Regaltechnik

Kaiser Backform lässt nichts anbrennen

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Zehn Millionen Back- und Stahlblechformen verlassen im Jahr die Produktion der W. F. Kaiser und Co. GmbH in Diez an der Lahn. In Spitzenzeiten – in den Monaten September, Oktober und November – wickeln die Lagerarbeiter bis zu 400 Aufträge am Tag ab. Dass im Versand alles reibungslos läuft und Kaiser sein Ziel von 99,5 Prozent Lieferfähigkeit einhalten kann, liegt auch an der Regaltechnik der Bito-Lagertechnik Bittmann GmbH. Der Spezialist für Lagertechnik hat in diesem Unternehmen zwei Kommissioniertunnellösungen bestehend aus Paletten- und Stückgutdurchlaufregalen (SDS) mit Pufferspeicher, einen Palettendurchlaufregalblock (PDS) und Palettenregale installiert.

Die stetig steigende Nachfrage nach den hochwertigen Backformen und -blechen des deutschen Marktführers und die gewachsenen internen Logistikstrukturen erforderten eine Neustrukturierung der logistischen Prozesse. Denn bis dahin wurde ein Teil der Produkte in einem Lager im 30 Kilometer entfernten Nassau gelagert. Für den Transport von Nassau zur Versandhalle in Diez brauchte der Werks-Lkw etwa zwei Stunden – und das war einfach zu viel, wenn außerplanmäßige Bestellungen schnell bearbeitet werden mussten. Zudem lagerte Kaiser Backform seine Produkte in einem Blocklager, das weder von der Kapazität noch von der Kommissioniertechnik auf den Wachstumskurs des Unternehmens und die steigenden Kundenanforderungen nach schneller Belieferung ausgelegt war.

Um den Materialfluss von der Produktion bis zum Versand zu optimieren, wurde eine neue, rund 2 400 Quadratmeter große Versandhalle – in der auch kommissioniert wird – direkt neben die Produktionshalle gebaut. Hier werden nun die insgesamt 1.200 verschiedenen Artikel – inklusive der Ware aus dem Außenlager in Nassau – gelagert und gleichzeitig ein durchgängiger Materialfluss vom Coil bis zur fertigen Backform mit geringem Handlingsaufwand umgesetzt.
Kommissioniertunnel erleichtern das Picken
Für die neue Versandhalle hat Bito zwei Kommissioniertunnellösungen, bestehend aus PDS und SDS sowie Palettenregale und einen PDS-Block direkt im Verladebereich geplant und gebaut. In letzterem werden Sonder- und Großaufträge und fertig gepackte Exportaufträge bis zur Verladung auf den Lkw gelagert, der direkt an die Versandhalle mit den drei Verladezonen heranfahren kann. In den Palettenregalen lagern die für die Kommissionierung vorgesehenen fertigen Produkte. Die beiden Kommissioniertunnel sind rund 28 Meter.
Im PDS werden die Europaletten längs eingelagert, so passen zwei hintereinander, und die Kommissionierer haben immer genügend Artikel zur Verfügung. Ist die erste Palette leer, nimmt sie der Kommissionierer aus dem Regal, die dahinter stehende rollt automatisch nach. Und bis die zweite Palette ebenfalls leer ist, hat der Bestücker die fehlende ersetzt. Die leere Palette stellen die Kommissionierer in den Rückgabekanal im PDS. Dort entnimmt sie der Staplerfahrer von der Bestückungsseite. So versperren keine leeren Behälter oder Paletten die Kommissioniergänge.
A-Artikel lagern in Kartons
Auf der Ebene über den Palettendurchlaufkanälen lagern in Stückgutdurchlaufebenen A-Artikel in Kartons. Darüber befinden sich noch zwei Ebenen Einschubregale mit Paletten als Puffer. Vorteil der Einschubregale: Es ist eine direkte Zuordnung vom Kommissionierkanal zum Pufferkanal gegeben. Die Paletten werden nach dem LiFo-Prinzip (= Last in First out) mit je drei Paletten hintereinander bestückt. Wurde eine Palette abkommissioniert, kann direkt aus dem darüber liegenden Kanal im Einschubregal mit einer Palette des gleichen Artikels aufgefüllt werden.
Das dem PDS gegenüberliegende SDS besteht aus vier Ebenen und zwei darüber angeordneten Paletten-Einschubregalen. Im SDS lagern B-Artikel in Kleinladungsträgern (KLT) oder in Kartonagen. Damit die Kommissionierer die Waren leichter entnehmen können, sind die Rahmen auf der Entnahmeseite abgeknickt. Das SDS hat wie das PDS Rückgabekanäle für die leeren Ladungsträger.
Bito-Lagertechnik Bittmann GmbH www.bito.de
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