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Pressenlinien flexibel machen

Automatisierter Greiferwechsel
Pressenlinien flexibel machen

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Ein neues Werk im Magnetto-Automotive-Bereich wurde in nur 11 Monaten im vogtländischen Treuen errichtet. Herzstück sind zwei Pressenlinien, die Linie 1 besteht aus sechs hydraulisch arbeitenden Pressen und die Linie 2 aus fünf. Die Verkettung der Pressen erfolgt mit ABB-Robotern, die die Platinen mit Hilfe von Greifsystemen aus dem Hause Bilsing Automation handhaben.

Fast ideal zwischen den Automobilwerken in Leipzig, Zwickau, Regensburg und München gelegen, hat sich unser Presswerk von Anfang an auf sehr unterschiedliche Auftraggeber eingestellt.

In den beiden Pressenlinien entstehen Außenhaut und Innenteile für Kraftfahrzeuge. Zu den Produkten der Pressenlinie 1 gehören Rahmenoberteile, Längsträger, Seitenteile und Türen. Auf der zweiten Pressenlinie entstehen beispielsweise Frontklappen und Heckklappen. „Wir beliefern unter anderem BMW, VW, Renault und Peugeot“, erwähnt Mike Röder von Magnetto und erläutert den technologischen Ablauf: „Aus den unterschiedlichen Tiefziehblechen, deren Sorte der Kunde bestimmt, schneiden wir direkt vom Coil die benötigten Platinen. Da die Schnittpresse mit 60 Hüben pro Minute arbeitet und die hydraulischen Pressen der beiden Pressenlinien je nach Teilegröße bis zu 11 Hüben bieten, stapeln wir die geschnittenen Platinen auf Platinenwagen, die wir nach Anforderung zu den beiden Pressenlinien fahren. Zu Beginn jeder Pressenlinie arbeitet ein Entstapelroboter, der mit Hilfe eines Universalgreifers der Firma Bilsing Automation die Platinen vom Stapel des Platinenwagens nimmt. Spreizmagnete“, erklärt Röder, „sorgen für die Einzelblechentnahme, die jedoch an zwei Stellen überprüft wird. Dazu besitzt der Universalgreifer einen Sensor, der die Dicke des aufgenommenen Blechs misst und mit dem Sollwert des laufenden Auftrags vergleicht.“
Der Entstapelroboter übergibt die Platine einer Förderstrecke, die die Platine zur Reinigung zu einer Bürstenanlage fördert. Auf diesem Weg wird zum zweiten Mal die Blechdicke kontrolliert. Die Anlage führt nun die saubere Platine durch eine Beölungsstation. Ein Kamerasystem detektiert anschließend die Lage der mit Ziehöl benetzten Platine und sendet die Daten an die Steuerung des Roboters. Die Steuerung führt ihn so, dass er erstens die Platine exakt aufnehmen und zweitens korrekt in die Ziehpresse einlegen kann.
Ist ein Platinenstapel abgearbeitet, schwenkt der Entstapelroboter automatisch zum anderen Bereitstellwagen. Die leeren Platinenpaletten können dann an der Schneidanlage wieder neu befüllt werden.
Für die Teilefertigung des nächsten Auftrags erhält jede Umformstufe ein neues Unter- und Oberwerkzeug. Mit der veränderten Geometrie des neuen Werkstücks benötigen auch die Pressenverkettungsroboter die jeweils zum Pressenwerkzeug passenden Greifer. Das heißt, zu jedem zu fertigenden Blechteil gehört ein spezieller Werkzeugsatz sowie ein spezifischer Greifersatz.
Bilsing Automation www.bilsing-automation.de
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