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Forschungsfabrik baut Zukunftsautos

Zusammenarbeit von Experten aus Wissenschaft und Industrie unter einem Dach
Forschungsfabrik baut Zukunftsautos

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An der Uni Stuttgart wird erforscht, wie die wandlungsfähige Fabrik für das Leichtbau-Auto der Zukunft im Jahr 2036 aussehen könnte. Der vom BMBF-geförderte Forschungscampus Arena 2036 (Active Research Environment for the Next Generation of Automobiles) führt Experten aus Wissenschaft und Industrie zum Thema Produktion und Leichtbau synergetisch zusammen. Auch in Wolfsburg/Braunschweig steht der Leichtbau auf der interdisziplinären Forschungsagenda.

„Der Forschungscampus Arena 2036 ist die Basis für wirkliche Sprunginnovationen in der Produktion“, freut sich Professor Thomas Bauernhansl, der Leiter des Fraunhofer IPA und des Uniinstituts IFF. In der Forschungsfabrik wird ein radikal neues und ganzheitliches Produktionskonzept nach den Anforderungen künftiger Wandlungsfähigkeit für funktionsintegrierten Leichtbau erforscht, am Beispiel des Fahrzeug-Bodenmoduls entwickelt und in einer ersten Pilotanlage demonstriert.

Diese wandlungsfähige Forschungsfabrik wird aus acht Bausteinen bestehen: aus fünf Modulen zur Vormontage des Bodenmoduls (Endbearbeitung, Montage der Modul- Ober- und -Unterseite), aus der Verlobung des Bodenmoduls mit dem Antriebsstrang und der Hochzeit zur Verbindung von Bodenmodul und Karosseriemodul sowie achtens aus neuartigen Förderhilfsmittel.
„Wir erforschen und erproben ein grundsätzlich neues Konzepts für die Fahrzeugproduktion – ohne Takt und ohne Linie –, verbinden Leichtbauprozesse mit taktiler Robotik, entwickeln effiziente, wandlungsfähige Logistiksysteme und sorgen für einen intuitiv konfigurierbaren Informationsaustausch zwischen Prozessmodulen im Sinne von Plug&Produce“, erklärt Bauernhansl die geplanten Innovationen.
„Wir werden den Aufbau und die Fertigung des Automobils von Grund auf überdenken und so auch künftig die Innovationsführerschaft hier in Deutschland behalten“, ist Prof. Herbert Kohler, der Leiter der Forschungsabteilung des ARENA-Partners Daimler, überzeugt.
Neben der Uni Stuttgart mit Instituten wie IFF, ISW oder IAT sind die Fraunhofer-Insitute IPA und IAO, die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf (DITF), das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie als Industriepartner BASF, Daimler, Robert Bosch oder die Mittelständler Artur Bär Maschinenbau und Dynamore beteiligt.
Die Stuttgarter Arena 2036 ist aber nicht der einzige vom BMBF geförderte Forschungscampus, der am Leichtbau-Auto der Zukunft tüftelt. Denn auch die Open Hybrid LabFactory aus dem Raum Wolfsburg/Braunschweig war beim Forschungs-campus-Wettbewerb erfolgreich. In der Nähe des VW-Stammwerks in Wolfsburg entsteht daher ein Kompetenzzentrum für wirtschaftlichen Leichtbau und innovative Werkstoff- und Fertigungstechnologien.
„Für die Großserie ist Leichtbau nicht alleine mit teuren Leichtbauwerkstoffen realisierbar. Für den Erfolg am Markt ist vielmehr ein intelligenter Multi-Material Mix erforderlich, der neue großserientaugliche Fertigungsverfahren ermöglicht“, so Professor Jürgen Leohold. Der Leiter der VW Konzernforschung denkt etwa an Strukturkomponenten im Multi-Material Mix, bei denen integrierte Hybridstrukturen aus Kunststoff, Metall und Hochleistungs-Fasern in nur einem Fertigungsschritt entstehen.“
Zum Konsortium gehören neben klein- und mittelständischen Unternehmen unter anderem Volkswagen, BASF, Magnacosma, Dowaksa, Aertex, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das CFK-Valley Stade sowie diverse Institute der Niedersächsischen Technischen Hochschule (NTH).
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