Umfassender Lösungsansatz aus Sensoren, I/O-System und Feldbus-Gateway

Pick-to-Light-System koordiniert die Cockpit-Montage

„Greif zum Licht“ – ein Pick-to-Light-System optimiert die Montage und reduziert die Fehlerquote deutlich
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SAS Automotive Systems produziert Cockpits für die Automobilindustrie – individuell zusammengestellt und just-in-sequence: Jede Minute muss in Zwickau ein Modul vom Band laufen. Damit dies reibungslos funktioniert, zeigt ein Pick-to-Light-System von Turck den Mitarbeitern in der Produktion genau an, wann welche Komponente montiert werden muss.

Rund vier Millionen Cockpits produzierte SAS 2010 an seinen vier Standorten in Deutschland. In Zwickau suchte man nach einem Weg, bei Produktion und Zusammenstellung der Cockpits Fehlerquellen weiter zu reduzieren. Dort werden Cockpits für das benachbarte VW-Fahrzeugwerk produziert – just-in-sequence.

Oliver Graf, mitverantwortlich für die Anlagenplanung: „Wir bekommen etwa 2,5 Stunden vor Anlieferzeitpunkt den Abruf-Impuls und müssen in entsprechender Zeit das gewünschte Cockpit fertigen.“ Um 1300 Cockpits pro Tag zu erreichen, muss bei SAS mindestens jede Minute ein fertiges Cockpit vom Band laufen. Die Montagezeit an jeder der 40 Stationen ist entsprechend kurz.
Wenn während der Qualitätskontrolle am Ende ein Fehler erkannt wird, muss dieser aufwändig manuell korrigiert werden. Der einfachste Weg zur fehlerfreien Produktion ist daher eine integrierte Qualitätskontrolle während der Montage. Vor Einführung des Pick-to-Light-Systems haben die Monteure die Konfiguration nur von einem Auftragsschein abgelesen und das Cockpit entsprechend bestückt. Somit waren Fehler – vor allem bei Varianten mit seltenen Bauteilen – nicht ganz zu vermeiden.
Mit dem Pick-to-Light-System von Turck und Banner konnte SAS die Fehleranzahl erheblich reduzieren. Das System übersetzt die spezifische Konfiguration in Lichtsignale, die dem Monteur die einzubauenden Teile in der richtigen Reihenfolge anzeigen. Dazu wurden alle Ausgabefächer mit einer Signalleuchte versehen. Der Monteur greift in das signalisierte Fach, entnimmt das Teil und baut dieses ein.
Die Signalleuchte verfügt über einen integrierten Lichttaster, der die Entnahme des Bauteils automatisch erfasst und quittiert. Das System meldet die Entnahme an die Produktionsliniensteuerung, welche den Auftragsabschluss registriert und damit die Freigabe für den Folgeauftrag auslöst.
Ein unbeabsichtigtes Quittieren des Lichttasters ist durch die Hintergrundausblendung des Sensors ab 100 mm ausgeschlossen. Eine weitere Sicherungsstufe bietet das System durch die Anzeige von Fehlgriffen: Greift der Monteur in ein falsches Fach, wird dies durch ein rotes Leuchtsignal sofort sichtbar.
Neben der Reduktion von Fehlern beschleunigt Pick-to-Light den Montageprozess, indem Monteure ihr Augenmerk nicht mehr auf die Identifikation der korrekten Produktkonfiguration richten müssen, sondern sich voll auf den korrekten zügigen Einbau konzentrieren können.
Eine der Hauptforderungen bei der Systemauswahl war eine automatische Quittierung durch eine Lichtschranke oder eine alternative Sensorik. Diese Funktion boten Anbieter. Punkten konnten die Mülheimer aber mit ihrem ganzheitlichen Lösungsansatz, der auch die Hardware zur Anbindung an die Produktionslinie enthält.
Nach und nach hat man in Zwickau 20 Montagestationen mit dem Pick-to-Light-System bestückt. Dabei wurden alle relevanten Lagerfächer der Einbaustationen mit je einer K50-Signalleuchte versehen. Für die Signalübertragung zwischen Lampen und Steuerung sorgt ein BL20-I/O-System, das über ein Feldbus-Gateway per Modbus/TCP an die Liniensteuerung angebunden wurde.
Schon vor der Installation in Zwickau hat die SAS-Gruppe am Standort Köln gute Erfahrungen mit Turcks Pick-to-Light-System gemacht. Dort ist das System seit rund fünf Jahren im Einsatz. Auch am Standort Saarlouis soll das System daher in Kürze die Fehlerquote bei der Cockpit-Konfektionierung minimieren.
Hans Turck GmbH & Co. KG www.turck.com
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