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Vernetzte und modulare Montage optimiert Gaszählerproduktion

15 Prozent mehr Output mit zehn Prozent weniger Ressourceneinsatz
Vernetzte und modulare Montage optimiert Gaszählerproduktion

Eilige Aufträge mit minimalen Stückzahlen gehören zur Tagesordnung. Die Anlage bietet deshalb maximale Flexibilität bei höchstem Automatisierungsgrad
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Um nicht wertschöpfende Tätigkeiten zu eliminieren, hat der Gaszähler-Hersteller Elster seine kompletten Produktionsprozesse analysiert, synchronisiert und optimiert. Beteiligt war das Bremer Werk für Montagesysteme (BWM) mit seiner hohen Automatisierungs- und Robotikkompetenz.

Rund 1,5 Millionen Gaszähler verlassen jedes Jahr das Werk in Osnabrück. Um Nachfragespitzen weiterhin termingerecht zu bedienen, erhielt Sondermaschinenbauer BWM den Auftrag für eine neue Montagelinie. Das Ergebnis: 15 Prozent mehr Output mit zehn Prozent weniger Ressourceneinsatz.

„Wir haben heute über 30 wertschöpfende Tätigkeiten miteinander verkettet“, erklärt Frank Schlingmann, der Leiter des Geschäftssegments Gaszähler. Lagerbestände wurden so minimiert und zugleich die Durchlaufzeiten beschleunigt – trotz der großen Variantenvielfalt aufgrund von länder- und kundenspezifische Anforderungen.
„Eilige Aufträge mit minimalen Stückzahlen gehören zur Tagesordnung. Wir brauchen deshalb maximale Flexibilität bei gleichzeitig höchstem Automatisierungsgrad“, unterstreicht Rolf Utlaut, kaufmännischer Projektleiter aus der Fertigungsentwicklung. Dieser Spagat hat zur Folge, dass die Anlage beispielsweise Bypässe bereit stellt, um eilige Aufträge zwischen zu schieben oder durch schnelle Werkzeugwechsel sowie Formatverstellungen Gerätevarianten möglichst ohne unproduktive Rüstzeiten abzubilden.
Varianten in hohen Stückzahlen werden von Beginn an durch Stationen abgedeckt, die mit Werkzeugen doppelt bestückt sind. Die Produkte werden von der Fördertechnik dann lediglich in die entsprechend richtigen Bahnen gelenkt. Eine Hauptrolle spielt die Fördertechnik bei der Anbindung der Montageanlage an die vorgelagerte Produktion, etwa das Tiefziehen der ausgestanzten Platinen zu den Ober- und Unterteilen des Gehäuses. Die Pressen sind räumlich getrennt in einer angrenzenden Halle untergebracht.
Die präzise Synchronisation der Stanz- und Formteilherstellung mit der Gerätemontage ohne platzraubende Pufferlager macht es notwendig, dass die pulverbeschichteten Gehäusebleche umgehend von einem Roboter als Handlingseinheit dem ersten Montageschritt zugeführt werden: Hier wird mit Hilfe einer Lösung von Tox Pressotechnik die Grundplatte an das Gehäuse mit Clinchverbindungen angebracht. Weitere taktende Arbeiten sind in diesem Bereich das vollautomatische Einsetzen von Anschlussstutzen, Dichtungen und Lagerkörpern mit Knickarmrobotern.
Im zweiten Montagebereich wird das Messwerk montiert und das Zählergehäuse verschlossen. Wesentliche Einzelprozesse sind hier zum Beispiel das robotergestützte Aufbringen von Dichtmassenraupen zwischen den Kontaktflächen von Ober- und Unterteil und das Einsetzen von weiteren Funktions- und Anschlusskomponenten in den Gaszähler. Zur nahtlosen Prozessüberwachung und Qualitätssicherung haben die Bremer eine Bildverarbeitungs-Lösung integriert.
Den Abschluss der Linie bildet die Leckagetestanlage mit einer Drucküberprüfung per Heliumgas.
Um das Projekt umzusetzen, brachte Elster ein hohes Maß an eigener Automatisierungskompetenz mit in das Entwicklungsteam ein. „Wir leisten uns intern eine sehr gute Truppe“, sieht Schlingmann darin eine Säule des Erfolges. „Eine reine Automatisierung kann sich jeder kaufen, erst die Kombination aus Know-How und Automationstechnik in einem partnerschaftlichen Verhältnis ermöglicht derartige Erfolge.“ Die Verbesserungen waren so nachhaltig, dass Elster im März 2012 der Preis „Global Excellence in Operations“ beim Fabrik des Jahres 2011 Wettbewerb verliehen wurde.
Bremer Werk für Montagesysteme GmbH www.bwm-gmbh.de
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