Endmontage von Weidezaungeräten profitiert von Werkstückträger-Transportsystem

Stein: Montageautomation verdoppelt Durchsatz

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In der Endmontage von Weidezaungeräten setzt die Horizont Group auf ein Werkstückträger-Transportsystem von Stein Automation: Pro Schicht werden jetzt bis zu doppelt so viele Komponenten montiert.

Neben Weidezaun-Technik stellt Horizont Blitzleuchten für Behörden und Vorwarntafeln für den Verkehrssektor her. Kunden fordern dabei immer kürzere Lieferzeiten ein. „Um schnell zu sein, müssen wir die Fertigung optimieren. Wir versuchen zu automatisieren und gleichzeitig flexibel zu bleiben“, skizziert Guido Kersting, Teamleiter Betriebstechnik.

Darüber hinaus müssen die Korbacher mit schwankenden Losgrößen klarkommen. Spitzen gibt es im Frühling, im Herbst wird mehr auf Lager produziert. In diesem Kontext nahmen die Verantwortlichen auch die Endmontage von Weidezaungeräten und Blitzleuchten ins Visier. „Wir haben ein System gesucht, das modular aufgebaut ist und gleichzeitig die Ergonomie für die Mitarbeiter verbessert“, sagt Kersting.

Maßgeschneidert aus Modulen

Diese Anforderungen standen auch im Lastenheft, das der Teamleiter an mehrere Hersteller von Montagesystemen geschickt hat. Die Wahl fiel schnell auf ein Werkstückträger-Transportsystem von Stein. „Wir haben zunächst einen Montageplatz entworfen und gemeinsam mit Horizont weitere Details geklärt“, sagt Jochen Wurm, stellvertretender Vertriebsleiter. In Villingen-Schwenningen entstand so ein maßgeschneidertes System mit Modulen aus dem Baukasten, das dann von Horizont getestet und für gut befunden wurde.

Die Anlage wurde dann in zwei Tagen in Korbach aufgebaut und danach reibungslos in Betrieb genommen.

Mit dem Ergebnis ist Kersting hoch zufrieden: „Dieses modulare System konnte kein anderer Hersteller anbieten.“ Sehr gut gelöst ist für ihn auch die Ergonomie der Arbeitsplätze. Die eingebaute Höhenausgleichseinheit lässt sich stufenlos zwischen 780 und 1.160 mm verstellen. „Das war zwar etwas teurer, aber das hat sich gelohnt. Unsere Mitarbeiter schätzen diese Möglichkeit, den Montageplatz an ihre individuellen Bedürfnisse anpassen zu können.“

Die Steuerung der Anlage übernimmt Stein Control. Horizont kann Arbeitsplätze frei an- und abwählen – je nach Produktvariante. „Wir sind mit einer manuellen Version gestartet. Später sollen auch noch automatisierte Stationen hinzukommen“, sagt Wurm.

Investition hat sich ausbezahlt

Mit der Leistung der Anlage ist Horizont rundum zufrieden. Kersting lobt insbesondere die hohe Flexibilität. „Wir können Barkenleuchten und Weidezaungeräte gleichzeitig montieren und je nach Charge entscheiden, welches Produkt an welchen Stationen bearbeitet wird.“ Im System ist auch das Softmove-System verbaut.

Softmove ermöglicht einen schonenden und schnellen Transport. Aus Sicht von Kersting ein weiterer Pluspunkt. „Softmove ist wichtig, weil die Stationen für eine ergonomische Bearbeitung präzise angefahren werden müssen, ohne dass Bauteile verrutschen“, sagt er. Die Investition hat sich daher gelohnt. Die Taktzeiten pro Arbeitsschritt liegen bei den gewünschten 25 Sekunden. Die Durchlaufzeiten haben sich signifikant verbessert. „Früher wurden beispielsweise 360 Leuchten pro Schicht montiert, heute sind es 720“, rechnet Kersting vor.

Die Kooperation mit Stein soll in Zukunft fortgeführt werden. Vorgesehen ist die Erweiterung der rund 8 m langen und 4 m breiten Anlage um vier Plätze für die Blitzleuchten-Fertigung. Diese läuft momentan noch an Einzelarbeitsplätzen. „Nach unseren Berechnungen könnten wir die Produktivität um 30 bis 40 Prozent steigern“, so Kersting. Darüber hinaus ist ein weiteres Ziel, die Prüfung von Weidezaungeräten zu automatisieren: „Ein gemeinsam mit Stein entwickeltes intelligentes Band wäre die richtige Lösung.“

Stein Automation GmbH & Co. KG

www.stein-automation.de



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