IMV Aachen

Umweltfreundlich: Salzbadhärten

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Am 14.01.2008 hatten neun Mitglieder und Gäste der IMV Aachen die Gelegenheit, die Firma Palm Härtetechnik in Stolberg zu besichtigen. Das 1996 gegründete Unternehmen bietet modernste Härtetechnik und Wärmebehandlung.

Nach der Begrüßung präsentierten der Firmeninhaber Reinhold Palm und ein Mitarbeiter den Besuchern während des Betriebsrundgangs verschiedene Wärmebehandlungsmethoden. Ein besonderes Verfahren, das nur noch von wenigen Härtereien angeboten wird, ist das Salzbadhärten. Obwohl von vielen als überholt bezeichnet, ist das Salzbadhärten nach wie vor für die Industrie unverzichtbar.

Die Werkstücke werden vorgewärmt, einige vorher auch noch spannungsarm geglüht, damit der Verzug möglichst gering gehalten wird. Verzugsfreies Härten ist nicht möglich. Danach werden die Werkstücke in eine Salzschmelze eingehängt, deren Temperatur zwischen 800 und 950 °C liegt. Die Vorteile liegen in der schnellen und gleichmäßigen Wärmeübertragung auf die Werkstücke. Beim Einsatzhärten im Salzbad gibt das Salzmedium Kohlenstoff und Stickstoff an die Werkstücke ab. Somit hat man einerseits ein hohes Kohlenstoff- angebot, das von den Werkstücken aufgenommen werden kann und andererseits den Stickstoff, der die Löslichkeit des Kohlenstoffs im Werkstück im austenitischen Bereich noch begünstigt. Aufgrund der intensiven Entwicklung umweltfreundlicher Salze, deren Restbestände zu 100 % recycelt werden, darf man von einem „umweltfreundlichen Verfahren“ sprechen. Somit sind frühere Nachteile der Salzbäder aufgehoben. Nach einer bestimmten Aufkohlzeit und dem Erreichen einer gewünschten Einhärtetiefe werden die Werkstücke im Warmbad bei ca. 200 °C abgeschreckt. Zur Härteregulierung werden die Werkstücke anschließend in Anlassöfen wieder angelassen. Manche Stähle (hochlegierte) müssen zwei- bis dreimal angelassen werden, um die gewünschten Eigenschaften zu erreichen. Die Höhe der Anlasstemperatur reguliert die Härte.
Die Firma Palm bietet neben weiteren Härteverfahren auch das Gas-, Plasma- und Salzbadnitrieren an und nach Bedarf auch alle Glühverfahren und das Brünieren von Werkstücken. Bestandteil dieser Brünieranlage ist eine hochmoderne Wasseraufbereitungsanlage, wodurch auch ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz geleistet wird. Die Firma Palm Härtetechnik arbeitet als eine der wenigen Härtereien absolut abwasserfrei.
Bei einer abschließenden Gesprächsrunde wurden noch offene Fragen der Besucher beantwortet.
Für diese sehr interessante Exkursion möchten wir uns bei Herrn Palm und den Mitarbeitern recht herzlich bedanken.
Rolf Poqué
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