihrer Präzision auch bei hoher Arbeitsgeschwindigkeit als besonders zuverlässig gelten, entnehmen die Buchsen aus dem Magazinschacht. Sie führen sie zum Pendeltisch der Prüfanlage.

Die Multiliftsysteme der Spritzgussmaschine legen die Rohteile mit ihrem schwenkbaren Greifer ins Werkzeug der Maschine ein und entnehmen diese nach dem Spritzgießen wieder. Die Produktionsanlage ist in der Lage, bis zu sechs unterschiedliche Teilevarianten ohne Umrüstzeiten zu bearbeiten.

Der Multiliftgreifer bringt die umspritzten Teile zum Pendeltisch zurück. Auf dem Rundtisch beginnt dann die eigentliche Arbeit der Prüfanlage, die zwei unterschiedliche Ausführungen zeitgleich begutachten und beschriften kann. Auch deren Werkstückaufnahmen sind so ausgestaltet, dass bis zu sechs Varianten der ummantelten Stahlbuchsen rüstfrei aufgenommen werden können.

Rundtisch mit acht Stationen

Die acht Stationen durchlaufen die Teile in einer Zykluszeit von fünf Sekunden. An der ersten Station wird das Bauteil je nach Ausführung zunächst gewendet und einer Finishoperation unterzogen. Die Stärke der Kunststoff-Ummantelung wird an der zweiten Station gemessen. Ein Faserlaser versieht das fertige Bauteil an der dritten Station mit dem Datamatrix-Code (DMC) mit Seriennummer, Chargennummer und Produktionsdatum.

Ein Scanner liest den DMC-Code nochmal aus, um zu testen, ob das Schriftbild klar erkennbar ist. Alle Bauteile, die nicht gegengelesen werden können oder deren Messung negativ ausfällt, werden bereits an der fünften Station aussortiert. Die doppelachsige Handling-Einheit wirft den Ausschuss über dem dazugehörigen Teileschacht ab. Die Buchsen, die das System als in Ordnung erkennt, wandern zur sechsten Station weiter und von dort auf ein Förderband. Die Stationen 7 und 8 des Rundschalttisches dienen im Wechsel der Neuaufnahme von fertig umspritzten Bauteilen.

Entwicklung, Konstruktion, Montage und Inbetriebnahme der Prüfanlage, die mit 12 Quadratmeter Grundfläche sehr platzsparend arbeitet, dauerten nicht mal ein dreiviertel Jahr.

Martin Mechanic Friedrich Martin GmbH & Co. KG

www.martinmechanic.com

Anzeige

Aktuelle Ausgabe

Schlagzeilen

KUKA: Smarte Automatisierung

KUKA Roboter Hochschule Karlsruhe

Smarte Automatisierung mit KUKA im Überblick

Newsletter

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

Themenseite Cobot

Erläuternde Beiträge, Neuigkeiten, Anwendungsbeispiele und Hintergrundinfos rund um das Thema kollaborative Robotik

Messevideo


Greiferintegration leicht gemacht: Die Zimmer Group zeigt, wie es geht.

Kalender

Aktuelle Termine für die Automatisierungsbranche

Whitepaper

Whitepaper aller unserer Industrieseiten

Alle Webinare & Webcasts

Webinare aller unserer Industrieseiten

Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice

Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de