Frauen in der Industrie

Maßgeschneiderte Karriere für Frauen in Familienunternehmen

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Das Thema Frauen in Fach- und Führungspositionen gewinnt in der Politik und in vielen Unternehmen weiterhin an Bedeutung. Obwohl Frauen bei der Berufswahl viele Wege offen stehen, entscheiden sie sich nach wie vor für die „klassischen Frauenberufe“. Dass es auch anders geht, zeigen die Karrierebeispiele vom Elektrotechnikunternehmen Weidmüller.

Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels will das international aufgestellte Familienunternehmen Weidmüller, Marktführer der elektrotechnischen Verbindungstechnik und Elektronik, verstärkt Frauen als Fach- und Führungskräfte gewinnen. Den Stand von rund 17,6 Prozent an weiblichen Führungskräften im Unternehmen gilt es kontinuierlich auszubauen. Eine geeignete Maßnahme ist das Aufzeigen von Karriereperspektiven für Frauen speziell im MINT-Bereich. MINT, das steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Weidmüller hat sich intensiv mit der Problematik beschäftigt und drei Kriterien identifiziert, mit denen das Unternehmen bei Bewerbern punkten kann: individuelle Entwicklungsmöglichkeiten, Internationalität und persönliche Nähe. Bei den Gestaltungs- und Entwicklungsmöglichkeiten bietet das Unternehmen überdurchschnittlich viele Aktivitäten an, insbesondere über die internationalen Offerten der Weidmüller Akademie in Detmold und Shanghai. Mit jedem Mitarbeiter wird einmal pro Jahr ein Gespräch über Zukunftsperspektiven geführt. Jeder Mitarbeiter erhält eine Rückmeldung über aktuelle Leistungen und seine Entwicklungsmöglichkeiten. Ein solch umfassendes Angebot zur persönlichen Weiterentwicklung ist etwas Besonderes. „Wir bieten die Verbundenheit und persönliche Nähe eines Familienunternehmens, aber gleichzeitig auch Vorteile, die sonst oft nur große Konzerne bieten“, fasst Uta Lewien, HR Managerin Marketing, zusammen. Hinzu kommen spannende Aufgabenfelder: Weidmüller ist in den Märkten von morgen unterwegs, wie z. B. regenerative Energien oder Transportation.

