Interview: Armin Wittmann, Projektleiter der Automatica, Messe München GmbH

„Zwei Sonderschauen zeigen Leichtbau und E-Mobility“

Der Diplom-Wirtschaftsingenieur Armin Wittmann leitet seit Juli 2011 das Automatica-Projektteam
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Welche Rolle Zukunftsthemen wie Batteriefertigung und Faserverbundstoffe dieses Jahr auf der Automatica spielen und wie er zusätzliche Besucher auf die Münchner Messe locken will, das erläutert Projektleiter Armin Wittmann im Gespräch.

Was sind Ihre Erwartungen für die Automatica 2012 in Sachen Aussteller und Besucher?

Wittmann: Fest steht: die Automatica wird größer und vielfältiger. Wir haben diesmal fünf Hallen, also wieder eine mehr als zur Vorveranstaltung in 2010. Die Key-Player sind alle wieder dabei. Das bedeutet ein klares Bekenntnis der Branchen zu ihrer Leitmesse. Wir gehen davon aus, dass wir das Niveau von 2010 übertreffen. In der internationalen Besucherkommunikation haben wir viele Maßnahmen ergriffen, um die Anwenderbranchen noch individueller als bisher anzusprechen. Unser Ziel ist, zusätzliche Besucher nach München holen.
Gerade die Branchen Lebensmittel, Medizintechnik und Pharma gelten als Hoffnungsträger der Automatisierer: Wie sprechen Sie diese Branchen an?
Wittmann: Inhaltlich wollen wir diese Branchen mit für sie interessanten Themen rund um das Thema Automatisierung begeistern. Im Vorfeld haben wir eine Studie erstellen lassen und bieten im „Automatisierungschancen Guide“ Markterkenntnisse darüber, welchen Wettbewerbsvorteil die Automatisierung in der jeweiligen Branche bieten kann. Um diese Themen fokussiert an die relevanten Besucherzielgruppen zu kommunizieren, nutzen wir das ganze Spektrum des Online Marketings. Und auf der Messe widmen wir diesen Branchen im Besucherforum, das wir in Zusammenarbeit mit dem Konradin Verlag veranstalten, am 23. Mai sogar eine ganze Vortragsreihe.
Was werden aus Ihrer Sicht die Highlights der Automatica 2012?
Wittmann: Die Highlights sind natürlich die Produktpremieren unserer Aussteller! Beim Rahmenprogramm setzen wir auf Zukunftsthemen wie Batteriefertigung und Faserverbundstoffe. Dazu wird es auf der Automatica zwei neue Sonderschauen geben: Die Sonderschau „Automatisierte Composite Produktion“ wird die automatisierte Fertigung von Faserverbund-Komponenten zeigen. Und die zweite Sonderschau „Batterieproduktion und Automatisierungstechnik“, die wir gemeinsam mit dem VDMA Fachverband Productronic und der RWTH Aachen veranstalten, wird die gesamten Abläufe einer Batterieproduktion darstellen. Zudem gibt es eine weitere innovationsstarke Sonderschau: die „Innovationsplattform Servicerobotik“ in Kooperation mit dem Fraunhofer IPA. Robotik-Highlights im Rahmenprogramm sind beispielsweise die ROBOTIK 2012 als größter deutscher Robotik-Kongress am 21. und 22. Mai oder der CEO Round Table der International Federation of Robotics (IFR) am 23. Mai. Und natürlich auch das praxisorientierte Automatica Besucherforum, das wir in Zusammenarbeit mit dem Konradin Verlag veranstalten, bietet etliche „Perlen“ in Sachen Sprecher und Trendthemen an. Thematisiert werden Branchen wie Automobil, Pharma, Medizintechnik, Lebensmitteltechnik ebenso wie Erkenntnisse aus der Robotikforschung.
Ein Diskussionpunkt im Zusammehang mit der Automatica ist stets die Internationalität der Messe. Wie kommen Sie dabei voran?
Wittmann: Automatisierung sichert global Wettbewerbsvorteile, entsprechend international sind Angebot und Nachfrage auf der Automatica. Das spiegelt sich in den Zahlen wieder, denn im Jahr 2010 kamen über ein Drittel der Aussteller als auch der Besucher aus dem Ausland. Für die Veranstaltung in 2012 wollen wir den hohen Anteil an ausländischen Ausstellern weiter ausbauen. Der Anmeldestand und die Prognosen dazu sind gut. Um die Automatica bei ausländischen Besuchern bekannter zu machen, führen wir unterschiedliche Maßnahmen durch. So sprechen wir in etlichen Ländern mit der Presse und Industrievertretern vor Ort über den Nutzen unserer Plattform. Auch per Online Marketing kommunizieren wir aktiv mit Anwendern aus der produzierenden Industrie.
Und wie weit sind Sie bei der Integration von Herstellern aus den Bereichen wie Montagetechnik, Vision, Sensorik? Die Automatica will ja weit mehr sein als nur die weltgrößte Robotik-Messe.
Wittmann: Genau, die Automatica hat erneut im Bereich Robotik das weltweit größte Angebot. Aber die Fachmesse bietet mehr als das, sie zeigt die gesamte Automatisierung unter einem Dach. Robotik, Montage- und Handhabungstechnik und Industrielle Bildverarbeitung insbesondere mit einem Schwerpunkt auf Systeme bilden den Messe-Dreiklang. Wir freuen uns, dass wir im Bereich Sondermaschinenbau in Europa das breiteste Angebot präsentieren können.
Andere Messen wie Motek und Hannover Messe buhlen aber ebenfalls mit Robotik-Themen um Besucher. Wie wollen Sie sich in diesem Messe-Streit behaupten?
Wittmann: Ich bin schon lange im Messegeschäft und habe die Erfahrung gemacht, dass ein gesunder Wettbewerb vieles beflügelt. Wenn andere Veranstalter Potenzial für Robotik-Angebote sehen, ist das im Rahmen des Wettbewerbs. Unser Messekonzept ist allerdings die erfolgreiche Antwort auf die Maßgaben der Industrie. Wir stehen in engstem Kontakt mit der Branche und bilden das größte Robotik-Angebot der Welt ab. Die Automatica ist angetreten, um den Ausstellern beste Geschäftsmöglichkeiten zu bieten und den Besuchern die bestmögliche Marktübersicht für ihren Produktionsbedarf. Mit unseren Ausstellern, Sonderschauen und Seminaren bieten wir alles, damit sich der Automatica Besuch lohnt und dadurch schneller, günstiger und qualitativ besser produziert werden kann. ab
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