Da der Verpackungsroboter mehrere Aufgaben erledigen muss, war eine siebte Achse nötig Roboter stapelt sperrige Leuchten in Kartons

Da der Verpackungsroboter mehrere Aufgaben erledigen muss, war eine siebte Achse nötig

Roboter stapelt sperrige Leuchten in Kartons

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Bei Trilux verpackt und palettiert ein Motoman MH180-120 von Yaskawa Leuchteneinsätze und entlastet so die Rücken der Mitarbeiter.

Für Trilux konstruierte die Pirmasenser PKM Packaging eine Verpackungsmaschine, die pro Stunde bis zu 120 E-Line Leuchteneinsätze packt und palettiert. Kern der Anlage ist ein Motoman MH180-120 von Yaskawa. Er sorgt dafür, dass alle Leuchten schnell und genau verpackt sowie palettiert werden.

Für eine Robotiklösung gab es einige gute Gründe. Da die verpackten Produkte relativ unstabil sind, kommt ein Palettenkarton zum Einsatz, der die gestapelten Leuchten für den Transport stabilisiert. Für die Mitarbeiter war es anstrengend, die sperrigen Leuchten in den 800 mm hohen Palettenkarton zu heben und dort akkurat zu stapeln. Dass dies nun der Roboter übernimmt, schont die Rücken der Kollegen. Zudem ist sichergestellt, dass die einzelnen Lagen immer exakt aufeinandergestapelt sind.

„Für uns war wichtig, dass die Taktzeit der neuen Verpackungsanlage bei 30 Sekunden liegt. Da der Verpackungsroboter in der Anlage verschiedene Aufgaben erledigen muss, war eine siebte Achse notwendig. Platzgründe erforderten eine schlanke Bauweise des Roboters“, berichtet Sebastian Trägner, Teamleiter Manufacturing Engineering bei Trilux. Er entschied sich daher für PKM Packaging in Verbindung mit einem Handling-Roboter Motoman MH180-120, der über eine Traglast von 120 kg, 3058 mm Reichweite und eine schlanke Bauweise verfügt. Um den Aktionsradius zu erhöhen, kommt als siebte Achse eine TSL-2000 Fahrbahn zum Einsatz. Sie kann eine Wegstrecke von bis zu 24 m bei einer Höchstgeschwindigkeit von 1,8 m/s bewältigen.

Simulation im Vorfeld war echte Hilfe

Noch vor dem Bau der Anlage stand eine Simulation der genauen Bewegungsabläufe mit der Software Motosim. Dabei stellte sich heraus, dass der Roboter bei der vorgegebenen Taktzeit von 30 Sekunden neben der Verpackung der Leuchten noch weitere Aufgaben übernehmen kann. Nun legt er zudem die Montageanleitung bei und schließt Sicherheitstüren. „Für uns war die Simulation durch Yaskawa eine echte Hilfe“, erklärt Peter Dreher, Sales- and Project-Manager bei PKM. „Denn anfangs konnten wir uns auch vorstellen, dass die Anlage mit zwei Robotern arbeitet. Über Motosim hat sich aber gezeigt, dass der Motoman MH180-120 mit sechs Achsen und einer siebten Zusatzachse über die Fahrbahn alle vorgegebenen Aufgaben und mehr alleine erledigen kann. So konnten Sicherheitszonen, Bewegungen und was sonst bedacht werden muss, im vornherein berechnet werden.“

Die Verpackungsanlage ist so konzipiert, dass sie zwei unterschiedliche Leuchtentypen entweder in 1er- oder 4er-Gruppierung verpacken kann. Dies geschieht, indem ein Zubringerband die Leuchten der Anlage zuführt. Zwischenzeitlich entnimmt der Sauggreifer einen ungefalteten Kartonzuschnitt von einer unsortierten Palette und setzt diesen auf die Zentrierstation, wo der Karton millimetergenau positioniert wird.

Anschließend setzt der Greifer den Karton auf das Faltwerkzeug, legt eine Montageanleitung bei und setzt schließlich die Leuchte ein. Der Karton samt Leuchte wird nun von der Maschine nach unten gezogen und dabei gefaltet. Auf dem Weg zur Schließstation fährt der Karton an einer Leimdüse vorbei, wird mit Leim bestrichen und geklebt. Sobald neun Kartons am Ende des Fließbandes fertig verpackt sind, fährt der Roboter auf der Fahrbahn nach vorne und greift die gesamte Lage zu neun Stück, die er dann absolut genau auf der Palette im Palettierkarton stapelt. Die speziell entwickelte Greiferhand funktioniert über einen Saugmechanismus, der mit verschiedenen Vakuumkreisen arbeitet.

Yaskawa Europe GmbH

www.yaskawa.eu.com

PKM Packaging GmbH

www.pkm-packaging.com;
Fachpack Halle 1, Stand 1-235

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