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Roboter führt Teile zu

Objekterkennung via 2D- oder 3D-Vision
Roboter führt Teile zu

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Mit einer strategischen Partnerschaft wollen die Automatisierungsspezialisten Erhardt + Abt und Arotec die robotergestützte Zuführung von kleinen und großen Teilen voranbringen.

Unabhängig davon, ob große Teile manuell oder kleine Teile via Rüttelbänder, Vibrationsschienen und Schikanen zugeführt werden: „Die klassische Form der Teilezuführung ist in aller Regel ineffizient und wenig flexibel“, sagt Stefan Erhardt, Mitgründer von Erhardt + Abt. „In Unternehmen, die dabei Roboter einsetzen, zeigt sich: Durch die Automatisierung wird die Handhabung wesentlich ökonomischer.“

Im Pakt mit Arotec will Erhardt daher die robotergestützte Zuführung voranbringen: „Unsere Unternehmen ergänzen sich ideal. Wir sind Spezialist im Bereich der Zuführung kleinteiligen Schüttguts und Arotec ist Vorreiter bei automatisierten Lösungen zur Handhabung größerer ungeordneter Teile.“
Warum er diese Allianz schließt? „Es macht schließlich keinen Sinn, wenn jeder alles selbst entwickelt“, so Erhardt. „Und im Übrigen kennen wir uns bereits seit über 15 Jahren, als wir am Fraunhofer Institut IPA als Kollegen bereits gemeinsam Projekte bearbeiteten.“
Arotec-Geschäftsführer Norbert Cottone ergänzt: „Wenn im Unternehmen kleine und große ungeordnete Teile transportiert werden müssen, sichert unsere Erfahrung perfekt abgestimmte und verzahnte Prozesse.“ Und gerade in der Automobilindustrie – bei Herstellern wie auch Zulieferern – sei das Teilespektrum eben oft besonders variantenreich. Zudem sieht er Schmieden, Gießereien sowie Fertigungsbetriebe und Bearbeitungszentren als Zielbranchen. „Wir haben bereits Anlagen für die verschiedensten Aufgaben realisiert: sei es für die spanende Fertigung, in der Montageautomation oder bei der Verpackung“, bekräftigt Erhardt.
Bei der Großteilelösung Arotec sorgt ein 3D-Objekterkennungssystem für die Lokalisation. Eine integrierte Bahnplanung verhindert dabei Kollisionen der Roboter. „Beim Griff in die Kiste ist die eigentliche Objektlokalisation nicht von entscheidender Bedeutung, sondern die Fähigkeit, ein lokalisiertes Objekt mit dem Roboter aus der Kiste zu bekommen. Daher ist bei der 3D-Erkennung die kollisionsfreie Bahnplanung entscheidend“, erklärt Cottone.
Die Taktrate werde beim Griff-in-die-Kiste meistens durch die Zykluszeit des Roboters begrenzt. „Für eine normale Applikation beträgt die Zykluszeit etwa 6 bis 8 Sekunden. Das ist aber abhängig von der Größe des Erfassungsbereichs und der Ablagepo- sition“, so Cottone. Die Berechnungszeit für Objekterkennung und Bahnplanung betrage im Allgemeinen 2 bis 5 Sekunden, wobei dabei mehrere Objekte gleichzeitig erfasst werden.
Zum Einsatz kommen beim 3D-Griff in die Kiste Knickarmroboter. Dabei sei man vollkommen herstellerunabhängig, betont Arotec. Als ehemalige Kuka Innotec GmbH besitze man aber viel Erfahrung und Know-how mit den Augsburger Robotern.
„Bei der Kleinteilezuführung sind wir in der Auswahl des Handhabungsgerätes offen“, betont Erhardt. „Hier können 6-Achs-Roboter, 4-Achs-Roboter wie Scaras oder Parallelkinematiken oder auch Achssysteme beispielsweise von unserem Partner Festo zum Einsatz kommen.“ Bei der Keinteilelösung werden die Werkstücke auf dem Transportband von einer 2D-Kamera lokalisiert.
„Dazu muss aus dem Schüttgut durch spezielle Vereinzelungstechniken dafür gesorgt werden, dass die Werkstücke am Ende einzeln auf dem Band liegen. Das stellt diverse Ansprüche an die technische Ausführung einer solchen Anlage“, betont Erhardt. Generell seien bei Kleinteilen Zykluszeiten von 0,5 Sekunden möglich, so Erhardt. „In der Regel liegen die Kundenforderungen aber bei maximal 4 bis 5 Sekunden.“
Arotec Automation und Robotik GmbH www.arotec-robotik.de
Erhardt + Abt Automatisierungs- technik GmbH www.roboter.de www.teilezufuehrung.de
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