Bundesvorstand

„Mitglieder fragen – Bundesvorstand antwortet“

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Frage:

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, aufgrund der Anträge verschiedener Mitgliedstaaten wurde die Richtlinie 2005/36/EG über die Anerkennung von Berufsqualifikationen (siehe auch Ausgabe 13 von Neues aus Europa) durch Verordnung Nr. 1430/2007 der Kommission geändert. Deutschland, Luxemburg und Österreich haben beantragt, eine ganze Reihe von Ausbildungsgängen mit dem Abschluss als „Meister/Maître“ in Anhang II aufzunehmen. In dem Anhang befinden sich nur Handwerksmeister. Wo aber bleibt der Industriemeister? Hat uns die ganze Bachelor-Debatte nur geschadet? Hier müssen wir unbedingt noch einmal ansetzen.
Mit freundlichen Grüßen/ Best regards,
Detlef-Michael Haarhaus
Ausbilder Antwort:
… seit Januar 2007 hat sich der Bundesvorstand aktiv mit den Inhalten der Richtlinie 2005/36/EG befasst.
Genau wie Ihnen ist uns aufgefallen, dass im Entwurf der Richtlinie im Anhang der Industriemeister/in (IM) nicht aufgeführt worden ist und somit auch nicht in der verabschiedeten RL zu finden ist. Der Bundesvorstand hat darauf reagiert und die betreffenden Stellen kontaktiert. Grundsätzlich musste erst einmal die Frage geklärt werden, ob der Industriemeister/in von dieser Richtlinie (RL) tangiert ist. Das heißt, gehört der IM zu den reglementierten Berufen? Eine Anfrage an das BMWi, dem DIHK und der KMK ergab folgende einstimmige Antworten:
„Nein“ der IM gehört nicht zu den reglementierten Berufen und somit ist die RL auf den IM nicht anwendbar.
Eine Veröffentlichung der Arbeiterkammer Niederösterreich (AKNO) in Wien brachte aber neue Ansätze für eine Belebung der Diskussion. In einer Publikation stand nachfolgende Aussage:
…ist der Werkmeisterabschluss ein Diplom der dritten Niveaustufe (Artikel 11, Buchstabe C).
Da hier der IM und der Werkmeister (WM) von der Republik Österreich auf eine Ebene gestellt wurde und die RL die „Anerkennung der (europäischen) Berufsqualifikationen“ beinhaltet, wurden die Aussagen der eingangs genannten Institutionen in Frage gestellt. Die daraus resultierende Korrespondenz und Recherche ergab, dass am 06. Juli 1995 die Regierung der Bundesrepublik Deutschland die Kommission der EG eine Änderung des Anhangs D der RL 92/51/EWG (Vorläufer der RL 2005/36/EG) übermittelte in der u.a. 11 IM-Fachrichtungen neu aufgenommen werden sollten. Warum das nicht geschah, lässt sich z.Z. nicht klären, und eine Bereitschaft der betroffenen Stellen dies nachzuholen, ist nicht zu erkennen.
Der Bundesvorstand hat aus diesem Grund Kontakt zu einer Landesregierung aufgenommen um klären zu lassen, welcher Weg uns bleibt, um das Ziel der europäischen Anerkennung der IM zu erreichen.
Die Debatte zum Thema „Bachelor Professional“ wird nicht auf europäischer Ebene, sondern National geführt. Sie wird nicht im Sinne der o.g. RL geführt, sondern im Hinblick auf die Einführung des Nationalen- und Europäischen Qualifikationsrahmens.
Der IM soll, so ist die derzeitige Diskussion, nicht in die Niveaustufen der akademischen Abschlüsse 6 – 8 eingruppiert werden, obwohl lt. der Empfehlung eine Durchlässigkeit gewährleistet sein soll. Die Bezeichnung „Bachelor Professional“ die als Übersetzungshilfe dienen und die Ausbildung auf hohem Niveau vergleichbar machen soll, hat der genannten Diskussion nicht geschadet. Das Arbeitsministerium des Landes NRW hat um die Argumente der Hochschulen zu entkräften, eine Studie in Auftrag gegeben, die sich mit der Berufswertigkeit von beruflichen Weiterbildungsabschlüssen und hochschulischen Abschlüssen befasst.
…Die Ergebnisse sind ein Beleg dafür, dass berufliche Fortbildungsabschlüsse ihrem in der Praxis hohen Stellenwert entsprechend mit akademischem Niveau gleich sind.
(Zusammenfassung kann unter Tel. 0211/3007-719 angefordert werden)
Der Bundesvorstand wird auch in Zukunft alle Hebel in Bewegung setzen, dass der IM die Anerkennung erhält, die er verdient, wenn auch die entsprechenden Stellen sehr schwerfällig mit diesem Thema umgehen.
Peter-Jürgen Falck
Geschäftsführer
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