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Sicherheit ganz einfach

Normgerechte und kosteneffiziente Schutzeinrichtungen für Maschinen und Anlagen in der automatisierten Messtechnik
Sicherheit ganz einfach

Genau wie in der automatisierten Produktion gelten auch beim robotergestützten Messen und Prüfen die Regeln der Maschinensicherheit. Ziel der Konstrukteure sollte es hier sein, die Sicherheit schon frühzeitig in die Anlage „hineinzukonstruieren“. Wenn dabei trennende bewegliche Schutzeinrichtungen zum Einsatz kommen, gelten mit der EN ISO 14119 künftig neue klare „Spielregeln“.

Wenn Mensch und Maschine oder Roboter in der automatisierten Messtechnik zusammenarbeiten, spielt eine gute Sicht auf den Prozess eine wichtige Rolle. Ebenso aber müssen die Anforderungen der Maschinensicherheit erfüllt sein. Außerdem wünscht der Anwender von der Prüfanlage ein hohes Maß an Produktivität und Verfügbarkeit.

Ziel: Sicherheit und Produktivität im Einklang
Um die Ziele der Produktivität, Ergonomie und Sicherheit in Einklang zu bringen, wird die Schutzeinrichtung am besten schon frühzeitig in der Konstruktionsphase der Anlage berücksichtigt. Damit ist auch die Voraussetzung für ein hohes Maß an Manipulationsschutz gegeben.
In den meisten Fällen erfolgt der Personenschutz beziehungsweise die Trennung der Arbeitsbereiche von Mensch und Roboter durch eine trennende Schutzeinrichtung, d. h. durch einen Schutzzaun. Die Stellung der Schutztüren muss dann sicher und normenkonform überwacht werden (Bild 1).
Neue Norm für die Auswahl von Sicherheitsschaltern
Hier gibt es eine neue Norm: Die bislang geltende EN 1088 wird in Kürze durch die EN ISO 14119:2013 abgelöst. Sie trifft Regelungen zur „Auswahl und Gestaltung von Verriegelungseinrichtungen in Verbindung mit trennenden Schutzeinrichtungen“.
Die neue Norm unterteilt die „Verriegelungseinrichtungen“ (mit den Sicherheitsschaltern) in verschiedene Bauarten und bezieht dabei auch Sicherheitszuhaltungen (oder, wie der normative Begriff lautet „Verriegelungseinrichtungen mit Zuhaltung“) ein. Neue Technologien wie elektromagnetische Zuhaltungen (Bild 2) werden ebenfalls berücksichtigt.
Maßnahmen zur Steigerung der Manipulationssicherheit
Die Norm gibt praxisgerechte und gut dargestellte Unterstützung bei der Auswahl eines Sicherheits-Schaltgerätes zur Stellungsüberwachung von Schutztüren. Neu ist ein eigenes Kapitel zum Thema „Konstruktion zum Verringern von Umgehungsmöglichkeiten von Verriegelungseinrichtungen“. Hier wird also das Thema „Manipulationsschutz“ adressiert, dessen Bedeutung man in der Praxis nicht unterschätzen sollte. Ziel muss es sein, dem Anwender möglichst wenig Anreize zur Manipulation zu bieten. Hierfür schlägt die Norm in einem übersichtlichen Leitfaden konkrete Maßnahmen vor.
Die grundlegende Fragestellung aus Sicht des Konstrukteurs lautet daher: Wie lässt sich die Sicherheitstechnik so in die Maschine und die Prozesse einbinden, dass die Sicherheit, die Produktivität und die Ergonomie nicht beeinträchtigt werden? Wenn diese Fragen zufriedenstellend beantwortet sind, wird die Maschine durch hohe Verfügbarkeit und Leistungsfähigkeit überzeugen, und der Bediener wird auch nicht in Versuchung kommen, die Schutzeinrichtungen zu manipulieren, um sich z. B. die Arbeit an der Maschine zu erleichtern. Die ISO 14119 enthält u. a. eine Tabelle, die eine Abschätzung der Anreize zum Umgehen von Verriegelungseinrichtungen erlaubt – ein nützliches Hilfsmittel.
Optoelektronik als Alternative zu Schutztür und -zaun
Als Alternative zu Schutztür und -zaun bieten sich gerade in der automatisierten Prüftechnik optoelektronische Schutzeinrichtungen an, die u. a. den Vorteil der freien Sicht auf den Prüfprozess bieten (Bild 3). Hier kann es sinnvoll sein, Zusatzfunktionen wie Muting / Blanking zu nutzen, die eine Unterscheidung von Mensch und Material und damit eine erhöhte Flexibilität z. B. beim Beschicken der Roboterzelle erlauben.
Frank Schmidt K.A. Schmersal GmbH & Co. KG www.schmersal.com
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