Portrait: Erich Kuhlmann ist seit über 20 Jahren Mitglied bei der IMV Wetzlar

Industriemeister sind wichtig als Bindeglied

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Seit über 20 Jahren ist Erich Kuhlmann Mitglied bei der IMV Wetzlar. Die Gemeinschaft des Industriemeister-Verbands möchte Kuhlmann nicht missen: „Für mich und einen meiner Techniker ist es vorteilhaft, Meisterkollegen zu kennen, mit denen man fachliche sowie auch private Gedanken austauschen kann.“ Ganz nach dem Motto: „Was ich nicht weiß, weiß vielleicht ein Kollege.“

Für Kuhlmann müssen Industriemeister mit ihrer fachlichen und persönlichen Kompetenz in den Betrieben eine sehr wichtige Aufgabe wahrnehmen: „Sie sollten als Bindeglied zwischen der Arbeiterschaft und Betriebsleitung stehen.“ Leider treffe dies heutzutage seltener zu, was aber sicher auch an den wirtschaftlichen Zwängen liege, denen sich Betriebsleitungen heute stellen müssen.

Zur IMV kam er, nachdem er von 1976 bis 1979 eine Abendschulung zum Feinmechaniker-Meister im Handwerk absolviert hat. Am Anfang seiner Laufbahn hatten eine 3,5-jährige Lehre als Werkzeugmacher und 6,5 Jahre als Geselle im Vorrichtungsbau gestanden. „Meine Firma Kuhlmann-Werkzeugbau habe ich dann 1980 gegründet, nach dem ich 3,5 Jahre bei Leica als Betriebsmittelkonstrukteur tätig war“, erinnert sich Kuhlmann.
Heute beschäftigt seine Firma 10 Personen: Neben Kuhlmann als Meister sind dies zwei Techniker als Konstrukteure sowie sechs Feinmechaniker-Gesellen und ein Auszubildender. Kuhlmann-Werkzeugbau stellt dabei Montage und Prüfanlage für die Industrie her, „von der Beratung und Konstruktion und bis hin zur kompletten Anlage inklusive Steuerung und Wartung“, betont Kuhlmann. Er verweist hier etwa auf Montage- und Prüfanlagen für Getriebe-Schaltdome im Automobilbau sowie Staubsauger-Baugruppen als Beispiele.
Automatisierungstechnik spiele dabei eine wichtige Rolle: „Die Industrie fordert immer mehr die 100 % Kontrolle seiner Produkte, weil Rückrufaktionen eine sehr kostspielige Sache sind.“ Daher werde auch die Kontrolle ausgeweitet, wobei aber versucht werde, die Kosten dafür so gering wie möglich zu halten. „Dadurch muss bei einer Großserie automatisiert werden“, so Kuhlmann.
Neben den Kosten habe die Automatisierung aber noch einen weiteren großen Vorteil. „Das Prüfequipment hat seine Toleranzfelder fest einprogrammiert, daher gibt es keine weichen Entscheidungen wie ‚gerade noch gut‘, die ein Werker noch treffen kann. Die Qualität ist also wirklich besser.“
Bei geometrischen Abläufen könne man dabei mit Taktlinien, Handling-Systemen wie Pick and Place oder Rundtakttischen schon vieles bewältigen. „Aber wenn es um mehrere Bewegungen hintereinander geht, dann haben Roboter einen großen Vorteil“, betont Kuhlmann und verweist auf die von ihm realisierte Schaltdomprüfung. Ein 6-Gang-Getriebeschaltdom wird dabei auf seine Funktion und auf Qualität geprüft.
Bei einer Funktionsprüfung werden alle Gänge in wenigen Sekunden durchgeschaltet, um das im Inneren befindliche Fett besser zu verteilen und im Rückwärtsgang den Schalterkontakt auf Durchgang zu prüfen. Ein X-Y-Greiferhandling entnimmt dabei den Dom vom Werkstückträger-System und setzt diesen in die Prüfstation ein. Nach dem Ablauf des Prüfprogramms setzt das Handling den Dom wieder zurück auf den WT.
Um Schaltkräfte und Schaltweg zu messen, hat Kuhlmann eine separate Prüfstation hergestellt. Der Schaltdom wird dabei mit einem Roboter von der Montagelinie entnommen und in einer Einbaulage wie im Getriebe in die Schaltprüfung eingesetzt. Dann startet der Prüfablauf automatisch. Danach holt der Roboter den Dom aus der Station und setzt diesen lagerichtig in die Wählstation ein, wo Wählwege geprüft werden. „Nach dieser Prüfung holt der Roboter den Dom aus der Wählstation und fährt zu einem Etikettendrucker, wo ein Label aufgedruckt wird“, berichtet Kuhlmann. „Danach wird der I.O.-Schaltdom auf ein Gutteilband abgelegt, ein N.i.O.-Dom läuft via WT zu einem Nachbearbeitungsplatz.“ ab
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