Spritzguss-Fertigung von Steuergehäusen: 25 Roboter im perfekten Zusammenspiel 52 Stanzteile in 35 Sekunden platziert

Spritzguss-Fertigung von Steuergehäusen: 25 Roboter im perfekten Zusammenspiel

52 Stanzteile in 35 Sekunden platziert

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25 von FPT installierte Kuka Roboter bestücken bei Possehl Electronics drei Spritzgussmaschinen mit Stanzgittern zur Herstellung von Automobil-Steuergehäusen.

Am Standort Niefern produziert Possehl Electronics elektromechanische Präzisionskomponenten für die Automobilindustrie. Zur Herstellung von komplexen Steuergehäusen zur elektrischen Lenkung in verschiedenen Modellen namhafter Automobilhersteller setzt man in drei Produktionslinien seit 2013 auf roboterbasierte Automation.

Insgesamt 25 Kuka Roboter sorgen mit speziellen Greifern für das 0,1 Millimeter genaue Einsetzen der Stanzteile in die Spritzgussmaschinen – in sehr kurzen Taktzeiten. Realisiert hat das Ganze der Kuka-Systempartner FPT, der auch die zugehörige Greiftechnik liefert. Die Anforderungen waren hoch: Nicht nur das zuverlässige Handling einer Vielzahl von verschiedenen Bauteilen, sondern auch das Zusammenspiel von mehreren Prozessen und die extrem kurzen Einzelzykluszeiten sollten gewährleistet werden.

„Die Flexibilitätsanforderungen ließen bezüglich der Roboterkinematik nur den Einsatz von Knickarmrobotern zu“, so FPT-Geschäftsführer Harald Gläss. Die Augsburger Roboter mit fpt Bedienoberfläche waren zudem die einzige Lösung, für eine mit den Spritzgussmaschinen kompatible Bedien- und Programmieroberfläche. „Um die geforderte Präzision zu erzielen, mussten wir die Roboter teilweise im 0,1 Millimeterbereich teachen“, erinnert sich Gläss.

In Niefern bei Pforzheim verrichten heute in drei Produktionslinien insgesamt 25 Kuka Roboter zuverlässig und präzise ihre Arbeit – darunter mehrere Kleinroboter der KR Agilus Serie sowie ein KR 5 arc Roboter und mehrere Roboter aus dem mittleren Traglastbereich. Der Produktionsprozess ist bei allen drei Linien ähnlich.

„An eine Roboterzelle werden mit Leadframes bestückte Trays in Stapeln auf einem Förderband angeliefert“, erklärt Robert Tesch, bei Possehl für den Bereich Industrial Engineering von Stanz-, Spritz- und Automatisierungstechnik zuständig. Ein Roboter vom Typ KR 5 arc entnimmt dann das oberste Tray und legt es in die Ablage. Leere Trays holt er ab und stapelt sie auf dem Auslaufband.

Ein Aufbereitungsroboter vom Typ KR 6 R900 legt das Leadframe dann in die Stanzunterform auf einem Rundtakttisch mit vier Stanzwerkzeugen, die die Fahrzeugstecker-Pins vom Leadframe trennen. Vier Roboter KR 6 R900 der KR Agilus Serie entnehmen jeweils fünf Fahrzeugstecker, drei Sensor- und zwei Batteriestecker-Pins aus den Stanzwerkzeugen und legen diese in zwei Übergabeschieber, welche die zentrale Schnittstelle zwischen Aufbereitung und Spritzgießprozess darstellen.

Das Bestücken der Spritzgussmaschine erfolgt durch einen Roboter aus dem mittleren Traglastbereich. „Dieser Roboter gehört mit den KR 6 R900 zum Herzstück der Anlage“, so Tesch. Sie sorgen in exakt getakteter Zusammenarbeit und mit höchster Präzision dafür, dass 52 Stanzteile in kürzester Zeit 0,1 Millimeter genau in die Spitzgussmaschine platziert werden können.

Produktivität wurde deutlich gesteigert

Der mittelstarke Roboter entnimmt mit seinem speziellen Greifer die aufbereiteten Rohteile vierfach aus dem Übergabeschieber und legt sie in das Werkzeug ein, wo diese zu den technischen Kunststoffteilen gespritzt werden. Dann legt er die fertigen Steuergehäuse auf einer Übergabestation ab. Dort holt sie ein Kleinroboter ab und legt sie vor der Einsortierung auf einen Rundtisch, wo sie final geprüft werden.

„Die Lösung hat deutlich zur Steigerung der Produktivität beigetragen“, freut sich Tesch. „Basierend auf den guten Erfahrungen, werden wir weiterhin Kuka Sechsachsroboter einsetzen und die jetzt im Einsatz befindlichen auch für Folgegenerationen wieder verwenden.“

Kuka Roboter GmbH 

www.kuka.com



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