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Prototypen automatisch schweißen

Roboterzellen punkten mit Qualität und Produktivität sowie vor allem Flexibilität
Prototypen automatisch schweißen

Dank seiner sieben Achsen kann der VA1400 auch innerhalb von Vorrichtungen und Fahrwerks- komponenten immer in der optimalen Schweißposition arbeiten
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Über den Prototypenbau bei Magna Cosma International finden neue Entwicklungen Eingang in die Serienproduktion renommierter Fahrzeughersteller. Eine hochflexible Roboterschweißanlage von Yaskawa unterstützt die Fahrwerksspezialisten jetzt beim Ringen um immer effizientere Prozesse und Fertigungsverfahren.

Die Magna-Tochter Cosma ist ein führender Lieferant für Fahrwerksmodule und komplette Karosseriesysteme. Am österreichischen Standort Weikersdorf konzentrieren sich die 120 Mitarbeiter der Cosma Engineering Europe im Auftrag der OEMs auf Produkt- und Prozessentwicklungen sowie auf den Prototypenbau von Fahrwerkskomponenten. Verfahren, Fertigungsstrategien und Produkte werden hier unter seriennahen Produktionsbedingungen erprobt, bevor sie Einzug in die Automobilwerke halten.

„Um eine serientaugliche Produktentwicklung mit qualitätsrelevanten und reproduzierbaren Schweißprozessen abbilden zu können, muss natürlich unser Produktionsequipment technologisch dem Stand der Anlagen bei den OEMs entsprechen“, erklärt der International Welding Engineer Alexander Bichl. „Da aber der Prototypenbau von kleinen Losgrößen bei einem ständig wechselnden Aufgabenspektrum dominiert ist, benötigen wir hier Roboterzellen, die nicht nur hohen Standards hinsichtlich Qualität und Produktivität entsprechen, sondern auch mit maximaler Flexibilität punkten.“
Daher hat Cosma in eine Motoman-Roboterschweißanlage investiert, deren Auslegung und Ausstattung nicht nur technologisch Maßstäbe setzt, sondern auch zeigt, was in Sachen Flexibilität heute möglich ist. In der Anlage kommen zwei Motoman Schweißroboter, zwei 500 kg-Positionierer sowie ein zweiachsiger Dreh-Kipptisch zum Einsatz – alle Komponenten stammen aus dem Hause Yaskawa. Beim Schweißequipment setzt man auf Fronius.
„Ausschlaggebend für das Layout der Schweißanlage war der Wunsch, alle im Chassis- und Fahrwerksbereich denkbaren Aufgabenstellungen abbilden zu können. Zudem ist der Einsatz von zwei Robotern eine weitere Grundvoraussetzung, denn nur durch das simultane Schweißen lassen sich Schweißnaht- und Fügefolgen für die spätere Serienproduktion ermitteln. Dabei geht es insbesondere darum, den Wärmeverzug der Bauteile durch gezielte, parallel ausgeführte Fügevorgänge der beiden Roboter in engen Grenzen zu halten“, verrät Bichl.
Zum Einsatz kommen dabei allerdings zwei unterschiedliche Schweißroboter. Während es sich beim Motoman HP20/6 um eine Standardmaschine handelt, punktet der zweite Schweißroboter VA1400 mit einer bahnbrechenden Innovation: Der Schweißroboter verfügt über sieben statt der klassischen sechs Achsen und erschließt dem Roboterschweißen damit eine neue Dimension.
Mit dem Siebenachser lassen sich auf engstem Raum Positionen anfahren, die bis dato als absolut unerreichbar galten. So kann der VA1400 auch innerhalb von Vorrichtungen und Fahrwerkskomponenten immer in der optimalen Schweißposition arbeiten. Die Folge sind perfekte Schweißergebnisse. Darüber hinaus zählt die Maschine zu den schnellsten Schweißrobotern am Markt.
Seit März 2012 ist die Anlage im Einsatz, und die Cosma-Mannschaft hat beste Erfahrungen gemacht, berichtet Bichl: „Die Roboterzelle bewährt sich selbst beim Schweißen höherfester Materialien mit 800 Megapascal Festigkeit und mehr. Dabei kommt es auf fein dosierbare Prozesse, die exakte Einhaltung aller Schweißparameter sowie eine hervorragende Bahngenauigkeit der Roboter an. Die Resultate überzeugen auch unter diesen verschärften Bedingungen. Die Nähte sind von ausgezeichneter Qualität, und dank spritzerarmer Ausführung ist keine Nacharbeit erforderlich. Das freut uns und unsere Kunden.“
Yaskawa Europe GmbH www.yaskawa.eu.com Schweißen & Schneiden Halle 7.0/A120
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