Flexible Automation in der Automobilzulieferindustrie

Kompaktes und modulares Fertigungskonzept

Anzeige
Ein Auto besteht aus über 10 000 Einzelteilen. Eine große Anzahl der hierbei benötigten Stanz- und Ziehteile aus Kunststoff und Metall werden in den Werken des Automobilzulieferanten smk gefertigt. Um unterschiedliche Chargen bei einer hohen Fertigungstiefe möglichst effizient produzieren zu können, entschloss sich das smk Werk aus Berga in Sachsen-Anhalt seine Produktion von Überdruckaktuatoren zu automatisieren.

Zusammen mit seinem Systempartner Kawasaki Robotics wurde die ICS GmbH beauftragt, ein Gesamtkonzept zur Automatisierung für den Zusammenbau und die Kontrolle dieser Produkte zu konzipieren und umzusetzen. Bei der Automatisierungslösung sollten alle Montagestationen unter Einbeziehung von Peripheriegeräten wie Schweißanlagen und Pressen in einem Rundtransfer miteinander verknüpft werden. Sechs vernetzte Stationen handhaben dabei vom Einsetzen der Rohlinge bis hin zur fertig montierten Steuerdose alle notwendigen Prozessschritte.
Die erste Station dient zur Aufnahme von Gehäuseteilen. Sie werden auf einen Warenträger gesetzt und dann der Weiterverarbeitung zugeführt. Im nächsten Schritt erfolgt eine Vollständigkeits- und Montageprüfung, die durch eine Kamera am Greifer des Roboters überwacht wird. Nach genauer Positionierung des Werkstücks und Ausrichtung der Bohrung werden die Feder und die Regelstange von einem Kawasaki-Roboter in die Steuerdose eingesetzt. Die vormonierten Steuerdosen kommen auf dem Warenträger in die Station 3, wo sie zunächst um 90° gedreht werden. Ein Roboter mit einem Zweifingergreifer nimmt Muttern und Ausgleichgewichte auf und transportiert sie zum Warenträger, wo sie auf der Regelstange in der gewünschten Position montiert werden.
Der Vorteil dieser Arbeitsweise liegt in der Mehrfachverwendung. Sowohl Verstemmgewichte, als auch produktspezifische Muttern können mit diesem universellen Greifsystem für alle Applikationen montiert werden.
In der nächsten Station findet die Endmontage statt. Der Warenträger mit Steuerdosen wird am Stopper angehalten, ausgehoben und zentriert. Hier nimmt ein Roboter, der mit einem Dreifachgreifer ausgerüstet ist, die Steuerdose auf, greift den Deckel und die Membran, die über Vereinzelungssyteme zugeführt werden, und setzt alles lagerichtig in die Bürdeleinrichtung. Nach dem Zusammenbau nimmt ein weiterer mit einem Zweifachgreifer ausgerüsteter Roboter die fertige Dose aus der Bürdelanlage und fährt sie zur Schlauchmontagestation. Das Produkt wird auf einem Drehtisch platziert, wobei der Roboter zunächst eine fertig montierte Dose entnimmt und die zu bearbeitende Dose auf die freigewordene Stelle setzt. An diesem Arbeitsplatz wird der Hydraulikschlauch, der später im Fahrzeug angeschlossen wird, eingebaut. Durch eine intelligente Programmierung lässt sich der Schlauch in der Länge individuell konfigurieren.
Danach entnimmt ein Roboter das fertige Produkt und setzt ein zu bearbeitendes in den Rundtakter. Es erfolgt eine Dichtheitsprüfung im Druck und Unterdruckbereich, eine Vollständig- und Vollzähligkeitskontrolle sowie die Beschriftung des Werkstücks. Das Ergebnis sind exakt geprüfte Steuerdosen, die mit dem Vermerk i.O. in den Versand gehen. Produkte, die diese Qualitätsprüfung nicht bestehen, werden nachbearbeitet, beziehungsweise als Ausschussprodukte separiert.
ICS Industriedienstleistungen GmbH www.ics-id.de
Kawasaki Robotics GmbH www.kawasakirobot.de
Anzeige

Aktuelle Ausgabe

KUKA: Smarte Automatisierung

KUKA Roboter Hochschule Karlsruhe

Smarte Automatisierung mit KUKA im Überblick

Newsletter

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

Themenseite Cobot

Erläuternde Beiträge, Neuigkeiten, Anwendungsbeispiele und Hintergrundinfos rund um das Thema kollaborative Robotik

Messevideo


Greiferintegration leicht gemacht: Die Zimmer Group zeigt, wie es geht.

Kalender

Aktuelle Termine für die Automatisierungsbranche

Whitepaper

Whitepaper aller unserer Industrieseiten

Alle Webinare & Webcasts

Webinare aller unserer Industrieseiten

Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice

Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de