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Leichtbauarm bedient vier Spritzgießmaschinen

Umsetzen des Roboters funktioniert dank Euromap 67-Schnittstelle ohne Probleme
Leichtbauarm bedient vier Spritzgießmaschinen

Der sechsachsige Knickarmroboter kommt auf vier verschiedenen klassischen Spritzgießmaschinen zum Einsatz. Dabei sitzt der Roboter platzsparend auf den Maschinen auf – ganz ohne Schutzzaun
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Das Schweizer Kleinunternehmen Profatec setzt den Leichtbauroboter von Universal Robots in der Kunststoffspritzerei an vier verschiedenen Maschinen ein und hat damit den Zeitaufwand für das Bedienen der Maschinen deutlich verringert.

Profatec aus dem Schweizer Kanton Graubünden beschafft KunststoffSpritzgießwerkzeuge aus Asien für den deutschsprachigen Raum und hat seit 2007 auch eine eigene Kunststoffspritzerei. Dort stellt man Teile für Haushalts- und Freizeit-Produkte sowie für den Automobilsektor her – meist in kleinen Stückzahlen zwischen 500 und 5000 Stück.

Bislang wurden die Maschinen relativ aufwändig von Hand bedient. Auch kleinere Nacharbeiten, wie das Abtrennen von Angüssen, haben die vier festangestellten Mitarbeiter erledigt. Um diese Abläufe zu optimieren, suchte Profatec eine Alternative zur Handarbeit.
Erste Überlegungen des Geschäftsführers Chris Battaglia drehten sich um den Einsatz von Linearhandlings, wie sie in vielen Werkhallen vorkommen. Allerdings sind diese unflexibel und benötigen viel Platz. Eine Empfehlung brachte Battaglia auf die Schweizer Bachmann Engineering, die den Leichtbauroboter UR 5 vorschlug. Im Gegensatz zur Linearlösung passt dieser zu den spezifischen Anforderungen – und das zu einem ähnlichen Preis.
Der sechsachsige Knickarmroboter mit 18 Kilogramm Eigengewicht trägt bis zu fünf Kilogramm und kommt auf vier verschiedenen klassischen Spritzgießmaschinen zum Einsatz. Dabei sitzt der Roboter platzsparend jeweils auf den Maschinen auf. Mit anwendungsspezifischen Greifern entnimmt er die Teile aus der Maschine und kümmert sich um die Nachbearbeitung.
Sind verschiedene Teile in einer Maschine, nimmt er diese gemeinsam heraus und legt sie einzeln ab. Eine sortenreine Trennung ist so garantiert. Bei einer anderen Anwendung sortiert er mit Hilfe der mitzählenden Roboter-Steuerung immer 100 Teile und legt sie auf einem getakteten Laufband ab.
Das Umsetzen des Roboters von einer Maschine auf eine andere funktioniert ohne Probleme – auch dank einer Schnittstelle für Euromap 67. Damit der Roboter unterschiedliche Anwendungen ausführen kann, werden jeweils spezifische Werkzeuge an den Arm montiert, der mit einem 90°-Schwenkzylinder mit Adapterplatte ausgestattet ist. Um das Ganze zu einem wahren Schnellspannsystem zu machen, wurde pro Werkzeug eine spezielle Platte hergestellt, die mit Druckluft und Vakuum gekoppelt ist. So ist ein schnelles und einfaches Austauschen innerhalb von zehn Sekunden möglich.
Wichtig war Profatec vor allem, dass der Platz in der Produktionshalle optimal genutzt wird. Hier punktet der UR 5, denn er darf – je nach Anwendung – ohne Schutzzaun in nächster Nähe zum menschlichen Kollegen arbeiten. Für die Mitarbeiter ist der Einsatz von Robotern in der Produktion ein Novum – aber sie zeigen sich nach knapp einem Jahr begeistert: Statt monotoner Arbeiten übernehmen sie heute spannende Aufgaben wie das Einrichten und Programmieren des Roboters und überlegen sich dabei immer neue Möglichkeiten, wie dieser in der Produktion optimal eingesetzt werden kann.
Für Battaglia ist die Roboterlösung ein echter Gewinn, da sie zusätzliche Autonomie in der Produktion ermöglicht – diese kann nun bis spät in die Nacht laufen, ohne dass sie personell besetzt sein muss. Außerdem konnten die Bedienstunden deutlich reduziert werden. Bei einer Anwendung, die zuvor hundertprozentig bedient wurde, kann jetzt eine zehnstündige Geisterschicht gefahren werden. In vielen anderen Fällen benötigt das, was früher alle zehn Minuten bedient werden musste, heute nur noch alle zwei Stunden manuelle Eingriffe.
Universal Robots A/S www.universal-robots.com
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