Karriereperspektiven für Frauen im MINT-Bereich aufzeigen
Für den Karriereweg weiblicher Fach- und Führungskräfte gibt es bei Weidmüller unterschiedliche Möglichkeiten: den klassischen Weg über eine technische Ausbildung plus Studium, als Quereinsteigerin oder auch über den Einstieg als Werksstudentin.
Den „klassischen Weg“ beschritt Annika Gregorz. „Schon in meiner Schulzeit faszinierten mich die Fächer Mathematik und Naturwissenschaften, deshalb begann ich nach dem Abitur bei Weidmüller eine Ausbildung zur Mechatronikerin“, berichtet Gregorz. „Meine Karriere setzte ich als Förderstudentin mit einem Mechatronik-Studium an der Hochschule OWL in Lemgo fort“, erläutert sie weiter. Es folgte der erfolgreiche Einstieg als technische Anwendungsberaterin für die Weidmüller Produktgruppen Sensor-Aktor-Interface und Industrial Ethernet. Berufsbegleitend absolvierte sie noch ein Fernstudium im Bereich Ökonomie und Management an der TU Kaiserslautern. „Meine aktuelle Position ist die der Industriemanagerin Maschinenbau, hier verantworte ich die Umsetzung der strategischen Vertriebs- und Marktentwicklungsziele in dieser Zielindustrie. Vorbehalte gegenüber meiner Person habe ich in meinen vielen Kundengesprächen nicht festgestellt, im Gegenteil. In heiklen Situationen konnte ich mit profundem Wissen meine Gesprächspartner überzeugen und mir eine hohe Akzeptanz erarbeiten“, fasst Gregorz zusammen.
Kerstin Sojka ist Gruppenleiterin im Weidmüller Telefonmarketing und sieht sich eher als Quereinsteigerin. Nach dem Abitur studierte sie Tourismusmarketing, um anschließend mehrere Jahre in dieser Branche tätig zu sein. „Als Kind der Region wusste ich um die hohe Reputation von Weidmüller als Arbeitgeber, so dass ich mich auf eine Stellenausschreibung als Sachbearbeiterin im Bereich Marketingkommunikation/Marktforschung beworben habe“, beschreibt Kerstin Sojka ihren Einstieg. „Nachdem der damalige Gruppenleiter das Unternehmen verlassen hatte, hat man mir dessen Stelle angeboten. Interne Nachfolgeregelungen sind bei Weidmüller keine Seltenheit“, erläutert Sojka weiter. „Meinen Weg zur Führungsposition als Gruppenleiterin begleitete die Weidmüller Personalentwicklung mit individuellen Förder- und Führungskräftequalifizierungsmaßnahmen, beginnend mit dem Weidmüller Management Program Lead für Führungsstarter. Seit mehreren Jahren bekleide ich jetzt diese Führungsposition und erfahre seitens des Unternehmens eine permanente, individuelle und systematische Unterstützung, die mir viel Sicherheit bei meinen täglichen Herausforderungen gibt. Derzeit absolviere ich das Management Program Advanced, das auf meine Führungserfahrung aufbaut. Rückblickend kann ich sagen: Meinen Wechsel von der Tourismusbranche in die Industrie habe ich nicht bereut. Er fiel mir nicht schwer“, sagt Sojka. Vorteilhaft in den männerdominierenden Arbeitsbereichen sei das situative, weibliche Einfühlungsvermögen, welches in so mancher prekären Situation sehr hilfreich sein kann.
Ina Charlotte Brandt kam über ein Praktikum zur Erstellung ihrer Bachelorarbeit zu Weidmüller. Im Bereich Human Resources arbeitete sie mit im Projekt „Einführung eines Bewerbermanagementsystems“. Ina Charlotte überzeugte dabei mit ihrem Engagement, so dass sie als Werkstudentin für drei Monate im Vertriebsbüro in Schanghai arbeiten konnte. „Die einmalige Chance, ein anderes Land und noch dazu eine völlig andere Kultur kennenzulernen, habe ich mir nicht entgehen lassen“, berichtet Brandt. „Die dort gemachten Erfahrungen sind mir noch heute von Nutzen, haben mich stark geprägt und in meiner Entwicklung gefördert. Wieder zurück, habe ich die bestehenden Entsenderichtlinien für Mitarbeiter, die von der Firma ins Ausland geschickt werden, überarbeitet. Nach erfolgreichem Bachelor-Abschluss habe ich meine Karriere mit dem Masterstudium der Betriebswirtschaftslehre und einem erneuten Praktikum bei Weidmüller zur Erstellung der Masterarbeit fortgesetzt. Das Thema diesmal: Unterstützung im Projektmanagement eines Projektes zur Reorganisation von SCM- und Produktionsprozessen. Nach erfolgreichem Abschluss meines Masterstudiums übertrug man mir bei Weidmüller eine Position in der Fertigungssteuerung als ,Disponentin für Kunststoffeinzelteile im Bereich Reihenklemmen‘ – der umsatzstärksten Produktgruppen des Unternehmens. Derzeit bin ich im Weidmüller Management Program Young“, schildert Brandt weiter. Das Programm qualifiziert Trainees, High Potentials und Direkteinsteiger mit Hochschulabschluss. „Durch den Weg über die Praktika und dem Auslandsaufenthalt konnte ich mir einen guten Überblick verschaffen, so dass mir die Entscheidung pro ,MINT-Unternehmen‘ leicht fiel“, schildert Brandt weiter. „Darüber hinaus haben mich die umfangreichen Qualifizierungsmaßnahmen von Weidmüller in meiner Entscheidung bestätigt.“
Das Fazit daraus: Die positive Entwicklung des Frauenanteils wird sich bei Weidmüller fortsetzen – darin sind sich alle drei Frauen sicher. Diese Annahme untermauern nachfolgende Zahlen: es gibt 26 Prozent weibliche Trainees im Trainee-Programm und 24 Prozent Studentinnen im dualen Studium/Förderstudium. Außerdem hat im Jahr 2013 erstmalig in der 160-jährigen Unternehmensgeschichte eine Frau eine Vorstandsposition übernommen. Das zeigt einmal mehr: Bei Weidmüller sind Frauen in Führungspositionen gewünscht und ihre Entwicklung dorthin wird systematisch und individuell gefördert. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Ilse Knotter Meer als erste Studentin der Ingenieurwissenschaften an der TH Hannover mit lauten Protesten empfangen. Die strebsame Dame ließ sich trotz der Umstände nicht beirren und wurde schließlich 1925 als erste Ingenieurin Deutschlands diplomiert. So ändern sich die Zeiten!
Vanessa Schweinshaupt
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