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Fahrerloses Transportsystem versorgt Getriebemontage

Durch den stetigen Ausbau ist ein rund 4300 Meter langes Streckennetz durch mehrere Hallen entstanden
Fahrerloses Transportsystem versorgt Getriebemontage

Anlieferung der Schaltgeräte an einer Montagelinie: Wegen wechselnder Getriebetypen gibt es immer wieder Umbauten bei den Maschinen, so dass sich auch die Streckenführung der FTS und die Positionen der Abgabe- und Aufnahmepositionen ändern muss
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Bei ZF in Saarbrücken übernimmt schon seit 1999 ein fahrerloses Transportsystem (FTS) von MLR die Versorgung der Getriebemontagelinien mit Schaltgeräten.

ZF fertigt unter anderem Automatikgetriebe in 6-Gang-, 8-Gang- und bald auch in 9-Gang-Ausführung mit den dazugehörenden Schaltgeräten. Inzwischen gibt es in Saarbrücken rund 50 Schaltgeräte-Varianten, die zur richtigen Zeit an eine der fünf Endmontagelinien angeliefert werden müssen. Das übernehmen fahrerlose Transportsysteme vom Typ Phoenix.

Mittlerweile drehen knapp 20 Fahrzeuge mit einer Maximalgeschwindigkeit von 1,5 m/s ihre Runden. Die fertigen Schaltgeräte stehen dabei in speziell angefertigten Boxen, die etwas kleiner als die üblichen Norm-Gitterboxen sind, zur Abholung bereit. 12 Schaltgeräte passen in eine solche Box hinein.
Bevor die Schaltgeräte endgültig verbaut werden können, müssen sie einer Prüfung unterzogen werden. Ist diese bestanden, gelangt das Material zur Endmontage oder wird in einem Hochregallager bevorratet. Den Bedarf an Schaltgeräten geben dortige Mitarbeiter an den Endmontagelinien an ihren Touchscreens ein, die mit dem Steuer- und Leitsystem LogOS verbunden sind. Dieses ermittelt das bestmögliche FTF und erteilt ihm über Funk den Auftrag, das Material zu holen und wegoptimiert an die Endmontagelinie zu bringen. Dort werden die zwei Einzelboxen automatisch wieder entstapelt. An jedem Montageplatz befinden sich zwei Fördertechnik-Stellplätze. Ein Stellplatz dient der Abgabe der angeforderten Schaltgeräte, der andere zum Abholen von Restmengen oder leerer Schaltgerätepaletten.
Da sich die fahrerlosen Fahrzeuge in Bereichen befinden, die auch von Fußgängern, Radfahrern und Staplern genutzt werden, sind sie mit umfassenden Sicherheitseinrichtungen ausgestattet: Bumper und Ultraschallsensoren, eindrückbare Gabelspitzen beziehungsweise Gabellichttaster und Laserscanner. Bei der neuen Generation wurde oben am Mast zudem ein Laserscanner als Kranhakenabsicherung montiert.
Anfangs standen die zu bevorratenden Schaltgeräte in ihren Boxen auf dem Boden. Als es dann zu Engpässen kam, errichtete man 2005 ein an LogOS angebundenes Hochregallager mit 12 Übergabestellen für die FTF. Hier werden jene Boxen zwischengelagert, die entweder als Anbruchboxen von der Endmontage zurück kommen oder vorproduzierte Schaltgeräte enthalten.
Im Werk wird in drei Schichten gearbeitet. Daher müssen auch die elektrisch angetriebenen Fahrzeuge rund um die Uhr im Einsatz sein. Hat die Bleibatterie eines Fahrzeugs einen bestimmten Entladungszustand erreicht, steuert es selbsttätig die Batteriewechselstation an der Stirnseite des Hochregallagers an, wo die Batterie manuell ersetzt wird.
Durch die sukzessive Einbindung zusätzlicher Produktions- und Montagebereiche entstand ein Streckennetz durch mehrere Hallen, das heute um die 4300 Meter lang ist. Eine Besonderheit dieser Anlage ist, dass es in Saarbrücken – beispielsweise durch Wechsel des Getriebetyps – immer wieder Umbauten bei den Maschinen gibt, so dass sich auch die Streckenführung der FTF und die Positionen der Abgabe- und Aufnahmepositionen ändern muss.
Der Aufwand für diese Änderungen ist aber vergleichsweise gering, da alle Fahrzeuge über Magnetnavigation verfügen. Überdies lässt sich LogOS den veränderten Situationen sehr schnell anpassen. Zudem können die Bediener einzelne Streckenabschnitte im Leitrechner sperren, so dass die FTF diese Wege umfahren.
MLR System GmbH www.mlr.de
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