Diagnosesoftware und redundant aufgebaute Anlagenteile minimieren das Ausfallrisiko von Abfüllanlagen

MES kann Käsezubereitung optimieren

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Das optimale Abfüllen von Lebensmitteln hängt von vielen Faktoren ab, wie beispielsweise von der Textur des Produkts, der Abfülltemperatur und nicht zuletzt von der Leistungsfähigkeit der Maschine und der verwendeten Software. Treten hier Fehler auf, hat das Auswirkungen auf die gesamte Produktion.

Software-Entwickler Hans Wolfrum von der Volz-Stopa Automatisierungs- und Datensysteme GmbH aus dem baden-württembergischen Oftersheim nennt ein Beispiel: Schmelzkäse verfärbt sich unappetitlich braun, wenn er zu warm abgefüllt oder zu langsam gekühlt wird. Häufig landet auch Käsezubereitung neben der Plastikschale. Wird die Abfüllung gar unterbrochen, stapeln sich Schmelzkäsescheiben schief aufeinander und können erst nach Abschalten der Anlage entsorgt werden. „Gerade bei älteren Maschinen häufen sich solche Ungenauigkeiten, die den Lebensmittelabfüller Zeit, Geld und Nerven kosten “, so Wolfrum. Allerdings hat er auch eine Lösung für diese Problematik parat.

Eine Möglichkeit, um Materialverluste beim Abfüllen zu reduzieren, sind sogenannte Manufacturing Execution Systems (MES): Moderne Abfüllanlagen sind heute mit Software ausgestattet, die eine Eigendiagnose gestatten. Auch ältere Anlagen können damit nachgerüstet werden. Bahnt sich ein Fehler oder Ausfall an, wird dies vorher automatisch gemeldet. „Je mehr Informationen zur Verfügung stehen, umso besser“, sagt Wolfrum. Allerdings müssen diese auch richtig ausgewertet werden, was nicht immer einfach ist. Daneben haben MES die Aufgabe, Produktionsprozesse auf oberster Ebene zu organisieren, inklusive des Einsatzes von Ressourcen und Personal, der Logistik, der Optimierung der Rückverfolgung, der Instandhaltung und vieles mehr. Sie korrespondieren mit der jeweiligen Prozesssteuerung, kommunizieren über ein Bussystem und reagieren flexibel auf Produkt- und Verfahrenswechsel.
Mit ihrer Software „Convisor MIS“ ist Volz-Stopa einer der Marktführer, wenn es darum geht, Produktionsabläufe transparent und vorhersagbar zu gestalten. Selbst die Abfüllanlagen der weltweit größten Brauerei, der Anheuser-Busch Companies in den USA, laufen mit dem Programm. „Die Software informiert die verantwortlichen Mitarbeiter auf einem Bildschirm laufend über sämtliche Vorgänge, sodass sie die einzelnen Parameter der Abfüllanlage optimal einstellen können“, erklärt Wolfrum. Zu warme Abfülltemperaturen, die die Lebensmittel verfärben, können so vermieden werden.
Um die notwendigen Daten zu erhalten, müssen mehrere Systeme, Programme und Unterprogramme zusammenarbeiten. Die Software und die Technik kann auch nachträglich an bereits vorhandenen Abfüllanlagen installiert werden. Eine weitere Möglichkeit, Materialverluste und Downtime-Laufzeiten möglichst zu minimieren, sind redundant aufgebaute Anlagenteile. Diese werden an kritischen Produktionsschritten eingebaut, um so beim Ausfall eines Systems sofort zur Verfügung zu stehen. Auch hier ist häufig eine Nachrüstung älterer Geräte möglich.
Volz Stopa Automatisierungs- und Datensysteme GmbH www.volzstopa.de
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