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Teil 1: Bachelor (Professionals)

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Auf Initiative von Herrn Harald Schartau, ehemaliger Wirtschaftsminister des Landes Nordrhein-Westfalen, wurde Anfang 2004 das Thema „Bachelor (Professionals)“ angesprochen und damit eine nationale Diskussion ausgelöst.

Seine Intention war, die Weiterbildungsabschlüsse auf hohem Niveau für den europäischen Rechtsraum, die nicht akademischen Zusatzbezeichnungen „Bachelor (Professionals)“ und „Master (Professionals)“ auf Bundesebene gesetzlich zu verankern.
Das dieses Vorhaben von der Ständigen Konferenz der Kultusminister, dem Wissenschaftsminister sowie Hochschulen nicht begrüßt und unterstützt wurde, war zu erwarten.
Für die Verleihung der Bachelor und Mastergrade haben, so behaupten die Universitäten, Technischen Hochschulen und Fachhochschulen eine Monopolstellung, die auf keinen Fall geändert werden darf. Nach Meinung der Repräsentanten dieser Institutionen würde durch die Einführung der Zusatzbezeichnungen Bachelor (Professionals) und Master (Professionals) ein Eingriff in das Hochschulrahmengesetz vorgenommen, was unbedingt unterbunden werden muss.
Aber was beinhaltet diese Forderung ?
Es wird nur angestrebt, dass die berufliche Weiterbildung mit den gleich hohen akademischen Abschlüssen als gleichwertig angesehen wird, (was sie auch ist) und das durch die Einführung der o.g. Bezeichnungen Dokumentiert wird.
Die Aufstiegsweiterbildung zum Industriemeister, die auf sehr hohem Niveau stattfindet und für dessen Berufsbezeichnung im europäischen Bildungsraum keine sinngleiche Übersetzung vorhanden ist, würde durch die Zusatzbezeichnung international, wenn überhaupt möglich, vergleichbar sein.
Die Delegiertenversammlung des Industriemeisterverband Deutschland e.V. hat den Bundesvorstand aufgefordert, eine Stellungnahme zu diesem Thema zu erstellen und sie den zuständigen Bundesministerien, Bundestagsfraktionen, Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden zu übermitteln (Bild 1). In dieser Stellungnahme wurde auch eine Einstufung in der Niveaustufe 4 der EU- Richtlinie KOM (2002) 119, mit Durchlässigkeit nach EU-Niveaustufe 5 gefordert.
Die Resonanz auf die Resolution zeigte, dass zu diesem Thema kein Handlungsbedarf besteht. Weder der Eingang der Resolution ist von den Adressaten bestätigt, noch wurde Kontakt zu den Unterzeichnern aufgenommen.
Wenn dieses Verhalten die Wichtigkeit der beruflichen Weiterbildung wiederspiegelt, so muss man sich fragen, ob das duale Bildungssystem mit seiner Aufstiegsweiterbildung noch erstrebenswert ist.
Interessant ist jedoch die Feststellung, dass die Nichtbefürworter der Einführung der – Professionals – keinen Einwand bei der Installation der Spezialisten, Operativen Professionals und der Strategischen Professionals in der IT-Branche hatten.
Um die Beseitigung des Fachkräftemangels wurden diese neuen IT-Berufe etabliert.
Aus einem Bericht der Zeitschrift „Bildung in Wissenschaft und Praxis“ Ausgabe 3/2002 können wir folgendes zitieren, was dem Vorausgegangenen widerspricht. …In einem weiteren Schritt entwickelte das BiBB gemeinsam mit den Sozialpartnern ein mehrstufiges System staatlicher, geregelter Fortbildungsberufe, das im Mai d.J. in Kraft trat. Erstmals wird hier ein Konzept vorgestellt, das betriebliche Qualifizierungen von der Facharbeiterebene bis hin zum Niveau von Hochschulabsolventen ermöglicht und dabei zu einer Gleichwertigkeit beruflicher und schulischer Bildung beiträgt….
Im Schaubild (Bild 2) ist dies noch einmal graphisch dargestellt und durch Pfeile die Durchlässigkeit zum Bachelor of Engineering und Master of Engineering skizziert.
Der Vergleich der Lernzeitempfehlungen zur Ausbildung zum Operativen Professionals, lt. Schaubild vergleichbar mit dem Bachelor of Engineering und die Ausbildung zum Geprüften Industriemeister Fachrichtung Metall genannt, zeigt, dass die Fortbildung zum Industriemeister im Vergleich zu anderen Domänen ebenbürtig ist (Bild 3).
Eine Festschreibung des Bachelor (Professionals) für die erbrachten Leistungen auf dem Weg zum Industriemeister müsste aus unserer Sicht selbstverständlich sein.
Mit gutem Willen und Mut, neue Wege zu gehen, lässt sich einiges, das auf den ersten Blick schwierig ist, doch noch realisieren.
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