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Kunststoffteilen automatisiert auf den Zahn fühlen

Roboter im Einsatz bei der Qualitätskontrolle von Komponenten für die Automobilindustrie
Kunststoffteilen automatisiert auf den Zahn fühlen

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Seit vielen Jahren bietet die Werner Bauser GmbH ihren Kunden Präzision bei Kunststoff-Spritzgießteilen. Von Wehingen auf der Schwäbischen Alb aus beliefert sie ihre Kunden auch im Ausland. Dabei setzt sie auf ihren 45-jährigen Erfahrungsschatz und High-Tech-Automation von Kuka Roboter und SHL Automatisierungstechnik.

Die Geschichte der Werner Bauser GmbH begann im Jahre 1962 mit der Fertigung von Kunststoffzahnrädern für die Uhrenindustrie. Bereits 1963 kamen Aufträge aus der Automobil-Sparte, und so ging man dazu über, Teile für Tachos herzustellen – so genannte Präzisions-Kunststoffteile. Seitdem wuchs das Unternehmen stetig. Heute produziert die Werner Bauser GmbH mit rund 160 Mitarbeitern im Dreischichtbetrieb und setzt dabei auf moderne Automatisierungstechnik.

Die Qualität trotz großer Teilevielfalt im Griff
Das muss sie auch, denn dieser Schritt garantiert eine einzigartige Produktqualität – und das 1 Million Mal. So viele Teile werden dort an einem Tag produziert. „Bei uns werden 2500 unterschiedliche Produkte gefertigt. 90 % davon sind verzahnte Teile, Zahnsegmente, Zahnräder und Schnecken für die Automobilbranche“, zählt Michael Bauser auf.
Seit 1996 liegt die Kernkompetenz der Firma in der Einzelzahnkorrektur. Sie ist auf den hohen Qualitätsanspruch der Kunden zurückzuführen. Es handelt sich um ein Verfahren, das bei der Werner Bauser GmbH entwickelt wurde und nicht zu kaufen ist. Abweichungen der einzelnen Verzahnungen werden darin gemessen. Mit Hilfe der Ergebnisse, die sich aus diesen Vermessungen ergeben, arbeitet das Unternehmen die Abweichungen in das entsprechende Werkzeug ein. „Eine reine Verzahnungskompensation reicht nämlich nicht mehr aus“, so Michael Bauser. „In der Automobilbranche ist der Qualitätsanspruch enorm hoch“, erklärt der Ingenieur und Geschäftsführer weiter. Man habe viel zu große Angst vor Rückrufaktionen, und so achte man schon bei den allerkleinsten Einzelteilen auf deren Fehlerlosigkeit. „ Das ist ja auch klar“, versteht der Sohn des Firmengründers seine Kunden „denn wenn Sie heute ein Auto kaufen, erwarten Sie einen Gewährleistungszeitraum von mindestens drei Jahren.“
80 Spritzgießmaschinen und 19 Roboter im Einsatz
In den Fertigungshallen stehen 80 Spritzgießmaschinen und 19 Kuka-Roboter. 17 davon wurden von der Firma SHL Automatisierungstechnik AG in die Maschinen integriert. Die Roboter entnehmen aus den Spritzgießmaschinen die fertigen Teile und legen sie in die dafür vorgesehenen „Nester“ beziehungsweise vorsortiert in versandfertige Kartons. Handelt es sich bei den herzustellenden Produkten um Teile mit Einlegeteil, so wird dieses Einlegeteil dem Roboter zugeführt, der es in die Maschine gibt. Anschließend vollzieht der Roboter eine Qualitätskontrolle über eine Kamera oder ein Sensortechniksystem. Zur zusätzlichen Überprüfung kann per Anwahl, zur Stichprobenentnahme, der laufende Prozess gestoppt werden. Die Roboter des Typs KR 15 bzw. KR 16 werden durch die Kuka-Steuerung KRC 2 gesteuert.
Hauptargument für den Robotereinsatz war dessen große Flexibilität. Aufgrund der hohen Teilevielfalt muss die Möglichkeit bestehen, Prozesse schnell und problemlos umzustellen. „Im Jahr 2000 haben wir in die erste roboterunterstützte Anlage investiert“, erinnert sich Michael Bauser. „Wir entschieden uns damals, trotz durchaus guter Angebote, für herkömmliche Lösungen, für den Einsatz von 6-Achs-Robotern.“ Das Unternehmen sei zu dieser Zeit vor der Entscheidung gestanden, voll zu automatisieren oder die Fertigung ins Ausland zu verlegen. „Aber wir sind bodenständig und halten deshalb am Standort Deutschland fest. Wir wollten Arbeitsplätze und Know-how hier behalten“, so Michael Bauser.
Bei der Realisation des Automatisierungsvorhabens entschied man sich auch für Partner aus der Umgebung. Die SHL Automatisierungstechnik AG ist nicht weit entfernt. „Das hat den Vorteil, dass man schnell und eng zusammenarbeiten kann. Wir haben bei SHL von Anfang an einen guten Service erfahren“, schildert der Geschäftsführer die Zusammenarbeit. „Nachdem die erste Anlage gut lief, machte es für uns auch keinen Sinn, in den Folgeprojekten Produkte von anderen Herstellern zu verwenden.“ In Bezug auf die Roboter sei aber auch die Automobilindustrie eine gute Referenz gewesen. „Wenn die Automobilbranche auf Kuka-Roboter vertraut, können die nicht so schlecht sein.“
Kuka Roboter GmbH www.kuka-roboter.de
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